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Steeleye sorgt mit Cluster-Software für Failover-Lösungen Teil 3 Hochverfügbarkeitskonfigurationen für virtualisierte Server

| Autor / Redakteur: Gerd Jelinek / Nico Litzel

Im Gegensatz zur klassischen Clusterlösung, in der ein passiver Server (Hot-Standby) alle Aktionen des aktiven Servers synchron abarbeitet und im Fehlerfalle dessen Aufgaben übernimmt (Failover), können moderne Clusterlösungen, die Servervirtualisierung beherrschen, vorhandene Ressourcen besser nutzen. Im Laufe der Jahre sind immer weitere Konfigurationsmöglichkeiten entstanden über Aktiv/Aktiv-Cluster, in denen beide Serverknoten produktiv genutzt werden bis hin zu n:m-Cluster.

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Abbildung 1: Die Failover-Konfiguration physisch-zu-virtualisiert besteht aus einem physischen primären Server für die zu schützende Anwendung und aus einem virtualisierten Backup-Server auf einem anderen physischen Hostsystem.
Abbildung 1: Die Failover-Konfiguration physisch-zu-virtualisiert besteht aus einem physischen primären Server für die zu schützende Anwendung und aus einem virtualisierten Backup-Server auf einem anderen physischen Hostsystem.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein grundsätzliches Problem solcher Kosten senkenden Konfigurationen sollte trotzdem nicht vergessen werden: Ein Serverknoten, der produktiv genutzt wird und bei einer Havarie auch die Aufgaben eines anderen produktiven Server übernehmen soll, ist im Normalfall nicht mit zwei unternehmenskritischen Anwendungen belastbar, ohne dass Performance-Einbußen auftreten.

Das gilt auch für virtualisierte Hochverfügbarkeitskonfigurationen, selbst mit den neu entstehenden Failover-Möglichkeiten, da die Virtualisierung ja die Auslastungsrate der Server-Hardware von bislang zehn bis dreißig auf fünfzig bis siebzig Prozent steigern wird. Viel Platz für zusätzliche Auftragsbearbeitung ist da nicht mehr vorhanden. Für den Administrator erhöht sich umgekehrt der Aufwand für die passende Zuordnung von Quellanwendung zu leistungsgerechtem Zielserver im Cluster.

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Überwachung und Reaktion

Primäre Aufgabe einer Clusterlösung ist das Überwachen und die Reaktion auf Fehlerereignisse, die mit einer einzelnen Komponente der Anwendungsumgebung oder mit dem gesamten System zusammenhängen. Wenn ein Fehler irgendeiner Art erkannt wird, versucht die Clustersoftware, die Anwendungsumgebung so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen. Das kann unter günstigen Umständen auf demselben System erfolgen (lokale Wiederherstellung). In kritischen Fällen muss die Anwendung samt ihrer benötigten Ressourcen auf ein anderes System im Cluster verschoben werden.

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