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IT-Awards 2023 Die beliebtesten Archivierungsanbieter

Von Martin Hensel 3 min Lesedauer

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Die weltweite Datenflut kennt keine Grenzen und steigt von Jahr zu Jahr auf neue Höchststände. Allein die Verarbeitung dieser Informationsmenge stellt Unternehmen bereits vor große Herausforderungen. Doch auch die Archivierung will von effizientem Datenmanagement bis hin zu rechtskonformer Langzeitaufbewahrung gut durchdacht sein.

Essenziell für Archivierungslösungen sind ein effizientes Datenmanagement und Funktionen zur Einhaltung der gültigen juristischen Vorschriften.(Bild:  ©abluecup, Getty Images via Canva.com)
Essenziell für Archivierungslösungen sind ein effizientes Datenmanagement und Funktionen zur Einhaltung der gültigen juristischen Vorschriften.
(Bild: ©abluecup, Getty Images via Canva.com)

In Unternehmen fallen täglich große Mengen an Daten an, die im Geschäftsalltag unverzichtbar sind. Die Archivierung bedeutsamer Informationen ist dabei viel mehr als nur eine Fleißaufgabe – sie ist in Umfang, Dauer und Art sogar gesetzlich vorgeschrieben. So sehen zum Beispiel Steuer- und Handelsrecht eine zehnjährige Aufbewahrungsfrist für digital gespeicherte Dokumente vor. Doch damit allein ist es nicht getan: Die archivierten Daten müssen jederzeit verfügbar und zudem maschinell auswertbar sein.

Die Leser von Storage-Insider haben für die IT-Awards 2023 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die vier bei unseren Leserinnen und Lesern beliebtesten Anbieter von Archivierungslösungen 2023:

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Neben den gesetzlichen Vorgaben und der nötigen Revisionssicherheit gibt es auch andere Gründe, die für eine zuverlässige Datenarchivierung sprechen. Dazu zählen etwa die langfristige Aufbewahrung von Plänen und Entwürfen, die Sicherung bestehenden Fachwissens sowie die Entlastung aktiver Systeme, wie etwa von E-Mail-Servern. Zudem hat eine kluge Archivierung Vorteile, wenn es um Fragen der Produkthaftung und entsprechende Nachweise geht.

Backup vs. Archivierung

Datenspeicherung ist nicht immer dasselbe: Zwischen Backups und Archivierung bestehen deutliche Unterschiede, das eine ersetzt nicht das andere. Backups dienen im Wesentlichen der Absicherung der Geschäftskontinuität. Dazu werden regelmäßig die Daten der Produktivsysteme gesichert und schnell wiederherstellbar vorgehalten. Tritt ein Ernstfall wie etwa eine Cyberattacke ein, kann das Unternehmen im besten Fall in sehr kurzer Zeit seine volle Geschäftstätigkeit bei nur minimalen Datenverlusten wieder aufnehmen.

Archivierungslösungen sind dagegen so konzipiert, dass sie wichtige Daten über sehr lange Zeit unverändert aufbewahren können. Ihr Zweck liegt vor allem in der Einhaltung regulatorischer und rechtlicher Vorgaben sowie der dauerhaften Speicherung geschäftskritischer Daten. Dabei steht besonders die Revisionssicherheit im Mittelpunkt, denn archivierte Daten müssen nach ihrer Ablage nachweislich unverändert bleiben – ansonsten drohen möglicherweise hohe Strafen. Gängig ist dabei die WORM-Methode („Write Once, Ready Many“): Im Archiv gespeicherte Daten lassen sich zwar beliebig oft lesen, aber nicht mehr manipulieren oder löschen. Dies sorgt für Datenintegrität und die Einhaltung von Compliance-Vorschriften.

Eine Frage der Technik

Je nach Unternehmensgröße kann die zuverlässige Datenarchivierung zu einem komplexen Projekt werden. Da in aller Regel eher selten auf archivierte Daten zugegriffen wird („Cold Data“), reichen kostengünstige Speichersysteme auf Festplatten- und/oder Tape-Basis aus. Als Alternative oder Ergänzung bieten sich entsprechende Cloud-Services an. Sie ermöglichen ebenfalls die sichere, redundante Datenarchivierung und bieten möglicherweise gerade für kleine und mittelständische Unternehmen Kostenvorteile im Vergleich mit einer On-Premises-Lösung. In jedem Fall empfiehlt sich der Einsatz eines leistungsfähigen Datenmanagements sowie entsprechender Automatisierungsmöglichkeiten, um sowohl die stetig zunehmenden Datenmengen als auch die unübersichtlichen regulatorischen Vorgaben abzudecken, darunter etwa die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Die Anbieter aktueller Archivierungsplattformen decken derartige Anforderungen ab und bieten zahlreiche Funktionen an, um für Zuverlässigkeit und Automatisierung zu sorgen. Dazu zählt zum Beispiel die selbstständige Überwachung aller vorhandenen Kommunikationsplattformen. Relevante Inhalte und Daten werden anhand von Richtlinien und Mustererkennung identifiziert und anschließend revisions- und manipulationssicher sowie versioniert gespeichert. Verschlüsselung, Zugriffsschutz und entsprechende Überwachung, OCR-Fähigkeiten („Optical Character Recognition“) sowie Möglichkeiten für Datenexport und -migration sind ebenfalls gängig. Archivierungsplattformen sind für unterschiedlichste Architekturansätze verfügbar, von On-Premises über Cloud und Objektspeicher bis hin zu hybriden Umgebungen.

Hohe Nachfrage treibt den Markt an

Der weltweite Gesamtmarkt für die Archivierung von Unternehmensinformationen hat mit rund 7,43 Milliarden US-Dollar ein beachtliches Volumen erreicht. Wie die Marktforscher von Mordor Intelligence prognostizieren, ist in diesem Segment mit stabilem Wachstum zu rechnen: Bis 2028 soll das Marktvolumen auf rund 12,87 Milliarden US-Dollar steigen, was einer jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von 11,6 Prozent entsprechen würde.

Die Experten führen diese positive Entwicklung in erster Linie auf die zunehmende weltweite Datengenerierung, reduzierte Speicherkosten sowie behördliche Vorschriften zur Datenarchivierung für Audit- und Untersuchungszwecke zurück. Durch technische Fortschritte sind nun auch Cloud-Dienste möglich, die skalierbare Archivierung zu minimalen Kosten bieten. Dementsprechend gehen die Marktforscher davon aus, dass derartige Plattformen künftig erheblich wachsen werden.

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