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Gesteigerte Leistung, Ausfallsicherheit und Effizienz Dell wertet seine PowerStore-Systeme auf

Von Michael Matzer 6 min Lesedauer

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Im Rahmen der Dell Technologies World hat der Hersteller eine Reihe von Innovationen seines Dell-PowerStore-Portfolios angekündigt, um Leistung, Effizienz, Ausfallsicherheit und Multi-Cloud-Datenmobilität zu optimieren. Zudem erweitert Dell sein APEX-Angebot um neue AIOps-Lösungen und aktualisiert das Multi-Cloud- und Kubernetes-Storage-Management.

Dell baut sein PowerStore-Portfolio aus. Im Fokus steht dabei die Optimierung der grundlegenden Parameter.(Bild:  peshkova - stock.adobe.com)
Dell baut sein PowerStore-Portfolio aus. Im Fokus steht dabei die Optimierung der grundlegenden Parameter.
(Bild: peshkova - stock.adobe.com)

Im Rahmen des neuen Programms „PowerStore Prime“ stattet Dell alle PowerStore-Geräte mit QLC-Flash-SSDs aus. Das Ziel sind niedrigere Kosten pro Terabyte im Vergleich zu TLC-Modellen. Nutzer können mit nur elf QLC-Laufwerken beginnen und je nach Bedarf ihren Speicher auf bis zu 5,9 Petabye an effektiver Kapazität pro Appliance erweitern. Das setzt allerdings ein Datenkompressionsverhältnis von 5:1 voraus, welches nun realisierbar ist.

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Dank intelligentem Load-Balancing sollen die PowerStore-Systeme dabei helfen, Kosten zu sparen und die Workload-Verteilung in gemischten TLC- und QLC-Clustern zu optimieren. Neue „Data-in-Place Upgrades“ für höhere Appliance-Modelle sollen zugleich eine Leistungssteigerung der Hardware um bis zu 66 Prozent erlauben. Diese Angaben basieren auf einer internen Analyse von Dell zum Vergleich der maximalen Ressourcen von PowerStore 3200 und PowerStore 5200 mit PowerStore OS 4.0. Der Leistungsvergleich erfolgt unter Verwendung von Spitzen-IOPs bei einem Lese-/Schreib-Mix von 70/30, 8k-Blockgröße über FibreChannel (FC).

Mit unterbrechungsfreien Updates soll eine Software-gesteuerte Leistungssteigerung um 30 Prozent bei gemischten Workloads erreicht werden. Diese Angabe basiert auf einer internen Analyse von Dell, bei der die Spitzen-IOPS des PowerStore 5200 mit PowerStore OS 3.6 im Vergleich zu PowerStoreOS 4.0 bei einem Mix von 70/30-Lese-/Schreibvorgängen und einer Blockgröße von 128k über FC verglichen wurden. Nun soll auch eine bis zu 20 Prozent geringere Latenz realisierbar sein. Diese Angabe wiederum basiert auf internen Dell-Tests von 64k-Lesevorgängen auf PowerStore 1200 mit 32 GB FC unter PowerStoreOS 3.6 gegenüber 4.0.

Auch der Energieverbrauch wird nicht vergessen: Software-Aktualisierungen sorgen für eine bis zu 20 bessere Datenreduktion im Vergleich zum vorhergehenden Release und bis zu 28 Prozent mehr effektiven Terabytes pro Watt, je nach dem Grad der Datenreduktion. Damit schwenkt Dell auf die Marketingschiene von Pure Storage ein, was wiederum eine Antwort auf Kundenforderungen darstellt.

Ebenso fordern die Kunden ein höheres Maß an Datensicherheit. Dell biete nun mehr Optionen zur Steigerung der Datensicherheit, heißt es: „Nutzer können wichtige Daten mit synchroner Replikation für Block- und Datei-Workloads schützen.“ Außerdem gebe es die Möglichkeit zur Metro-Replikation, die speziell für Windows-, Linux- und VMware-Umgebungen entwickelt worden sei. Replikation ist sicherlich eine der Grundvoraussetzungen für Datensicherheit, und in manchen Branchen wie dem Finanzsektor ist sie gesetzlich vorgeschrieben.

PowerStore Prime

PowerStore Prime ist ein neues integrierte Angebot. Es kombiniert Upgrades für Dell-PowerStore-Systeme mit speziellen Programmen, durch die Nutzer das Maximum aus ihren Investitionen in Storage-Systeme herausholen können. Darüber hinaus zielt PowerStore Prime darauf ab, auch die Partner von Dell Technologies zu unterstützen und deren Geschäft voranzutreiben.

Dell will eine verbesserte Datenmobilität in der Multi-Cloud bieten. Dafür sollen, oder besser gesagt können Kunden PowerStore-Geräte mit Dell APEX Block Storage for Public Cloud verbinden, einem verbreiteten Cloud-Blockspeicher. Dell PowerStore Prime biete Nutzern einen besseren Schutz ihrer IT-Investitionen und helfe Partnern, den Absatz von Storage-Anwendungen durch erweiterte Programme und Anreize zu verbessern. Dell APEX AIOps erhöhe die Verfügbarkeit der Infrastruktur durch KI-gesteuerte Problemerkennung und automatisierte Behebung. Der erweiterte Dell APEX Navigator vereinfache die Verwaltung von Kubernetes Persistent Storage und unterstütze APEX File Storage (mehr Details unten).

Dell setzt mit PowerStore Prime auf kontinuierliche Modernisierung. Die Lifecycle Extension mit Dell ProSupport oder ProSupport Plus biete Nutzern rund um die Uhr Zugang zu Live-Support, flexiblen Technologie-Upgrades, Kapazitätsaustausch und Beratungsservices rund um das Thema Storage. Nutzer können PowerStore auch über ein Dell-APEX-Abonnement in Anspruch nehmen. In diesem Fall zahlen sie nur dafür, was sie monatlich verbrauchen. Auch Partner könnten durch „preisgünstige Produkt-Bundles“ mit PowerStore prime ihren Umsatz steigern.

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Die Rolle der KI für AIOps

Wie bei manchen anderen Storage-Anbietern wie etwa Cohesity spielt AIOps auch bei Dell eine wachsende Rolle. Diese Managementfunktion kommt im APEX-Portfolio zum Tragen. Dell habe das Angebot um „fortschrittliche“ AIOps-Funktionen erweitert sowie das Storage- und Kubernetes-Management verbessert.

Die SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) „Dell APEX AIOps“ optimiere den Zustand der Dell-Infrastruktur und die Verfügbarkeit von Services mit KI-gesteuerten Incident-Management- sowie Observability-Kapazitäten für den gesamten IT-Stack. Es handele sich um eine bedeutende Erweiterung der AIOps-Tools von Dell, die den Betrieb vereinfache, die IT-Agilität verbessere und eine größere Kontrolle über Anwendungen sowie die Infrastruktur durch drei integrierte Funktionen biete:

  • Observability für die Infrastruktur: Die Lösung von Infrastrukturproblemen erfolgt bei Verwendung von Dell APEX AIOps durch KI-gestützte Erkenntnisse und Empfehlungen zum Systemzustand, zur Cybersicherheit und Nachhaltigkeit. Dadurch erfolgt die Behebung solcher Probleme (laut einer Umfrage von CloudIQ) bis zu zehn Mal schneller als bei herkömmlichen Ansätzen. Der KI-gestützte Dell APEX AIOps Assistant liefere zudem sofortige Antworten auf Infrastrukturfragen und gebe detaillierte Empfehlungen zur Problemlösung.
  • Observability für Applikationen: Die neuen Funktionen von Dell APEX AIOps reduzierten die durchschnittliche Zeit bis zur Lösung von Applikationsproblemen. Durch vollständige Anwendungstopologien und Analysen zur Sicherstellung der Anwendungsverfügbarkeit und -leistung finde die Behebung solcher Probleme (laut einer Forrester-Studie) um bis zu 70 Prozent schneller statt.
  • Incident-Management: Die KI-gesteuerte Erkennung und Behebung von Problemen optimiere die Verfügbarkeit digitaler Infrastrukturen. Die von Kunden gemeldeten Probleme mit Multi-Vendor- und Multi-Cloud-Infrastrukturen könne Dell APEX AIOps (laut einer Dell-Analyse aus dem Jahr 2023) so um bis zu 93 Prozent reduzieren.

Der Dell APEX Navigator SaaS werde um Kubernetes-Storage-Management und zusätzliche Unterstützung von Angeboten rund um Dell APEX Storage for Public Cloud erweitert:

  • Der Dell APEX Navigator for Kubernetes sei ab sofort verfügbar und vereinfache das Kubernetes-Storage-Management auf Dell PowerFlex. Überdies werde der Dell APEX Navigator for Kubernetes bald auch auf Dell PowerScale sowie der Dell APEX Cloud Platform for Red Hat OpenShift verfügbar sein. Er biete im Zusammenhang mit Containern moderne Datenservices wie Datenreplikation, Anwendungsmobilität und Observability.
  • Der Dell APEX Navigator for Multicloud Storage bietet Unterstützung für Dell APEX File Storage for AWS. Unterstützung für Dell APEX File Storage for Microsoft Azure sei für einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr geplant. Er vereinfache die Speicherkonfiguration, -bereitstellung und -überwachung über eine universelle Speicherebene, die jeweils durch On-Premises- und Public-Cloud-Speicher von Dell Technologies geschaffen werde.

Nutzer könnten den Dell APEX Navigator for Multicloud Storage und ab sofort auch den Dell APEX Navigator for Kubernetes im Rahmen einer 90-tägigen, risikofreien Testphase nutzen.

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Verfügbarkeit

Die Verbesserungen der Software für Dell-PowerStore-Systeme sollen seit Ende Mai weltweit verfügbar sein. Die Dell-PowerStore-QLC-Modelle sowie die Data-in-Place-Appliance-Upgrades für Kunden der zweiten Generation will der Hersteller im Juli weltweit verfügbar machen.

Die Dell-PowerStore-Multicloud-Datenmobilität wiederum soll im zweiten Quartal 2024 weltweit verfügbar sein. Die Dell APEX AIOps Infrastructure Observability- sowie das Incident Management-Toolset seien ab sofort verfügbar. Die Verfügbarkeit des Application-Observability-Toolsets sei für Oktober 2024 geplant.

Die Unterstützung von Dell APEX Navigator for Multicloud Storage für Dell APEX File Storage for AWS sei ab sofort zunächst in den USA verfügbar. Die Unterstützung von Dell APEX Navigator for Multicloud Storage für Dell APEX File Storage für Microsoft Azure werde zunächst in den USA in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 verfügbar sein.

Der Dell APEX Navigator for Kubernetes sei für PowerFlex ab sofort zunächst in den USA verfügbar. Die Unterstützung für Dell APEX Cloud Platform for Red Hat OpenShift, Dell PowerScale und weitere Regionen sei für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant.

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