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Die beliebtesten Anbieter von Backup und Disaster Recovery 2019

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Langjährige Tradition im Storage-Umfeld: Backup & Disaster Recovery.
Langjährige Tradition im Storage-Umfeld: Backup & Disaster Recovery. (Bild: ©peshkova - stock.adobe.com)

Backup- und Disaster-Recovery-Systeme sind die Klassiker schlechthin, wenn es um den Schutz von Daten und deren schnelle Wiederherstellung im Ernstfall geht. Die beiden Bereiche sollten nicht nur optimal miteinander harmonieren, sondern auch aktuellen Herausforderungen gewachsen sein.

Schnelles Disaster Recovery ist für Unternehmen heutzutage überlebenswichtig. Datenverluste sind schnell passiert und können viele Ursachen haben: Von defekten Geräten über Mal- und Ransomware bis hin zum abgebrannten Firmengebäude ist vieles denkbar. Ein belastbares Backup und eine umfassende Disaster-Recovery-Strategie schützen im Ernstfall die wertvollen Datenbestände.

Die Leser von Storage-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei Gewinner der Kategorie Backup / Disaster Recovery 2019:

Wie wichtig diese Themen sind, zeigen aktuelle Zahlen einer Studie von Zerto. Demnach haben 91 Prozent der Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren technikbedingte Störungen verzeichnet. Die Folgen hatten es in sich: 61 Prozent sahen ihren Ruf beschädigt, 37 Prozent mussten Umsatzeinbußen hinnehmen, und 26 Prozent verloren dauerhaft Kunden. Wenig verwunderlich, dass 82 Prozent der Befragten den Schutz und die Wiederherstellung von Daten insbesondere im Hinblick auf die digitale Transformation für besonders wichtig halten.

Veränderte Anforderungen

Während noch vor einigen Jahren das klassische Disk-to-Disk-to-Tape-Modell bei Backups ausreichend war, wird dieses Verfahren den modernen schnelllebigen Geschäftsabläufen nicht mehr gerecht. Zudem führt der Einsatz von oft extern gelagerten Bandmedien zur Silobildung und bringt hohen finanziellen Aufwand mit sich.

Im Fokus stehen heute Systeme, die sich einfach implementieren und verwalten lassen, einen geringen Investitionsaufwand verursachen sowie im Ernstfall umgehend einspringen. Dabei dreht sich alles um die automatisierte Sicherung und schnelle Wiederherstellung aller Daten und Workloads – On-Premises, in der Cloud und in virtuellen Maschinen. Flash-Arrays und (hybride) Cloud-Technik bieten hierfür die nötigen Speicher- und Leistungsreserven.

Daten in der Wolke

Dennoch sind in vielen Unternehmen fragmentierte, lokale Backup-Systeme immer noch an der Tagesordnung. Sie nutzen häufig verschiedene Systeme und sind oft unübersichtlich, wartungsintensiv und fehleranfällig. Im schlimmsten Fall ist nicht einmal ein Test auf ihre Praxistauglichkeit möglich. Kommt es zu einem Ausfall, nimmt die Wiederherstellung viel Zeit in Anspruch – oder scheitert möglicherweise ganz.

Abhilfe bieten Cloud-basierte Konzepte wie Backup-as-a-Service (BaaS) oder Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS). Sie bieten mehrere Vorteile im Vergleich mit klassischen On-Premises-Varianten: Die zentrale Verwaltung ermöglicht die Absicherung mehrerer Standorte bei gleichzeitig geringem Wartungsaufwand. Testläufe sind jederzeit und mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich. Zudem lassen sich auch besonders niedrige Recovery Time Objectives (RTOs) realisieren. Die Wiederherstellung einzelner Dateien, virtueller Maschinen oder ganzer Datenbanken und Server ist in der Regel innerhalb weniger Minuten erledigt.

Cloud gewinnt an Bedeutung

Dass BaaS und DRaaS immer wichtiger werden, zeigt eine aktuelle Studie von Unitrends. Demnach setzen schon jetzt 60 Prozent der Unternehmen entsprechende Cloud-Funktionen ein. Von den restlichen 40 Prozent der Befragten wollen mehr als die Hälfte (53 Prozent) innerhalb des kommenden Jahres auf Cloud-Lösungen umsteigen. Laut der Studie werden auch zunehmend mobile Systeme sowie Software-as-a-Service-Lösungen wie zum Beispiel Office 365 über Cloud-basierte Dienste abgesichert. Unitrends geht davon aus, dass bis 2020 rund 80 Prozent aller Firmen die Cloud auf die eine oder andere Weise für die Datensicherung nutzen werden.

Was ist ein Backup / eine Datensicherung?

Definition

Was ist ein Backup / eine Datensicherung?

13.07.18 - Ein Backup ist, wie der deutsche Begriff „Datensicherung“ impliziert, eine Sicherungskopie gespeicherter Daten auf einem zusätzlichen Medium wie einem Tape, einer Festplatte oder SSD, einer CD-R oder aber in der Cloud. lesen

Die Marktforscher erhoben auch Daten zur Effektivität der Backup- und Disaster-Recovery-Anbieter: So konnten 30 Prozent aller DRaaS-Nutzer ausgefallene Anwendungen innerhalb von weniger als einer Stunde wiederherstellen. Bei Firmen, die keine DRaaS-Dienste nutzen, lag dieser Anteil nur bei 16 Prozent. 61 Prozent der DRaaS-Nutzer gaben zudem an, im vergangenen Jahr gar keine Ausfälle erlebt zu haben. In der Vergleichsgruppe konnten das lediglich 39 Prozent berichten. Außerdem stieg die Anzahl der Unternehmen mit mehr als 100 Terabyte an schutzbedürftigen Daten von 11 Prozent (2016) auf 31 Prozent in diesem Jahr. Dementsprechend sind Konzepte gefragt, die den Speicherbedarf kosteneffizient bewältigen und gleichzeitig keine übermäßigen Investitionen erfordern.

Die beliebtesten Objekt- und Langzeitspeicher 2019

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26.11.19 - Die immer weiter anwachsenden Datenfluten erfordern Speichertechnologien, die sich unkompliziert skalieren lassen und eine langfristige Archivierung ermöglichen. Object Storage ist für dieses Einsatzszenario konzipiert und gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. lesen

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28.11.19 - Ob Analytics, Edge Computing oder Multimedia – die Datenflut nimmt kein Ende: Bis 2025 erwarten Marktforscher ein weltweites Wachstum auf rund 175 Zettabyte. Viele Speichersysteme kommen im Laufe der Zeit deshalb an ihre Grenzen. Einen Lösungsansatz bietet Scale-Out Storage. lesen

Die beliebtesten Solid-State-Speichersysteme 2019

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10.12.19 - Wenn es um anspruchsvolle Einsatzszenarien und leistungshungrige Workloads geht, führt kein Weg an All-Flash-Speicher-Arrays vorbei. Derartige Storage-Systeme sind höchsten Anforderungen gewachsen und werden dank fallender Preise auch für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen interessant. lesen

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