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Dr. Walter Dey, Cisco, zu I/O-Konsolidierung im Rack mit FCoE „Fibre Channel over Ethernet senkt die Kosten bei der Verkabelung“

Redakteur: Rainer Graefen

Storage-Insider.de sprach mit dem Schweizer Physiker Dr. Walter Dey, Distinguished Systems Engineer bei Cisco und Mitglied des Aufsichtsrates der SNIA Europe, über die Funktionsweise des Fibre-Channel-over-Ethernet-Protokolls, den Stand der Dinge bei der Standardisierung und über Ciscos FCoE-Switch Nexus 5000.

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Dr. Walter Dey, Distinguished Systems Engineer bei Cisco und Mitglied des Aufsichtsrates der SNIA Europe
Dr. Walter Dey, Distinguished Systems Engineer bei Cisco und Mitglied des Aufsichtsrates der SNIA Europe
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie weit ist die Standardisierung des Fibre-Channel-over-Ethernet-Protokolls mittlerweile fortgeschritten?

Dey: Die Entwicklung des FCoE-Standards ist abgeschlossen. Der erste Draft steht seit Anfang Oktober vollständig zur Verfügung. Die einen Monat dauernde Feedbackphase, der T11 Letter Ballot, ist abgeschlossen. Die 30 partizipierenden Firmen konnten ihre Kommentare einsenden. Jetzt werden diese bearbeitet, eventuell auftretende Probleme gelöst und im endgültigen Standard mitberücksichtigt. Wir erwarten in dieser Phase nur noch marginale Änderungen. Man kann davon ausgehen, dass der Standard Mitte 2009 endgültig vom ANSI-T11-Komitee verabschiedet werden wird.

Und wie sieht es bei der Implementierung aus? Ich denke da an den kürzlich vorgestellten Nexus-5000-Switch, der ja bereits FCoE beherrscht.

Dey: Der Standard ist eine Sache, die Implementierung eine andere. Stand heute ist, dass der Cisco Nexus 5000 der erste FCoE Switch auf dem Markt ist, und daher einen Pre-Standard des FCoE-Standards implementiert hat. Die Teile des FCoE-Standards, die in Hardware, also ASICs, implementiert werden, sind schon im August 2007 endgültig festgelegt worden. Die letzten Protokollentwicklungen betrafen das Management und die Initialisierung. Diese werden in Software sowohl auf dem Switch als auch auf den Netzwerkkarten der Server implementiert und können daher bei Änderungen sehr leicht angepasst werden. Es wird also kein Hardware Forklift Upgrade geben.

Bei der Hardware waren sich einige Hersteller wie Qlogic und Emulex bezüglich diverser Details nicht ganz einig. Welche Punkte waren – oder sind – strittig?

Dey: Bei der Definition des MAC-Frame-Formats, wie auch der Struktur der MAC-Adressen, kam es im vergangenen Jahr zu einer Kontroverse zwischen verschiedenen Herstellern. Schließlich fand man im August 2007 einen Konsens bezüglich des Frame-Formats und im Februar 2008 einen für die MAC-Adressen. Das sind auch die Teile, die wir in Hardware gegossen haben und jetzt im Nexus 5000 einsetzen. Was im Standard definiert, aber noch nicht implementiert ist, sind beispielsweise die Management-Teile des FCoE-Protokolls.

Weiter mit: FIP, das FCoE Initialization Protocol

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