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Dr. Walter Dey, Cisco, zu I/O-Konsolidierung im Rack mit FCoE

„Fibre Channel over Ethernet senkt die Kosten bei der Verkabelung“

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Einige Experten gehen ja davon aus, dass FCoE erst 2010 oder gar 2012 zur Verfügung stehen wird. Teilen Sie diese Einschätzung?

Dey: Wenn gelegentlich zu hören ist, dass man erst 2010 oder 2012 mit einem Proof of Concept rechnen kann, so ist anzunehmen, dass damit eine vollständige FCoE-End-to-End-Lösung gemeint ist. Man versteht darunter einen Server, der FCoE spricht, also über einen sogenannten FCoE-Initiator verfügt, und andererseits ein Disk Array mit FCoE-Target, beide angeschlossen an eine verlustfreie Ethernet-Wolke. Das ist in diesem Sinne richtig. Wir sprechen hier von der Unified Fabric, also dass man nicht mehr spezielle Ethernet Switches und separate FC-Switches braucht, sondern nur noch einen Typus, der beides durchleiten kann. Das wird sicher nicht vor 2010 möglich sein. Andererseits kann heute schon FCoE im Rack zwischen Server und Top of Rack FCoE Switch eingesetzt werden. Die FCoE-Implementation beginnt also beim Server und im Access-Netzwerk; die Disk Arrays sind noch immer mittels Standard-FC angeschlossen. Das zeigt, dass die Investionen in FC gesichert sind, FCoE ist FC.

2010? Ich bin, das lehrt die Vergangenheit, da sehr skeptisch!

Dey: Skeptisch, ja gut. Ich kann es auch rumdrehen und so ausdrücken: Das, was wir bereits machen, also Fibre Channel über Ethernet im Rack, praktisch als Teiletappe, lässt schon heute einen deutlichen Kundennutzen erkennen.

Welchen Nutzen hat denn der Kunde?

Dey: Wenn ein Anwender beispielsweise heute zwei Host Bus Adapter und sechs Gigabit-Ethernet-Karten einsetzt, so müssen diese Komponenten mit Kupfer und Glasfaser mit den entsprechenden Switches angeschlossen werden. Er braucht also FC-Switches und Gigabit-Ethernet-Switches, er muss alles verkabeln und er benötigt genügend freie Steckplätze im Server. Wenn er nun im Rack seine Server mit einem Dual Port Converged Network Adapter bestückt, und zwei Verbindungen zu einem Top-of-Rack-Switch schaltet, dann fahren wir über diese zwei Verbindungen Data Center Ethernet und folglich FCoE und Standard-Ethernet. Dies nennen wir I/O Konsolidierung. Also braucht der Anwender weniger Steckplätze im Server, 50 Prozent weniger Kabel, weniger Strom und Kühlung und weniger Switchports.

Weiter mit: Kosten für die Verkabelung werden unterschätzt

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