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Nachfolgend werden die zusätzlichen Möglichkeiten von moderner Cluster-Software in virtualisierten Serverumgebungen detailliert beschrieben. Neben den oben erwähnten Formen redundanter Serverkonfigurationen (Hot-Standby, Aktiv/Aktiv- und n:m-Cluster) verfügt ein IT-Administrator jetzt noch über folgende Ein- und Mehr-Serversystemoptionen, wenn er beispielsweise die Lifekeeper-Software von Steeleye benutzt:
1. Konfigurationen mit mehreren physischen und virtualisierten Systemen
- Physisch-zu-Virtualisiert
- Virtualisiert-zu-Physisch
- 1:N-Konfiguration
- Virtuell-zu-Virtuell
- Aktiv/Aktiv mit mehreren Instanzen
2. Konfigurationen mit einem virtualisierten Serversystem und
3. Konfigurationen mit mehreren Betriebssystemen.
Konfigurationstypen mit mehreren physischen und virtuellen Systemen
Die Failover-Konfiguration physisch-zu-virtualisiert besteht aus einem physischen primären Server für die zu schützende Anwendung und, für den Fehlerfall, aus einem virtualisierten Backup-Server auf einem anderen physischen Hostsystem, auf den umgeschaltet wird. Diese Konfiguration wird in Abbildung 1 dargestellt.
Dieser Konfigurationstyp ist nützlich, wenn ein physisches System, auf dem mehrere virtualisierte Server ausgeführt werden, als Backup für mehrere physische, nicht virtualisierte Systeme dienen soll. Es handelt sich um eine Adaption einer n:1-Cluster-Konfiguration, bei der n die Anzahl der aktiven physischen Systeme sind, die als Failover-Ziel ein einzelnes Backup-System haben, das „n“ virtualisierte Server ausführt. Abbildung 2 zeigt die schematische Umsetzung einer Clusterkonfiguration mit zwei (N=2) physischen und einem virtualisierten Serverknoten.
Ein Beispiel für eine derartige Anwendung wäre Microsoft Exchange. Da auf einem physischen Server nur eine einzige Instanz von Exchange ausgeführt werden kann, wäre ohne Virtualisierung für jeden primären Exchange-Server ein dedizierter Backup-Server in einer Clusterkonfiguration erforderlich. Indem man als Failover-Ziel einen virtualisierten Serverknoten verwendet, können nun auch, je nach Leistungsfähigkeit des Backup-Servers, bei beispielsweise Stromausfällen zwei und mehr Exchange-Server auf den redundanten Serverknoten übergeben werden. Der Einsatz der Virtualisierungstechnologie in Verbindung mit Cluster-Software ermöglicht den Aufbau von HA-Clustern mit einer geringeren Zahl an realen Systemen.
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