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Sustainability-Gastkolumne, Folge 4 Die IT nachhaltiger gestalten

Ein Gastbeitrag von Petra-Maria Grohs* 2 min Lesedauer

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Unternehmens-IT gleicht meistens einem Puzzle aus vielen Teilen. Unglücklicherweise ändern sich das Bild und die Zahl der Teile dabei ständig. Das Datenvolumen wächst immer weiter, neue oder veränderte Geschäftsmodelle bringen neue Systeme an Bord, Mitarbeiter nutzen unterschiedliches Equipment, und die letzte Firmenübernahme kommt mit einer komplett anderen IT, die es zu integrieren gilt. Vor diesem Hintergrund die digitale Transformation voranzutreiben und gleichzeitig den CO2-Fußabdruck und die Umweltauswirkungen der IT zu reduzieren, gleicht oft einem Sisyphus-Job.

In dieser Folge unserer Gastkolumne erläutert Petra-Maria Grohs von Hitachi Vantara, wie sich die IT und insbesondere Storage-Systeme effizienter und damit nachhaltiger einsetzen lassen.(Bild:  ©metamorworks, Getty Images via Canva.com)
In dieser Folge unserer Gastkolumne erläutert Petra-Maria Grohs von Hitachi Vantara, wie sich die IT und insbesondere Storage-Systeme effizienter und damit nachhaltiger einsetzen lassen.
(Bild: ©metamorworks, Getty Images via Canva.com)

Wenn wir Nachhaltigkeit ernst nehmen, müssen wir als Manager das Thema in die Unternehmens-DNA einpflanzen. Besonders schwierig ist es dabei oft, den Nachhaltigkeitsaspekt nachträglich an eine bestehende Situation anzudocken. Wer ein Gebäude mit veralteter Lichttechnik erbt, kann zwar versuchen, die vorhandenen 60-Watt-Birnen weniger leuchten zu lassen, wird aber für spürbare Einspareffekte Geld in die Hand nehmen und auf moderne LEDs umsteigen müssen. Ähnlich bei der IT: Energieeffiziente Systeme (etwa mit dem „Energy Star“-Label) sind verbrauchsoptimiert und können die Stromrechnung deutlich reduzieren. Also einfach „alt raus, neu rein“? So einfach ist es auch wieder nicht, denn Herstellung, Transport und Recycling sind wiederum problematisch. Aber über den kompletten Lifecycle entstehen mit 95 Prozent immer noch die bei weitem meisten CO2-Emissionen durch Stromverbrauch und Klimatisierung im laufenden Betrieb.

Was also tun? Zuerst einmal einen Überblick verschaffen und dann einen Strategieplan entwickeln, um die Transformation perspektivisch anzugehen. Das betrifft nicht nur die eigene Hardware, sondern auch das gesamte Thema Sourcing und die Human Resources. Die Mitarbeiter*innen müssen natürlich immer in der Lage sein, mit den ihnen zur Verfügung gestellten Geräten alle Anforderungen des Jobs komfortabel und effektiv zu erledigen – und das sowohl im Büro als auch „On the Road“ oder im Home-Office, wenn die Arbeitssituation dies zulässt. Ob Anwendungen und Daten dabei On-Premises oder in der Cloud liegen, kann dabei auch eine Rolle spielen, vorausgesetzt die ausgelagerte IT arbeitet effizienter als die eigene. In der Realität wird aber ohnehin immer ein Mix zum Einsatz kommen, bei dessen Betrachtung Nachhaltigkeit lediglich eine Facette ist. Geschäftsziele oder Compliance-Vorgaben haben natürlich Priorität.

Das größere Problem sind ohnehin Systeme, die einen Großteil der Zeit ungenutzt oder im Standby verbringen, weil die Ressourcen beispielsweise ab und zu für einen großen Rechnungslauf benötigt werden. Technologien wie Virtualisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) können die Effizienz und Performance verbessern. Mit Blick auf Storage etwa können mehrere Server oder Anwendungen denselben physischen Speicher gemeinsam nutzen, wodurch die Speicherauslastung optimiert und Überkapazitäten reduziert werden. KI kann uns hier in die Karten spielen, indem sie das Management und die Orchestrierung der immer komplexeren IT unterstützt oder sogar weitgehend übernimmt. Das Potential ist beträchtlich.

Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.(Bild:  Hitachi Vantara)
Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.
(Bild: Hitachi Vantara)

Ein konkretes Beispiel: Durch die Konsolidierung mehrerer Systeme in unser „Flaggschiff“, die bis zu einer Kapazität von 69 Petabytes modular erweiterbare Hitachi VSP 5600, konnten wir in einer realen Kundenumgebung die Emissionen um rund 60 Prozent reduzieren. In komplexen Umgebungen kann sich dies bei einer Laufzeit von fünf Jahren schnell zu Größenordnungen von bis zu 5.000 Tonnen CO2 aufsummieren. Das liest sich schon einmal ganz gut im nächsten ESG-Bericht.

* Die Autorin: Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.

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