Atempo macht mit Software-basierter Deduplizierung die Daten kleiner

Der Dedup-Algorithmus löst sich langsam von der Appliance

24.03.2010 | Autor / Redakteur: Martina König / Rainer Graefen

Die Dedup-Appliances von Quantum gibt es für jeden Speicherbedarf.
Die Dedup-Appliances von Quantum gibt es für jeden Speicherbedarf.

Die Deduplizierung setzt ihren Siegeszug fort: Gartner geht davon aus, dass die Technologie bis 2012 bei 75 Prozent aller Backups zum Einsatz kommen wird. Ihren Anfang hat Deduplizierung in speziellen Hardware-Appliances genommen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Jetzt gräbt die Software- der Hardware-basierten Variante das Wasser ab.

Die Möglichkeit, Backup-Software mit Deduplizierung als Zusatzoption auszustatten, ist im Hinblick auf die gesamte Entwicklung der Technologie relativ neu.

Bei der Software-basierten Deduplizierung werden doppelte Inhalte auf Datei- oder Blockebene bereits an der Quelle – also in erster Linie direkt auf dem Server – identifiziert und nur einfach gespeichert. Redundanzen werden eliminiert, indem doppelte Datenblöcke durch Links zum Originaldatenblock ersetzt werden.

Software-basierte Deduplizierung

Der große Vorteil der Software-basierten Deduplizierung ist, dass keine spezielle Hardware erforderlich ist. Die Backup-Software muss weder auf einem spezifischen Server ausgeführt werden, noch die Daten auf einem bestimmten Disk-Speichersystem abgelegt werden.

Das ist ideal für Unternehmen, deren Speicherstruktur im Laufe der Zeit gewachsen ist und die nicht in neue Hardware investieren wollen oder können. Auch für Unternehmen mit einer geringen Serverauslastung oder ungenutzter Hardware – wie es nach der Rezession vielerorts der Fall ist – ist dies interessant.

Die IT-Verantwortlichen können auf diese Weise weiterhin mit bekannten Strukturen arbeiten. Diese Variante ist also unter anderem eine gute Option für Unternehmen mit mehreren Standorten oder Niederlassungen, deren lokale Backups ohne spezielle Speicherhardware vor Ort in eine zentrale Datensicherungsstrategie integriert werden sollen.

Rechner sind zum Deduplizieren nicht zu schade

Da die Daten noch vor der Übertragung reduziert werden, ist wesentlich weniger Bandbreite im LAN- oder WAN-Netz notwendig. Aber Achtung: Deduplizierung verbraucht etliche Prozessorzyklen auf den zu sichernden Servern. Deshalb kann unter Umständen eine Umgestaltung des Backups notwendig sein.

Einer der Hersteller von Backup-Software mit expliziter Deduplizierungsstrategie ist Atempo. Das Unternehmen bietet Deduplizierung als Zusatzmodul für seine Backupsoftware Time Navigator, die über den Backup-Server administriert wird.

Der Ansatz basiert auf einer dreistufigen Architektur (Client, Server, Speicherhardware) und fügt eine vierte Stufe hinzu – den so genannten HyperStream Server. Vor der Datenübertragung an den HyperStream-Server identifiziert der Softwareagent welche Dateien oder Datenblöcke bereits auf dem Zielspeichersystem vorhanden sind und überträgt lediglich neue Datenblöcke.

Gleichzeitig werden die Metadaten für alle Daten an das Repository übertragen, dort Agespeichert und verwaltet. Zusätzlich kann der Agent die Daten vor dem Übertragen komprimieren. Existiert bereits die Kopie eines Datenblocks auf dem Speicher, wird lediglich die Referenz auf den neuesten Stand gebracht und dem Agenten mitgeteilt, dass er die Daten nicht erneut senden soll.

weiter mit: Die Quintessenz ist ein Konzentrat

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