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World Backup Day 2026 Geopolitische Risiken und der Druck auf Backup-Strategien

Ein Gastbeitrag von Greg Hansbuer, Manager DACH bei der Pink Elephant GmbH 2 min Lesedauer

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Die jüngsten Eskalationen im Nahen Osten und der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben eines deutlich gemacht: Globale digitale Infrastrukturen sind verwundbar. Rechenzentren stehen heute vor einer breiteren Risikolage als noch vor wenigen Jahren.

Backup- und Recovery-Strategien müssen heute auch geopolitische Risiken, rechtliche Stabilität und die Ausfallsicherheit von Infrastrukturen berücksichtigen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Backup- und Recovery-Strategien müssen heute auch geopolitische Risiken, rechtliche Stabilität und die Ausfallsicherheit von Infrastrukturen berücksichtigen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Für Cloud-Anbieter geht es längst nicht mehr nur um Cyberbedrohungen, sondern auch um digitale und physische Störungen. Kritische Infrastrukturen können so beeinträchtigt werden, dass strukturelle Schäden, Serviceunterbrechungen und eine eingeschränkte Verfügbarkeit zentraler Cloud-Dienste entstehen. Hyperscale-Rechenzentren gelten vor diesem Hintergrund zunehmend als strategische Assets. Sie sind Teil umfassender digitaler Infrastrukturen. Ausfälle können dort eine ähnliche Wirkung entfalten wie groß angelegte Cyberangriffe.

Verschärft wird diese Lage durch hybride Bedrohungen. Sie verdeutlichen, wie sich physische Eingriffe und fortgeschrittene Cyberoperationen gegenseitig verstärken können. Großflächige Unterbrechungen haben vor Augen geführt, wie schnell digitale Volkswirtschaften unter Druck geraten, wenn kritische Infrastrukturen betroffen sind. Dabei tritt auch die Fragilität vollständig digitaler Wertschöpfungsketten unter externem Druck zutage. Der geopolitische „Blast-Radius“ solcher Abhängigkeiten wird damit größer.

Was das für Organisationen in Westeuropa bedeutet

Diese Situation hat Datensouveränität und regional kontrollierte Cloud-Architekturen stärker in den Vordergrund gerückt. Organisationen erkennen, dass traditionelle IT-Risikomodelle keinen ausreichenden Schutz vor extern getriebenen und systemischen Störungsrisiken innerhalb der digitalen Wertschöpfungskette bieten. Die Schlussfolgerung ist klar: Unternehmen in Westeuropa müssen nicht nur Redundanzen schaffen. Ebenso wichtig ist, dass sich Daten nicht in Regionen befinden, in denen das Risiko physischer oder digitaler Störungen zunimmt.

Daraus ergibt sich eine Neubewertung von Backup-Strategien. Die geografische Verteilung darf nicht nur technologisch bestimmt werden. Sie muss auch Risikoprofil und juristische Stabilität berücksichtigen. Es reicht nicht mehr aus, sich auf Multi-Region-Cloud innerhalb eines einzelnen globalen Anbieters zu verlassen. Unternehmen müssen ihre Daten in vertrauenswürdigen Jurisdiktionen wie der EU und vergleichbaren stabilen Regionen speichern. Sie brauchen Strategien, die den potenziellen Ausfall ganzer Cloud-Regionen berücksichtigen. Die Kombination aus physischen und Cyberrisiken verlangt außerdem Lösungen, die Unveränderbarkeit, Offline-Wiederherstellung und schnelle forensische Validierung unterstützen.

Ein möglicher Umsetzungsansatz aus Europa

Pink Elephant verweist in diesem Zusammenhang auf Data-Management-as-a-Service aus europäischen, souveränen Rechenzentren. Dabei werden Unternehmensdaten nicht nur technisch redundant abgesichert, sondern auch in vertrauenswürdigen und kontrollierten Umgebungen gespeichert.

Greg Hansbuer, Manager DACH bei der Pink Elephant GmbH aus Frankfurt.(Bild:  Pink Elephant)
Greg Hansbuer, Manager DACH bei der Pink Elephant GmbH aus Frankfurt.
(Bild: Pink Elephant)

Dafür stehen Infrastrukturen in der EU zur Verfügung. Die Daten verbleiben damit unter EU-Recht und außerhalb von Regionen mit erhöhtem Risiko. Das reduziert die Abhängigkeit von Cloud-Regionen in weniger stabilen Umgebungen. Zudem sollen CloudDrive, Cyber-Recovery-Services und eine unveränderliche Backup-Technologie vor komplexen Ransomware-Angriffen und großflächigen Störungen digitaler Infrastrukturen schützen.

Forensisch saubere Wiederherstellungsumgebungen wie Cleanroom, strikt getrennte Backup-Segmente und Integrationen mit führenden Recovery-Plattformen ergänzen diesen Ansatz. So lassen sich auch Szenarien absichern, in denen Cloud-Dienste vollständig ausfallen.

Neue Anforderungen an digitale Resilienz

Unternehmen sollten Backup- und Recovery-Strategien nicht mehr nur technisch planen. Sie müssen auch geopolitische Risiken, rechtliche Stabilität und die Ausfallsicherheit ganzer Infrastrukturen berücksichtigen. Je stärker Geschäftsmodelle von digitalen Plattformen abhängen, desto wichtiger wird eine Resilienz-Strategie, die technische, geografische und regulatorische Faktoren zusammenführt.

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