Moderne Dateisysteme für zukünftige Speicheranforderungen Teil 1

Filesysteme brauchen mehr Funktionen

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Das ist doppelt dumm für Microsoft, denn ZFS hat das Zeug, zum Standard in der UNIX- beziehungsweise Linux-Welt zu werden. Zudem hat Apple Interesse bekundet, ZFS in die neuen Mac-OS-X-Versionen einzubauen. 10.5 Leopard kann ZFS immerhin schon lesen. Noch gibt es ZFS allerdings nur für Open-Solaris und es ist nicht einmal bootfähig. Diese Features sollen aber gegen Mitte des Jahres zur Verfügung stehen. Aktuell wird es auf FreeBSD portiert, und in weiterer Zukunft folgt eine FUSE-Umsetzung (Filesystem in Userspace) für die UNIX-/Linux-Welt.

ZFS ist also ein Schatz, der sich noch im Werden befindet. „Wir haben alles neu überdacht und anschließend redesigned“, sagt Jeff Bonwick, Chefentwickler ZFS. Ganz anders als SAM-FS, das noch stärker aus alten Quellen schöpft, sich in bestimmten Nischen dafür schon längst etabliert hat, sie dafür aber wohl kaum verlassen kann. Denn SAM-FS spielt seine Stärken vor allem bei großen Archiven aus und ist zudem auch nur für Solaris erhältlich, was sich auch nicht ändern dürfte. Wenn es um Langzeitarchivierung geht, hat sich SAM-FS allerdings etabliert.

SAM-FS bietet aus dem Filesystem heraus Datenklassifizierung, Richtlinien konforme Datenspeicherung, Datenschutz, Datenmigration und unmittelbare Wiederherstellung von Backups. Der Administrator hat somit die Möglichkeit, verschiedene Dateitypen nach vorher festgelegten Regeln analog zu den Bedarfszyklen des Betriebes auf die verschiedenen Speichermedien, also Festplatten, Bänder, optische Disks oder andere Server, zu verteilen. Gesichert werden die Daten aus Datenbanken, Fileservern und Mailsystemen. SAM-FS verfügt über einen Data-Manager für alle Applikationen.

2005 griff einer der größten Deutschen Rentenversicherer, die Düsseldorfer LVA Rheinprovinz, beim Aufbau eines neuen Archivsystems und der Digitalisierung von über 1,3 Millionen Altakten auf Solaris mit SAM-FS zurück.

Die Features von SAM-FS im Überblick

  • Transparenter Zugriff für die Benutzer und die meisten Anwendungen,
  • kein Backup mehr nötig,
  • drastische Senkung der Recovery-Zeiten,
  • sofortiger und automatischer Daten-Schutz innerhalb von Minuten,
  • automatische und flexible Migrations- und Speicherungskriterien,
  • skalierbare Implementation mit größtmöglichen Kapazitäten,
  • maximale Nutzung der Transferraten bei jedem Medium,
  • einfache und schnelle Datenrückgewinnung sowie
  • Revisionssicherheit.

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