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Steeleye sorgt mit Cluster-Software für Failover-Lösungen Teil 2

Die Grundlagen und Randbedingungen hochverfügbarer Virtualisierungstechnik

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Alternative Storage-Konfigurationen

Zusätzlich zum gemeinsam genutzten Storage in der Form von Fibre-Channel-SANs oder parallelem SCSI unterstützt LifeKeeper zwei weitere Möglichkeiten, durch die mehreren Knoten in einem HA-Cluster Anwendungsdaten zur Verfügung gestellt werden können. Beide Mechanismen werden in einer virtualisierten Serverumgebung vollständig unterstützt.

Die erste dieser Optionen, NAS-Konfigurationen (Network-Attached Storage), ist SANs ähnlich, abgesehen davon, dass das Storage-Gerät an das LAN angeschlossen ist. Statt auf ein Fibre-Channel-Netzwerk greifen die Rechenknoten über ein Netzwerkprotokoll wie etwa NFS auf das Gerät zu. Da bei diesem Zugriff Standard-Netzwerkschnittstellen verwendet werden, verhält er sich in einer virtualisierten Serverumgebung exakt so, wie er sich auch bei einem physischen Server verhalten würde.

Die zweite Option für die gemeinsame Nutzung von Applikationsdaten ist die Datenreplikation. Indem man eine blockgenaue Replik eines lokalen Festplattengeräts auf einem entfernten System erstellt, kann eine genaue Kopie der Applikationsdaten für den Applikations-Failover zur Verfügung gestellt werden. LifeKeeper unterstützt mehrere Mechanismen zur Datenreplikation. SteelEye Data Replication (SDR) steht unter Linux und unter Windows für eine volumenbasierende synchrone und asynchrone Replikation zur Verfügung. Auch der native Linux-Replikationsmechanismus DRBD wird durch LifeKeeper unterstützt. Beide Verfahren führen die Replikation über Standard-Netzwerkschnittstellen durch und funktionieren daher gut in einer virtualisierten Serverumgebung.

Software-Tools für Hochverfügbarkeit

Ohne Software-Werkzeuge würde die Servervirtualisierung zu einer komplexen, nur schwer realisierbaren Aufgabe, da Server-Hardware, Virtualisierungsschicht, Host- und Client-Betriebssysteme und nicht zuletzt die Anwendung selbst Statusinformationen über die gesamte Leistungskette bereitstellen müssen. Im Gegensatz zur gewohnten Praxis besitzt die Anwendung nicht mehr alle Ressourcen, sodass Seiteneffekte anderer Prozesse in den lokalen Betrieb denkbar sind. Eine Hochverfügbarkeits-Software besteht deshalb aus mehreren Werkzeugen für die Anwendungsüberwachung, für lokale Wiederherstellung (optional) und für den Server-Failover.

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