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Exagrid
Exagrid
(Vertrieb wechselte in Deutschland von SNE Storage auf ELD und Zycko)
Die Systeme von ExaGrid fallen insofern aus dem Rahmen, als der Hersteller selbst nicht zwischen Midrange- und Enterprise-Lösungen unterscheidet. Stattdessen bietet er sechs sogenannte Core Server (Modelle EX1000 bis EX5000 sowie EX10000E) an, die per CIFS oder NFS eingebunden werden und alle Backup-Jobs übernehmen.
Verbindet man diese über einen Switch, so schalten sie sich zu einem Speicherpool, der Virtualized Grid Architecture, zusammen. Wird mehr Speicher oder ein höherer Durchsatz benötigt, fügt man einfach eine weitere Maschine hinzu, wobei sich auch unterschiedliche Größen kombinieren lassen.
Die Anwenderfreundlichkeit dieses Ansatzes leidet indes unter etwas verwirrenden Angaben zur Speicherkapazität: ExaGrid unterscheidet zwischen einer Primary Data Capacity und einer Capacity for Daily (Weekly) Fulls, also einem für das jeweils letzte Komplett-Backup reservierten Speicherbereich sowie einer Art Rückhaltebecken, in dem die deduplizierten Daten der letzten 16 Wochen bzw. 75 Tage lagern.
Benannt sind die Core Server jedoch ausschließlich nach der Primary Capacity – bei der EX1000 beträgt diese ein, bei der EX10000E zehn TByte. Der so entstehende Eindruck, die Kapazität je Server liege bei ein (zwei, drei …) TByte „plus x“, weckt beim Kunden die Befürchtung, es handle sich um ein überdimensioniertes Modell – erst recht, da der Hersteller bei der Deduplikation auf Post-Processing setzt.
Klarheit schafft erst der Blick in die Datenblätter; dort heißt es, dass die kleineren Modelle über 250 GByte bis fünf TByte Plattenplatz verfügen, während das Flaggschiff mindestens 10 TByte mitbringt.
Theoretisch lässt sich die Kapazität so ungebremst maximieren, praktisch jedoch zieht ExaGrid ein Limit von 100 TByte „per site“, also je Standort, ein. Als Ausgangsrate für die Deduplikation nennt das Unternehmen einen konservativen Wert von 10:1.
Üblich seien Installationen mit Primärkapazitäten ab 7 TByte; in der maximalen Ausbaustufe ließen sich 7,5 PByte Daten verwalten und Backup-Durchsätze von 18 TByte pro Stunde erzielen.
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