Obwohl aktuelle Spiele häufig mehrere Dutzend Gigabyte Speicherplatz verschlingen, ist auch die neueste Konsolengeneration nur spärlich mit Speicher bestückt. Wer liebgewonnene Spiele nicht deinstallieren oder ohne langwierige Downloads auch bei Freunden zocken will, ist mit einer externen Gaming-Festplatte gut beraten.
Nicht nur in Unternehmen steigt der Storage-Bedarf, sondern auch beim Gaming. Als einfach anzuschließende, kostengünstige und kapazitätsstarke Speicherlösungen bieten sich externe Festplatten an.
Bei der Vorstellung ihrer neuen Spielekonsolen konzentrieren sich Microsoft und Sony üblicherweise auf Performance-Verbesserungen, neue Funktionen und exklusive Spieletitel. Der Speicherplatz von Xbox und PlayStation steht nicht so sehr im Vordergrund, sind die Konsolen doch selbst in der neuesten Generation nur mit wenig Speicher bestückt.
Sowohl Xbox Series X als auch PlayStation 5 bieten nicht einmal 1 TB nutzbare Kapazität und zwingen Gamer damit häufig zu schwierigen Entscheidungen, welche Spiele sie überhaupt installieren oder von welchen Spielen sie sich trennen, um Platz für neue Titel zu schaffen. Allein mit den 20 PS4-Spielen der „PlayStation Plus Collection“, die Sony den Abonnenten seines Dienstes „PlayStation Plus“ zur Verfügung stellt, ließe sich der interne Speicher der neuen PlayStation komplett füllen. Für die jeweils zwei Spiele des Monats bliebe da schon kein Platz mehr.
Kapazitätsengpässe
Der Grund dafür: Der Speicherplatzhunger von Spielen ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen, viele beliebte Titel belegen mehrere Gigabyte – einzelne Top-Games sogar 50 und mehr. Bereits das populäre „Red Dead Redemption 2“ brachte es auf der PlayStation 4 auf fast 90 GB. Wer viele Spiele sein Eigen nennt oder gerne neue Games ausprobiert, hat daher schnell mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen. Zumal sich der verfügbare Speicherplatz nicht bis aufs letzte Bit ausreizen lässt, denn Spiele-Updates erfordern für den Download und die Installation freien Speicher. Insbesondere die PlayStation zeigt sich in dieser Hinsicht extrem speicherhungrig – je voluminöser die Spiele, desto größer auch ihr Bedarf an freien Kapazitäten bei der Aktualisierung.
Die einfachste Möglichkeit, den Speicher neuer und alter Konsolen zu erweitern, stellen externe USB-Festplatten dar. Sie bieten mehrere Terabyte zusätzlichen Speicherplatz, ohne dass der Anwender das Gehäuse seiner Konsole öffnen und den Originaldatenträger austauschen muss. Zwar besitzen zumindest Xbox Series X und S auch einen Steckplatz für eine SSD-Erweiterungskarte, doch mit der lässt sich lediglich 1 TB nachrüsten.
Externe Festplatten liefern größere Kapazitäten, und das zu niedrigeren Preisen – auch im Vergleich zu externen SSDs. Während eine externe SSD mit 2 TB aktuell über 200 Euro kostet, gibt es externe USB-Festplatten mit 4 TB für deutlich unter 100 Euro. Überdies sind USB-Festplatten auch für PC-Spieler, die am Notebook zocken, keine freien Laufwerksschächte haben oder sich schlicht nicht mit dem Einbau eines neuen Laufwerks herumschlagen wollen, eine komfortable Lösung.
Prinzipiell kommen die aktuellen Spielekonsolen von Microsoft und Sony mit externen Festplatten zurecht, die mit exFAT formatiert sind und mindestens USB 3.2 Gen 1 (vormals als „USB 3.1 Gen 1“ bezeichnet) unterstützen. Der schnelle USB-Standard stellt sicher, dass es beim Spielstart, dem Aufbau neuer Level und dem Abspielen von Videosequenzen nicht zu langen Ladezeiten kommt. Allerdings bieten Festplattenhersteller auch spezielle Gaming-Versionen ihrer Laufwerke an, die garantiert kompatibel sind und überdies meist auch schickere und robustere Gehäuse besitzen als ganz einfache externe Platten. Dazu verfügen sie teilweise über eine speziell angepasste Firmware, die beispielsweise verhindert, dass die Festplatte in den Ruhemodus schaltet. So lassen sich Gaming-Sessions nach einer Pause nahtlos fortsetzen – ohne Wartezeiten oder Ruckler bei der Wiedergabe.
Gaming-Festplatten wie die Canvio Gaming von Toshiba liefern zusätzlichen Speicherplatz für Xbox, PlayStation und PC, sodass Anwender den internen Speicher der Geräte nicht für neue Games freiräumen müssen und Spiele bequem mit zu Freunden nehmen können.
(Bild: Toshiba Electronics Europe)
Bei einer durchschnittlichen Spielegröße von 36 GB passen auf eine externe Festplatte mit 4 TB rund 100 Games, dazu Spielstände, Avatare und Trophäen. Allerdings lassen sich lediglich die Spiele der alten Konsolengenerationen direkt von der Platte spielen – Besitzer von Xbox Series X und S sowie PlayStation 5 sollten daher vor allem ihre liebgewonnenen Klassiker auslagern und den internen Speicher für neue Titel freihalten. Die vielen PS4-Spiele des „PS Plus“-Abos eignen sich zum Beispiel perfekt für USB-Festplatten.
Auch wenn sich die neuen Titel für Xbox Series X und S sowie PlayStation 5 nicht von externen Platten spielen lassen, so können Anwender sie doch dort zwischenlagern. Microsoft und Sony unterstützen ein Verschieben der Spiele vom internen auf den externen Speicher: Wird der interne Speicherplatz knapp, schafft man so schnell Platz – das Zurückverschieben geht später deutlich schneller als der reguläre Download und die Neuinstallation des Spiels und verbraucht auch kein Internet-Datenvolumen.
Stand: 08.12.2025
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Gaming to go
Spezielle Gaming-Festplatten und andere externe USB-Platten im 2,5-Zoll-Format benötigen keine zusätzliche Stromversorgung. Zudem sind sie leicht und kompakt und damit gut transportabel. So können Anwender ihre Spielebibliothek unkompliziert mit zu Freunden nehmen oder gemeinsame Gaming-Sessions an unterschiedlichen Orten fortsetzen. Sie sparen sich jeweils das langwierige Herunterladen mehrerer Dutzend Gigabyte großer Spielepakete und können nach dem Anstöpseln der Platte an den USB-Port der Konsole direkt loslegen. Einfach mit dem Xbox-Live- beziehungsweise PlayStation-Network-Konto anmelden, und die Spiele auf der Platte stehen auch auf der neuen Konsole bereit.
Eun-Kyung Hong, Product Manager, Personal Storage Division bei Toshiba Electronics Europe.
(Bild: Toshiba Electronics Europe)
*Die Autorin: Eun-Kyung Hong ist Product Manager in der Personal Storage Division von Toshiba Electronics Europe
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