Moderne Dateisysteme für zukünftige Speicheranforderungen Teil 1

Filesysteme brauchen mehr Funktionen

07.01.2009 | Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Nico Litzel

Sun hat das Dateisystem ZFS mit einem umfassenden Schutz vor Datenkorruption ausgestattet.
Sun hat das Dateisystem ZFS mit einem umfassenden Schutz vor Datenkorruption ausgestattet.

Noch ärgern sich Millionen IT-Nutzer über die Schwächen der Dateisysteme UFS (Unix File System) und NTFS (New Technology File System). Das könnte sich schon bald ändern: Mit dem „Zettabyte File System“ (ZFS) und dem „Storage and Archive Manager File System“ (SAM/FS) hat Sun gleich zwei innovative File-Systeme im Programm. Eines davon hat das Potenzial, Standard auf Millionen PCs zu werden.

Niemand würde heute freiwillig auf einem Rechner mit einer 20 Jahre alten CPU arbeiten. Bei File-Systemen sieht das ganz anders aus. Praktisch alle im großen Umfang installierten Dateisysteme sind in den 70er- und 80er-Jahren programmiert worden. Damals war Rechnerkapazität extrem knapp, und die Welt der Festplatten endete bei ein paar Megabytes.

Mit vielen Tricks und dem Zukauf externer Lösungen lässt es sich mit den antiquierten File-Systemen leben – es ginge aber auch ganz anders. Das zeigt Sun, das mit SAM/FS und ZFS gleich zwei moderne Dateisysteme im Programm hat.

Die Funktionen von ZFS können sich sehen lassen: Gepoolter Storage ersetzt Partitionen und Laufwerke, Inhalte bleiben stets konsistent, und es entsteht keine Schreiblücke zwischen dem Schreiben von Daten und dem Parity-Schreiben. Darüber hinaus hat Sun das Dateisystem mit permanentem Data Scrubbing und einem Schutz vor Datenkorruption ausgestattet. Sofortige Snapshots und Clones, schnelle native Backups und Restores, eine eingebaute Kompression sowie eine vereinfachte Administration runden das hoch skalierbare Dateisystem ab.

Um diesen erweiterten Funktionsumfang zu erzielen, war nicht unbedingt viel nötig. Sun hat den Pointerraum deutlich vergrößert und eine blockbasierende Datenüberprüfung integriert. Umsetzen muss man es eben und dann unter die Leute bringen. Genau das tut Sun, indem es ZFS als Open Source Software unter CDDL (Common Development and Distribution License) für den Mitbewerb öffnet. Dadurch steht der Source Code auch Entwicklern anderer Firmen zur Verfügung.

Das Sun Microsystems Solaris ZFS sollte übrigens nicht mit dem fast gleichlautenden Mainframe-Produkt von IBM, dem zFS (zSeries File System) für z/OS UNIX verwechselt werden, einer Erweiterung des HFS (Hierarchical File System).

WinFS lässt auf sich warten

Die seit Langem angekündigte Alternative von Microsoft, WinFS, die ursprünglich sogar mit Vista ausgeliefert werden sollte, kommt auf absehbare Zeit nicht. Das gab die Firma im Februar auf der Sharepoint-Konferenz offiziell bekannt.

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