Interview mit Stephane Estevez über Quantums Weg in die Cloud

Disaster Recovery setzt auf Dedup-Appliances mit Replikations-Funktion

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Stephane Estevez, Senior Product Marketing Manager EMEA
Stephane Estevez, Senior Product Marketing Manager EMEA (Quantum)

Am Tape führt kein Weg vorbei, an der Cloud auch nicht, da ist sich Quantum gewiss. Die Wirtschaftlichkeit von Tape hängt allerdings von riesigen Datenmengen ab. In der Zwischenzeit lösen die Anwender lieber das Problem des Disaster Recovery mit der Cloud, mit Disk und mit Deduplizierung.

Ändert sich das Backup, oder bleibt es wie gehabt?

Bereits in den vergangenen Jahren war ein grundlegender Wandel in der Backup-Strategie vieler Unternehmen zu beobachten. Denn sie müssen ein rasantes Datenwachstum bewältigen, wofür ihnen jedoch nur begrenzt IT-Ressourcen, Budgets und Backup-Fenster zur Verfügung stehen. Diese nehmen eben leider nicht automatisch mit dem steigenden Datenvolumen zu.

Angesichts dessen setzen zahlreiche unserer Kunden wieder auf Tape Libraries als wichtigen Teil ihrer Infrastruktur oder führen ein Upgrade bzw. Update durch, um die Kosten für die Langzeitarchivierung ihrer Daten so gering wie möglich zu halten.

Zwar findet Tape heute weniger Gebrauch im Desaster Recovery (DR), dafür setzen IT-Teams für einen optimalen DR-Schutz jedoch vermehrt auf Deduplizierungs-Appliances mit Replikation. Mit diesen können Backups an einen zweiten Standort repliziert werden, etwa in die Cloud oder an einen sicheren DR-Standort.

Andere Backup-Hersteller können inzwischen das Backup virtueller Maschinen ohne Restore-Prozess starten. Wie ist das bei Ihrem Produkt?

Mit Quantum Vmpro für die VM-Datensicherung bieten wir die branchenweit einzige native Backup-Anwendung für virtuelle Umgebungen. Denn im Gegensatz zu traditionellen Backup-Anwendungen und dem Angebot anderer Herstellen für das Backup in virtuellen Umgebungen sichert Quantum Vmpro virtuelle Maschinen (VMs) im nativen VMware-Format.

Das große Pro: Anwender haben so die Möglichkeit, ohne den Umweg über eine Backup-Anwendung ihre VMs innerhalb von Sekunden wiederherzustellen oder zu booten. In der kostenlosen Standard-Edition können bis zu 1 TByte Daten von Vmware-Systemen gesichert werden.

Da die VM-Images vor dem Speichern in ihrer Größe reduziert werden, verringert sich der Bedarf an virtuellen Server- und Netzwerkressourcen. Damit werden zugleich auch die Kosten traditioneller Backup-Anwendungen für die Sicherung virtueller Umgebungen deutlich reduziert. Verglichen mit herkömmlicher Backup-Software können in der Regel Einsparungen von mehr als 50 Prozent erreicht werden.

Nutzen Kunden die zuvor beschriebene Funktion auch zum Restore? Oder ist diese, vor allem wenn sie in der Cloud gestartet wird, zu langsam?

Nutzer von Quantum Vmpro können VMs quasi augenblicklich rebooten, denn wie bei dem Neustart einer echten VM laufen die Systeme mit Vmpro innerhalb von Sekunden wieder.

Ein echter Performance-Vorteil: Beim Recovery von VMs wird nicht mehr der Umweg über die Backup-Software eingeschlagen, die ein proprietäres Format zur Kodierung von Backup-Daten verwendet.

Ein weiteres Pro der Datensicherung im nativen VMware-Format ist das ebenso einfache Recovery einzelner Dateien. Da das Backup in nativer File-System-Ansicht zur Verfügung steht, lassen sich Dateien schnell wiederfinden – auch hier ist kein Backup-Server mehr nötig.

Zwar ist die Geschwindigkeit laufender VMs an einem zweiten Standort oder in der Cloud natürlich abhängig von der Netzwerkbandbreite des Anwenders, doch der Erfolg von Cloud-basierten Lösungen wie Salesforce.com oder Box.com zeigt, dass die Anwender bereit sind, einen Kompromiss bei der Performance einzugehen, wenn sie dafür von anderen Vorteilen profitieren können.

Schließlich ist es bei Desaster Recovery besser, dass kritische Systeme etwa über die Cloud kontinuierlich am Laufen gehalten werden, als dass man gar keinen Zugang zu ihnen hat!

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