Steeleye sorgt mit Cluster-Software für Failover-Lösungen Teil 3

Hochverfügbarkeitskonfigurationen für virtualisierte Server

03.04.2008 | Autor / Redakteur: Gerd Jelinek / Nico Litzel

Abbildung 1: Die Failover-Konfiguration physisch-zu-virtualisiert besteht aus einem physischen primären Server für die zu schützende Anwendung und aus einem virtualisierten Backup-Server auf einem anderen physischen Hostsystem.
Abbildung 1: Die Failover-Konfiguration physisch-zu-virtualisiert besteht aus einem physischen primären Server für die zu schützende Anwendung und aus einem virtualisierten Backup-Server auf einem anderen physischen Hostsystem.

Im Gegensatz zur klassischen Clusterlösung, in der ein passiver Server (Hot-Standby) alle Aktionen des aktiven Servers synchron abarbeitet und im Fehlerfalle dessen Aufgaben übernimmt (Failover), können moderne Clusterlösungen, die Servervirtualisierung beherrschen, vorhandene Ressourcen besser nutzen. Im Laufe der Jahre sind immer weitere Konfigurationsmöglichkeiten entstanden über Aktiv/Aktiv-Cluster, in denen beide Serverknoten produktiv genutzt werden bis hin zu n:m-Cluster.

Ein grundsätzliches Problem solcher Kosten senkenden Konfigurationen sollte trotzdem nicht vergessen werden: Ein Serverknoten, der produktiv genutzt wird und bei einer Havarie auch die Aufgaben eines anderen produktiven Server übernehmen soll, ist im Normalfall nicht mit zwei unternehmenskritischen Anwendungen belastbar, ohne dass Performance-Einbußen auftreten.

Das gilt auch für virtualisierte Hochverfügbarkeitskonfigurationen, selbst mit den neu entstehenden Failover-Möglichkeiten, da die Virtualisierung ja die Auslastungsrate der Server-Hardware von bislang zehn bis dreißig auf fünfzig bis siebzig Prozent steigern wird. Viel Platz für zusätzliche Auftragsbearbeitung ist da nicht mehr vorhanden. Für den Administrator erhöht sich umgekehrt der Aufwand für die passende Zuordnung von Quellanwendung zu leistungsgerechtem Zielserver im Cluster.

Überwachung und Reaktion

Primäre Aufgabe einer Clusterlösung ist das Überwachen und die Reaktion auf Fehlerereignisse, die mit einer einzelnen Komponente der Anwendungsumgebung oder mit dem gesamten System zusammenhängen. Wenn ein Fehler irgendeiner Art erkannt wird, versucht die Clustersoftware, die Anwendungsumgebung so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen. Das kann unter günstigen Umständen auf demselben System erfolgen (lokale Wiederherstellung). In kritischen Fällen muss die Anwendung samt ihrer benötigten Ressourcen auf ein anderes System im Cluster verschoben werden.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2011784 / Virtuelle Systeme)