Praxistest Buffalo TeraStation Duo, Teil 2

Der SMB-Administrator muss viele NAS-Verwaltungsfunktionen beherrschen

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Wichtige Softwarepakete

Der letzte Eintrag des Verwaltungswerkzeugs dient der Konfiguration des Web-Access (mit Shares, SSL-Einstellungen, Ports, etc.), des Media Servers (mit Aktualisierungsintervall und autorisierten DLNA Media Clients) und des integrierten Print Servers.

Dazu kommen noch die Settings für den auf dem Server laufenden Bittorrent-Client und für das im Apple-Umfeld wichtige Datensicherungstool „Time Machine“. Ein Konfigurationsmenü für die integrierte Antivirus-Funktion, die die Daten auf dem Server vor Virenbefall schützen soll, schließt den Leistungsumfang des Konfigurationswerkzeugs ab.

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Beim Antivirus-Feature handelt es sich um NAS-Security von Trend Micro. Diese Software muss gesondert lizenziert werden.

Testbeschreibung und Fazit

Im Test beließen wir die RAID-Konfiguration bei dem voreingestellten RAID-Mirror, da dieser Modus für unsere Umgebung am besten geeignet war und legten diverse Shares mit unterschiedlichen Zugriffsrechten für verschiedene Dateitypen an, zum Beispiel ein Verzeichnis für Office-Dokumente und eines für Medien wie Bilder und Musik.

Daraufhin kopierten wir umfangreiche Testdaten dieser Typen auf den Server und versuchten von verschiedenen Clients unter Linux, MacOS X und Windows aus auf das System zuzugreifen. Dabei kam es zu keinen Überraschungen.

Die auf dem NAS-Server bereitgestellten Media-Daten erschienen auch gleich in der Medienbibliothek des Windows Media Players und in iTunes. Die Lösung von Buffalo passte sich folglich sofort nahtlos in unser Netzwerk ein und stellte sämtliche Daten so zur Verfügung, wie von uns gewünscht.

Firmwareupdate und Tools

Im Rahmen des Tests führten wir zudem ein Firmware-Update von Version 1.32 auf Version 1.50 aus. Dabei traten keine Probleme auf und alle Daten blieben erhalten. Es ist nur wichtig darauf zu achten, vor dem Start des Updates auf dem Client, auf dem das Updateprogramm von Buffalo zum Einsatz kommt, die Windows-Firewall vorübergehend zu deaktivieren.

Zum Lieferumfang des NAS-Servers gehören auch diverse nützliche Werkzeuge, die wir teilweise zuvor bereits angesprochen haben. Neben dem NASNavigator 2 für MacOS und Windows sind das im Wesentlichen eine Software zum Sichern der Konfiguration des NAS-Servers, das Backup-Programm Novabackup Business Essentials zum Absichern von Daten auf Windows-Systemen und eine Utility zum Lesen von Festplatten, die mit dem ext3-Dateisystem formatiert wurden.

Damit sind die Benutzer in der Lage, von Windows-Systemen aus auf HDDs zuzugreifen, die an den USB-Ports des NAS-Servers im Einsatz waren und die deshalb mit dem genannten Dateisystem formatiert wurden.

All diese Tools können den Anwendern in manchen Fällen das Leben sehr erleichtern, deswegen bewerten wir es als sehr positiv, dass Buffalo sie dem NAS-System beigelegt hat.

Unter dem Strich ergab sich bei uns der Eindruck, dass der Hersteller mit der TeraStation Duo einen leistungsfähigen und robusten Speicherserver mit einem sehr guten Funktionsumfang anbietet, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Gerät ist auch leise genug, um im Wohnbereich zum Einsatz zu kommen.

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