Kommentar von Reinhard Frumm zu Storage on Demand 2.0

Flexible Finanzierungsmodelle für Unternehmen

| Autor / Redakteur: Reinhard Frumm / Rainer Graefen

Reinhard Frumm, Senior Systems Engineer bei Nimble Storage
Reinhard Frumm, Senior Systems Engineer bei Nimble Storage (Nimble Storage)

Investition oder Pay-per-Use? Viele Anwender entscheiden sich inzwischen für das scheinbar preiswertere Benutzungsmodell. Doch auch bei Storage-on-Demand gibt es Fallstricke, die die Verbrauchsabrechnung verteuern können.

Der Bedarf an Speicherplatz in Unternehmen ist nach wie vor ungebrochen und es werden die verschiedensten technologischen Ansätze verfolgt um die Anforderungen zu erfüllen oder zu optimieren.

Die derzeitigen Speichertechnologien ermöglichen es den Unternehmen, entsprechend der Anforderungen, zu wachsen.

Historie und Finanzierung

Basierend auf den aktuellen Anforderungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit hinsichtlich des Wachstums, lassen sich recht genaue Prognosen hinsichtlich künftiger Storage-Bedürfnisse treffen. Bei der Beschaffung der benötigten Speicher-Infrastruktur sollte man die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle durchkalkulieren:

  • Bei dem klassischen Kauf oder Finanzierung z.B. über Leasing gehen die Unternehmen immer in Vorleistung, da zum Zeitpunkt der Anschaffung die gesamte Speicherkapazität, inklusive des prognostizierten Wachstums, beschafft und finanziert wird.
  • Weitaus flexiblere Modelle sind Storage-on-Demand-Modelle, die sich an die Gegebenheiten anpassen. Hierbei wird die Lösung angeboten, welche die aktuellen Anforderungen abbildet. Zusätzlich wird ein Puffer vereinbart, der zukünftigen Mehrbedarf abfängt und variabel genutzt werden kann.

Wachstum, Laufzeit und Kosten

Sollte die Pufferkapazität sich als nicht ausreichend erweisen, werden die Systeme auf eine neue Mindestkapazität erweitert. Bei diesem Konzept ist allerdings zu beachten, das sich jetzt der Puffer auf die neue Mindestkapazität bezieht und die Berechnungsgrundlage erhöht. Bei diesem Storage-on-Demand-Modell beschränkt sich die Flexibilität alleine auf das Wachstum.

Eine Weitere nicht vernachlässigbare Größe sind die vertraglich definierten Laufzeiten, die sich je nach Modell mit der Erweiterung der Kapazität auch verlängern können. Unternehmen, die sich bei der Bilanzierung für ein Capex- oder Opex-Modell entscheiden, könnten die damit verbundenen Laufzeiten einen Strich durch die Rechnung machen.

Unternehmen verlangen heute Kalkulationsmodelle, die sich entsprechend den Gegebenheiten und Entwicklungen anpassen und so dem Unternehmen eine höhere Investitionssicherheit geben. Ein solches Modell kann jedoch nur funktionieren, wenn das unternehmerische Risiko auf den Anbieter verlagert wird. Im Moment gibt es nur einzelne Hersteller, die dazu bereit sind.

Netto- oder Bruttodaten

Die angebotenen Lösungen unterscheiden sich von den traditionellen Ansätzen in zwei wesentlichen Merkmalen. Der durch Wachstum zusätzlich benötigte Speicherplatz wird nur bei tatsächlicher Nutzung berechnet, d. h. es gibt keine Verschiebung der Mindestkapazität und durch flexible, kurze Laufzeiten. Diese Art des Storage-on-Demand-Modells liefert dem Unternehmen die geforderte Flexibilität und Möglichkeit entsprechend auf Veränderungen zu reagieren.

Bei der Berechnung der tatsächlich genutzten Kapazität ist zu beachten, dass eventuell eingesetzte Optimierungsverfahren wie z. B. Kompression oder Deduplizierung berücksichtigt werden und nur die tatsächlich belegte Kapazität berechnet wird. Hierzu ist es erforderlich, dass der Kunde wie auch der Anbieter die gleichen Monitoring-/Analyse-Werkzeuge benutzen, damit es hier nicht zu Missverständnissen bei der Abrechnung kommt.

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