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Storage-Lösungen, Automatisierung, Security Dell stellt Bausteine für sichere Private Clouds vor

Von Michael Matzer 6 min Lesedauer

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Die Dell Private Cloud ist ab sofort allgemein verfügbar und soll Kunden dabei unterstützen, private Cloud-Infrastrukturen einfach bereitzustellen und zu verwalten. Die Weiterentwicklungen im Storage-Bereich umfassen neue Dell-PowerStore- und Dell-PowerMax-QLC-Modelle, KI-gestützte Automatisierung sowie eine verstärkte Sicherheit. Die Integration von Dell PowerStore in die Nutanix Cloud Platform soll für mehr Flexibilität, höhere Leistung und vereinfachten IT-Betrieb sorgen.

Mit seinen aktualisierten Lösungen will Dell Technologies Unternehmen beim Aufbau einer Private Cloud unterstützen.(Bild: ©  kanpisut - stock.adobe.com)
Mit seinen aktualisierten Lösungen will Dell Technologies Unternehmen beim Aufbau einer Private Cloud unterstützen.
(Bild: © kanpisut - stock.adobe.com)

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, traditionelle und moderne Workloads ausführen und wachsende Virtualisierungsanforderungen erfüllen zu müssen, ohne IT-Budgets zu überziehen oder in einen Vendor-Lock-in zu geraten. Dell Private Cloud, bereitgestellt über die Dell Automation Platform, soll sie dabei unterstützen. Unternehmen können ihren präferierten Cloud-Stack nutzen und aus einem breiten Portfolio modularer Infrastrukturlösungen wählen, darunter PowerStore, PowerFlex und PowerMax.

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Die Dell Automation Platform mit On-Premises- und SaaS-Bereitstellungsoptionen soll eine effiziente und sichere Einführung, Verwaltung und Skalierung der Infrastruktur ermöglichen. Eine zentrale Rolle spielt dabei eine KI-gestützte Automatisierung des Managements und Monitorings (AIOps). Die Integration von Dell NativeEdge soll den sicheren Betrieb in verteilten Umgebungen vereinfachen.

Weil Storage und Cyber-Resilienz von entscheidender Bedeutung für Private Clouds sind, will Dell Technologies zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen in diesen Bereichen liefern.

Dell PowerStore

Dell PowerStore bietet nach Angaben von Travis Vigil, Senior Vice President, Product Management der Infrastructure Solutions Group bei Dell Technologies, „einfachen, hochperformanten AFA-Speicher, der tief in moderne Virtualisierungsplattformen integriert und für containerisierte Umgebungen anpassbar ist“. Die Nutanix Cloud Platform werde Dell PowerStore unterstützen und damit „die vertrauenswürdigen Storage-Lösungen von Dell Technologies mit dem Cloud-Betriebsmodell von Nutanix zusammenführen, sodass Unternehmen mehr Wahlmöglichkeiten und Kontrolle haben, wie sie Infrastruktur bereitstellen“.

Hinzu kommen laut Vigil weitere Hardware- und Software-Verbesserungen in PowerStore – für mehr Kosteneffizienz, beschleunigte Automatisierung mit KI und höhere Resilienz. PowerStore 5200Q biete mit QLC-Flash hohe Kapazität und Wirtschaftlichkeit, skaliere bis 25 PB an effektivem Speicherplatz pro Cluster und erlaube durch die Integration in bestehende PowerStore-Cluster eine optimale Platzierung von Workloads.

Eine integrierte Anomalie-Erkennung, Single-Sign-on und biometrische Authentifizierung, Unterstützung für das Key-Management von HashiCorp (IBM) und die Replikation über Fibre Channel sollen die Sicherheit und Resilienz von PowerStore steigern. „Smart Support Auto-Heal übernimmt automatische Health-Checks und Fehlerkorrekturen und reduziert die Zeit für das Lösen von technischen Problemen um bis zu 90 Prozent“, so Vigil, der sich auf Dell-interne Tests bezieht.

PowerStore-Support von der Nutanix Cloud Platform

Dell PowerStore wird künftig von der Nutanix Cloud Platform (NCP) unterstützt. Unternehmen erhielten damit eine neue Virtualisierungsoption für externen Speicher, die die Storage-Lösungen von Dell mit der Cloud-Architektur von Nutanix verbindet. Ziel sei es, IT-Umgebungen noch flexibler, einfacher und zukunftssicherer zu gestalten.

Die erweiterte Zusammenarbeit ist laut Vigil eine direkte Antwort auf die Kundennachfrage nach mehr Auswahl und Kontrolle bei der Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung ihrer Infrastruktur. Durch die Kombination von PowerStore-Management und Nutanix-Prism-Konsole profitierten IT-Teams von einer intelligenten Automatisierung und einem VM-zentrierten Betrieb. Der Aufwand im Tagesbetrieb sinke deutlich. Das Architekturdesign von PowerStore ermögliche eine unabhängige Skalierung von Leistung und Speicherkapazität. Modulare Upgrades verlängerten zudem den Lebenszyklus und erleichterten die Modernisierung der Infrastruktur ohne Betriebsunterbrechung.

Eine integrierte Cyber-Protection, ein VM-zentriertes Disaster Recovery sowie Nutanix Flow für Virtual Networking und Netzwerksicherheit schützen laut Vigil geschäftskritische Workloads und gewährleisten eine kontinuierliche Verfügbarkeit. Die Datenreduktion von PowerStore liefere maximale Effizienz ohne Leistungseinbußen. Die von Dell garantierte 5:1-Datenreduktionsrate unterstütze Unternehmen dabei, ihre Speicherkosten zu senken.

Die Integration in die NCP sei nur der erste Schritt, wie Vigil ankündigt: „Im Oktober plant Dell, drei neue XC-Plattformen auf Basis der neuesten PowerEdge-Server vorzustellen.“ Anfang 2026 soll eine erweiterte Dell Private Cloud auf Basis einer disaggregierten Infrastruktur folgen, die Nutanix unterstützt.

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Storage-Konsolidierung im PB-Bereich mit PowerFlex

Dell PowerFlex soll laut Vigil flexiblen Software-definierten Block-Storage offerieren, der linear skaliere und tief in virtualisierte und Kubernetes-Umgebungen integriert sei. Mit PowerFlex Ultra werde eine Scalable Availability Engine (SAE) eingeführt, die das Workload-Management deutlich vereinfache, die Kosten reduziere und die Effizienz sowie Zuverlässigkeit verbessere.

Die erwähnte Scalable Availability Engine (SAE) baut laut Vigil auf einer verteilten, nativen Blockspeicher-Architektur auf, die Erasure-Coding unterstützt. Auf diese Weise liefere sie „maximale Effizienz, Resilienz und Skalierbarkeit“ für Software-definierte Rechenzentren.

Die Plattform steigere die Storage-Effizienz gemäß internen Tests auf bis zu 80 Prozent und verkleinere den physischen Fußabdruck im Rechenzentrum um mehr als 50 Prozent (ebenfalls laut internen Tests). Die Vorteile: Unternehmen können mehr Daten in weniger Rack-Space unterbringen und somit die Kosten und den Stromverbrauch senken.

Die Plattform liefert eine Verfügbarkeit von bis zu 99,99999999 Prozent und toleriert den gleichzeitigen Ausfall von bis zu zwei Knoten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Enterprise-Workloads auch bei Hardware-Defekten verfügbar bleiben und die Datenintegrität in großen Umgebungen gewahrt ist.

Mehr Leistung in PowerMax

Dell PowerMax stellt mit seinem PowerMaxOS-10.3-Betriebssystem Storage für geschäftskritische Workloads bereit, der Skalierung, Automatisierung und Resilienz der Enterprise-Klasse sowie umfangreiche Integrationen für virtualisierte Umgebungen und vollständigen Kubernetes-CSI-Support für Container-Workloads bietet. Verbesserungen auf Software-Seite sorgen für eine bis zu 25 Prozent höhere Leistung (laut internen Tests), mehr Automatisierung und zusätzliche Sicherheit.

PowerMax 2500 unterstützt nun laut Vigil „erstmals“ QLC-Laufwerke für Workloads mit hohen Kapazitätsanforderungen und skaliert flexibel von 122 TB bis effektiv 8,8 PB pro Array. Laut Vigils Blog verwendet v10.3 eine Cache-zentrierte Architektur und neuartige Schreibvorgang-„faltende“ Techniken, um die Lebensdauer des QLC-Flash-Laufwerks zu verlängern. Das soll nicht nur der Speicherkapazität, sondern auch der Kosteneffizienz durch niedrigeren TCO zugutekommen.

Leistungsmerkmale wie 1-Click-Software-Updates in nur sechs Sekunden, Zero-Touch-Installationen und bis zu 66 Prozent (internes Testergebnis) weniger Schritte beim Ändern des Replikationsmodus entlasteten IT-Teams, sodass sie sich um strategische Tätigkeiten kümmern könnten. „Als Storage-Plattform für geschäftskritische Workloads bietet PowerMax nun auch Single-Sign-on mit Microsoft Entra ID sowie verschlüsselte E-Mail-Alerts und erfüllt höchste Data-Protection- und Compliance-Standards“, so Vigil.

PowerProtect unterstützt beim Aufbau resilienter Rechenzentren

Dell PowerProtect will Cyber-Resilienz für virtuelle, Cloud-native und containerisierte Workloads über Rechenzentren und alle großen Public Clouds hinweg offerieren. Die Plattform ermögliche eine schnelle Wiederherstellung mit kurzem RTO/RPO. Eine neue Appliance und Software-Neuerungen würden helfen, die Angriffsfläche zu reduzieren, Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren und sich schnell von Cyber-Vorfällen zu erholen.

Die neue „PowerProtect Data Domain DD3410“ sei eine kompakte Lösung für Remote-Standorte und kleinere Umgebungen. Sie bietet eine hohe Datenreduktionsrate, wachse von 8 bis 32 TB nutzbarem Speicher mit und biete ausgefeilte Sicherheitsfunktionen, um Daten zu schützen. „Die Appliance unterstützt ein breites Partner-Ökosystem und zahlreiche Backup-Lösungen sowie native Integrationen mit Dell PowerStore und Dell PowerMax“, so Vigil.

Die neue PowerProtect Data Manager Appliance sei eine Software-definierte Lösung, die ein zentrales Management für einen konsistenten Schutz von Daten und Workloads bereitstelle. Sie verbessere die Cyber-Resilienz durch eine Anomalie-Erkennung und unveränderliche Daten – und sei der beste Ansatz, um Cyber-Resilienz mit Dell PowerProtect zu erreichen.

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Verfügbarkeiten

Dell Private Cloud ist ab sofort verfügbar und unterstützt Dell PowerStore, Dell PowerFlex und Dell PowerMax. Die Integration von Dell NativeEdge in die Dell Automation Plattform ist ab sofort verfügbar. Dell PowerStore 5200Q ist ab Oktober 2025 verfügbar. Die Software-Updates für Dell PowerStore sind ab Oktober 2025 verfügbar.

Der Nutanix-Support für PowerStore ist als Early-Access-Programm für das Frühjahr 2026 geplant und soll im Sommer 2026 allgemein verfügbar sein. Die Updates für Dell PowerFlex sind ab Oktober 2025 verfügbar, dito die Updates für Dell PowerMax. Dell PowerProtect Data Domain DD3410 soll im Laufe von Q1/2026 verfügbar sein, die Dell PowerProtect Data Manager Appliance im Laufe von Q4/2025.

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