Daten sind das wertvollste Gut eines jeden Unternehmens, und die Nutzung der Daten wirkt sich entscheidend auf den Geschäftserfolg aus. 2020 schreitet die Digitalisierung voran und verlangt nach modernen Methoden, wie Unternehmen auf Daten zugreifen und diese speichern, verbreiten und verwalten.
Unabhängig von der Hardware mit Hilfe von Software-Defined Storage.
Ganz gleich, ob Sie ihre IT-Umgebung im neuen Jahr umfassend modernisieren oder den Wandel eher Schritt für Schritt machen, die folgenden Trends sollten Sie 2020 im Auge behalten, um den Wert der Daten wirklich voll ausschöpfen zu können.
Das Ende der alten Ordnung
Seit Jahrzehnten bietet die Branche diskrete Speichersysteme für Daten an, auf die man häufig zugreifen muss. Diese erfordern eine hohe Performance, im Gegensatz zu selten genutzten Daten, für die kostengünstiger Speicher ausreichend ist. Dies, neben dem rasanten Wachstum der Datenmenge, führt für die meisten Unternehmen zu einer Vielfalt an unterschiedlichen Speichersystemen. Und diese Vielfalt hat einen höheren Verwaltungsaufwand, Schwierigkeiten bei der Datenmigration, erhebliche Ineffizienz und höhere Kosten zur Folge. Darin spiegelt sich eine Hardware-zentrierte Sichtweise auf Speichersysteme wider: Viele denken dabei noch an Begriffe wie „AFA“ oder „JBoD“.
Heutzutage befreit Software-Defined Storage (SDS) die IT von der Hardware-Abhängigkeit. SDS-basierte Lösungen können mehrere Arten von Speichern, Anbietern, Protokollen und Netzwerkschnittstellen abstrahieren. Speichern ist dann einfach Speichern und keine komplexe Kompatibilitätswissenschaft mehr.
Bisher hat man aus geschäftlicher Sicht häufig zwischen Primär- und Sekundärspeicher unterschieden. Dabei meint Primärspeicher Speichersysteme mit den Daten, auf die sehr häufig zugegriffen wird und für die Performance eine elementare Bedeutung hat. Sekundärspeicher dagegen beherbergen Daten, auf die seltener zugegriffen werden muss und bei denen der Kostenfaktor entscheidender ist als die Performance.
Graustufen statt schwarzweiß
Da Daten immer dynamischer werden, ihre Bedeutung sich während ihres Lebenszyklus mehrfach ändert und auch der relative Anteil an heißen, warmen und kalten Daten von Tag zu Tag unterschiedlich ist, werden die klaren Abgrenzungen der Speichersysteme mehr und mehr zu fließenden Übergängen – quasi zu „Grauschattierungen“. Durch den Wegfall der „Schwarzweißunterteilung“ in Primär- und Sekundärspeicher bietet sich die vorgenannte Flexibilität von SDS als nahtloses und dynamisches Binde- und Übergangsglied für die wechselnden Anforderungen an.
Oftmals erfordern Änderungen in der Speicherinfrastruktur auch komplexe und risikoreiche Datenmigrationen, zum Beispiel wenn man von Datei- zu Objektspeicher „wechseln“ möchte. Durch die Abstrahierung mit SDS ist es aber möglich, auch dies im laufenden Betrieb zu tun oder sogar Objektspeicher zur Dateispeicherung zu nutzen oder umgekehrt.
Darüber hinaus erlaubt ein Software-definiertes System, intelligente Entscheidungen für jedes einzelne Datenelement zu treffen. Zum Beispiel kann SDS Daten dynamisch dem Speicher zuordnen, der aufgrund seines Verfügbarkeits-, Leistungs- und Kostenprofils aus geschäftlicher Sicht ideal für genau diese Daten geeignet ist.
Administrative Entlastung ist gefordert
Wo automatisiert werden kann, sollte automatisiert werden. Wiederkehrende Aufgaben manuell durchzuführen, ist nicht mehr akzeptabel. Bereits heute trifft die in SDS integrierte Künstliche Intelligenz (KI) autonom Entscheidungen, wo Daten platziert werden sollen. Sie steuert Speicherdienste wie zum Beispiel automatisiertes Storage-Tiering, optimiert so die Performance und ermöglicht eine bessere Kapazitätsplanung, neben der optimalen Nutzung der verschiedenen Speichersysteme.
Auch der Zustand der Systeme lässt sich effizient und global überwachen. Wo drohen Ausfälle? Welche Speicherkomponente muss ausgetauscht werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Migration? Die Antworten auf solche Fragen liefern die vorausschauenden Analysen von SDS mit konkreten Handlungsempfehlungen binnen Sekunden. Das erleichtert die Administration enorm, beschleunigt die Abläufe in Unternehmen erheblich und spart Zeit und Kosten. Zudem ist SDS in der Lage, schnell mit den neuesten Entwicklungen bezüglich maschinellen Lernens (ML) und KI mitzuwachsen – es bedarf lediglich eines automatisierten Software-Updates.
Vermehrte Nutzung von Daten über Daten
Die Nutzung von Metadaten, der Daten über die Daten, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Neben den Einblicken, wie die Daten genau genutzt werden, kann man damit auch beispielsweise die Entlastung der Administratoren/Nutzer oder die Einhaltung von Compliance-Richtlinien vorantreiben. In Verbindung mit KI- und ML-Technologien, Telemetrie- und Content-Scan-Software können Metadaten mit durchsuchbaren Tags und anderen wertvollen Attributen auf der Grundlage von Ort, Zeit, Nutzung, Datenmerkmalen und anderen Kriterien angereichert werden.
Stand: 08.12.2025
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Auf der Basis der Metadaten kann eine SDS-basierte Lösung außerdem bestimmen, ob Informationen innerhalb eines Landes bleiben oder in ein anderes Land verschoben werden können oder ob bestimmte Daten verschlüsselt werden müssen. Sie vereinfacht sogar das Auffinden von Daten, die zur Einhaltung von Datenschutzgesetzen zu löschen sind. Diese Möglichkeiten erleichtern auch eine schnelle Klassifizierung großer Datenmengen, die für die Einhaltung der Datenschutzverordnungen immer wichtiger wird.
Cloud und Hyper Coverged Infrastructures (HCI) in der Reifeprüfung
Vor zehn Jahren wurde die Cloud als das Nonplusultra angepriesen. Auch wenn die Nutzung von Cloud-Diensten stetig wächst, gilt sie mittlerweile nicht mehr als die einzige Lösung für die Herausforderungen der IT. Viele Unternehmen holen beispielsweise einige ihre Daten aus der Cloud zurück und speichern sie dann bei sich, um selbst die volle Kontrolle darüber zu haben. Der Trend geht klar in Richtung Hybridsysteme, das heißt: ein Mix aus Cloud und Vor-Ort-Speicher.
Mit SDS-Lösungen können sowohl lokale Speicher als auch Daten in der Cloud verwaltet werden. Zudem ermöglicht SDS, diese Daten vollkommen transparent, also ohne Beeinflussung des Tagesgeschäfts, hin und her zu migrieren. Dadurch haben Unternehmen die absolute Wahlfreiheit, wo welche Daten gespeichert werden, und können das entsprechend der jeweiligen Anforderungen dynamisch ändern.
Auch HCI galt einst als Allheilmittel, aber mittlerweile müssen einige Unternehmen zugeben, dass viele HCI-Systeme eher zu einem zusätzlichen Silo geworden sind, als die einzig sinnvolle neue Lösung zu sein. Das widerspricht nicht den weiterhin sinnvollen Einsatzmöglichkeiten von HCI. Sie erweist sich als wertvoll für konkrete Anwendungsfälle: zum Beispiel als Lösung für Zweigstellen, Edge-Computing und VDI sowie für Anwendungen, die aus Performance oder Lizenzkostengründen besser isoliert betrieben werden sollten. Für die richtige Aufgabe eingesetzt, werden HCI-Systeme auch in Zukunft ein leistungsstarkes Werkzeug bleiben.
Gerardo A. Dada, Chief Marketing Officer von DataCore Software.
(Bild: DataCore)
All diese Entwicklungen belegen: Es ist an der Zeit, dass Speicher Software-definiert wird und von einem Hardware-zentrierten zu einem Software-zentrierten Modell übergeht. Die Vorteile von Software-Defined Storage sind überzeugend und zukunftsweisend. Die Technologie ist jetzt ausgereift und leicht verfügbar. Mit SDS wird das Speichermanagement intelligenter, effizienter und leichter. Das bedeutet auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile für dessen Nutzer.
*Der Autor: Gerardo A. Dada, Chief Marketing Officer von DataCore Software