Multi-Cloud Lösungen – eine Antwort auf moderne Anforderungen
Mittlerweile benötigen Unternehmen auch Datenmanagement-Software, die sowohl hybride als auch Multi-Cloud-Infrastrukturen unterstützt. „Anbieter, die dies erkannt haben, entwickeln Lösungen, die eine einfache Integration mit verschiedenen Cloud-Anbietern, On-Prem-Infrastrukturen und gemischten Konfigurationen unterstützen. Sie bieten ferner Tools für die nahtlose Datenmigration und -synchronisation über verschiedene Umgebungen hinweg“, so Serdyuk.
„Wir beobachten einen Druck zur Konsistenz der Technologie in verschiedenen Umgebungen. Einige Anbieter integrieren ihre Technologie in die Cloud“, so Sinclair. Ein Beispiel für einen solchen Anbieter ist NetApp, dessen On-Prem-Storage- und Datenmanagement-Software jetzt auch in die öffentlichen Clouds AWS, Microsoft Azure und Google Cloud integriert ist. „Andere integrieren Technologien von Drittanbietern wie VMware oder Red Hat OpenShift, die an mehreren Standorten eingesetzt werden können“, so Sinclair weiter.
Im Hinblick auf die Komplikationen, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, die Datenhoheit aufrechtzuerhalten und unterschiedliche Datenvorschriften einzuhalten, die für die Datenspeicherung in mehreren öffentlichen Clouds über Landesgrenzen hinweg gelten können, sagt Signoretti: „Anbieter priorisieren souveräne Lösungen für regulierte Branchen wie etwa das Gesundheitswesen sowie den öffentlichen Sektor und betonen die Compliance in Regionen wie EMEA und APAC. Obwohl sie noch dem CLOUD-Gesetz unterliegen, haben Microsoft und AWS kürzlich souveräne Cloud-Speicherangebote eingeführt.“ Das CLOUD-Gesetz (Clarifying Lawful Overseas Use of Data) ist ein 2018 in Kraft getretenes US-Gesetz, das US- und Nicht-US-Behörden, die Straftaten untersuchen, das Recht gibt, auf Unternehmensdaten zuzugreifen, die von Dienstanbietern gespeichert werden.
In technischer Hinsicht verweist Craig Carlson, Berater des technischen Rats der Storage Networking Industry Association (SNIA), auf die Notwendigkeit, KI-Systemen einen schnellen Zugriff auf Daten zu ermöglichen. „KI wird derzeit durch die Untersuchung der Frage angegangen, was getan werden kann, um Netzwerke auf ihre höchste Leistung zu bringen und gleichzeitig hoch skalierbar zu sein. Diese Arbeit wird in Gruppen wie Ultra Ethernet fortgesetzt.“ Ein Gremium namens Ultra Ethernet Consortium entwickelt eine Architektur, die Ethernet so schnell wie aktuelle Supercomputer-Verbindungen machen soll, während es gleichzeitig hoch skalierbar und kosteneffektiv wie das aktuelle Ethernet (und dabei abwärtskompatibel) sein soll. Zu den Mitgliedern des stark geförderten Konsortiums gehören AMD, Arista, Broadcom, Cisco Systems, Huawei, HPE sowie Intel.
Unsere abschließenden Fragen an unsere Experten bezogen sich auf die zukünftigen Herausforderungen, die sie für Unternehmen erwarten, wenn die Datenmengen weiter wachsen, insbesondere im Zusammenhang mit KI und Maschinellem Lernen. „Mehr Daten führen absolut zu immer komplexeren Herausforderungen im Zusammenhang mit der Speicherung. Das Datenwachstum erhöht die Anforderungen in allen Dimensionen“, so Tintris Mowry.
Dringend benötigte Anpassungen werden wahrscheinlich durch Fortschritte bei den Datenverwaltungssystemen zur Verfügung stehen – die von Guilleaume erwähnte Metadatenkennzeichnung, Versionskontrolle und Analysefunktionen. Norfolk vermutet, dass KI diese und andere Fortschritte vorantreiben wird. „Die größten Herausforderungen heute bestehen im Kontext von KI und ihrem Appetit auf Daten – sowie in Fragen der Nachhaltigkeit und der Ressourcenkosten für riesige Datenmengen. […] Die Datenqualität stellt ebenfalls eine große Schwierigkeit dar. Entscheidungen sollten nicht auf veralteten, falschen oder verzerrten Daten beruhen. Insbesondere die KI kommt nicht gut damit zurecht, auf der Grundlage verzerrter Daten zu trainieren.“
Datenspeicherung und Nachhaltigkeit – wohin geht die Reise?
Laut Guilleaume wird KI Fortschritte bei der Datenmobilität vorantreiben: „KI/ML wird den Bedarf an Datenmobilität zwischen den Ebenen, auf denen die Daten gespeichert werden, und denen, auf denen sie analysiert werden, weiter beschleunigen.“ Diese Fortschritte im Speichermanagement und in der Mobilität sind möglicherweise nicht nur auf die KI-Nutzung beschränkt. Carlson von SNIA sagt: „Es gibt immer ein Durchsickern von Technologie. So werden sich Technologien, die im Moment für die hochwertigsten KI-Rechenzentren entwickelt werden, in ein paar Jahren zum Mainstream mausern.“
Stand: 08.12.2025
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Norfolk war nicht der einzige Experte, der sich auf das Thema Nachhaltigkeit bezog. Roy Illsley, Chefanalyst des Forschungsunternehmens Omdia, sagt: „Wie können wir Datenspeicherung so ,grün‘ wie möglich gestalten? Irgendwann müssen wir entweder unser Leben und die Art und Weise, wie wir Dinge tun, ändern, oder die Technologie wird uns helfen. Ich denke, es wird eine Kombination aus beidem sein, was bedeutet, dass wir herausfinden müssen, wie wir weniger Daten erzeugen können oder aber genauer darüber Bescheid wissen, welche Daten wir haben.“
Arwani nennt die Auswirkungen der Datenspeicherung auf die Umwelt, insbesondere in Bezug auf CO2-Emissionen sowie den Energieverbrauch, als eine der aktuellen Herausforderungen, neben der Interoperabilität der Plattformen sowie der Sicherheit. Er zitiert eine Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA), wonach der Stromverbrauch von Rechenzentren im Jahr 2022 etwa 1 Prozent bis 1,3 Prozent der weltweiten Nachfrage betrug. Die IEA prognostiziert, dass der Energieverbrauch von Rechenzentren bis 2026 um das Drei- bis Vierfache steigen könnte. „Diese Probleme sind kostspieliger und komplexer zu lösen, da sie nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch ein Bewusstsein und Änderungen in der Datenverwaltung an sich erfordern“, so Arwani.
Ausblick – welche Technologie hat Problemlöser-Potenzial?
Auf der Hardware-Seite kommentiert Carlson die Tatsache, dass der Flash-Technologiekurve die Luft auszugehen scheine, da es für die Hersteller von Flash-Chips sehr viel schwieriger geworden sei, die Kosten zu senken, indem sie noch mehr Datenbits in jede Flash-Speicherzelle packten. „Wir dürfen gespannt sein, welche Technologie in den nächsten zehn bis 20 Jahren verlässliche Hochleistung in den Speicher bringen wird“, sagt er. „Die langfristige Nutzung des derzeitigen Tape-Platten-Flash-Modells ist möglicherweise nicht machbar. Daher sehen wir die Entwicklung neuer (noch sehr experimenteller) Technologien, etwa die DNA-Speicherung.“
Es überrascht nicht, dass Arwani von Biomemory die Ansicht vertritt, dass die DNA-Speicherung tatsächlich die Lösung darstellen wird. „Die Anbieter entwickeln umweltfreundlichere Lösungen, wie etwa Helium-Festplatten, die den Energieverbrauch senken, oder DNA-Speichertechnologien, wie sie von Biomemory und Catalog DNA entwickelt werden. Diese Technologien versprechen eine Speicherdichte von einem Exabyte pro Gramm und eine Haltbarkeit von mehreren Jahrtausenden. Darüber hinaus eröffnen sie die Möglichkeit neuer Anwendungsfälle, wie etwa die ersten Weltraum-Datenzentren.“
* Die Autorin: Federica Monsone, Gründerin und CEO, A3 Communications
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