Steeleye sorgt mit Cluster-Software für Failover-Lösungen Teil 3

Hochverfügbarkeitskonfigurationen für virtualisierte Server

Seite: 4/5

Anbieter zum Thema

Es gibt zwei Arten für den Einsatz des Virtualisiert-zu-Virtualisiert-Failovers:

  • Failover einer Anwendung und
  • Failover eines virtualisierten Servers.

Wenn Ihre zu schützende Software hardwareunabhängig ist, ist der Failover von Anwendungen zwischen virtualisierten Servern das Gleiche wie der Failover zwischen physischen Servern. Der Failover des gesamten virtualisierten Servers mit allen unterstützten Anwendungen entspricht in etwa dem klassischen Failover einer einfachen Anwendung inklusive betriebsystemspezifischer Konfiguration. Die Anwendungen werden jedoch durch die Clustersoftware nicht einzeln betrachtet.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Ein Failover eines vollständigen virtualisierten Servers kann einfacher zu installieren und zu verwalten sein als ein Anwendungs-Failover, weil die Software das Host-Betriebssystem als Ganzes schützt und nicht eine Anzahl bestimmter Anwendungen, für die sie extra Konfigurationsinformationen benötigt. Da jedoch die Softwarekonfiguration somit auch nicht auf die spezifische Anwendung, die geschützt werden soll, zugeschnitten ist, fallen die Unterstützung von Überwachung und Failover entsprechend weniger ausgefeilt aus, was möglicherweise zu unerkannten Fehlern innerhalb der Anwendung führt, sodass die Rückkehr zum wiederhergestellten Server eventuell nicht erfolgreich ist.

Konfigurationen zum Failover von virtualisierten Servern sind möglicherweise die beste Option, um Anwendungen – speziell solche, für die keine Standard-Hochverfügbarkeitssoftware verfügbar ist – in Situationen zu schützen, in denen es auf unkomplizierte Systemadministration ankommt. Für den robusteren Schutz dedizierter Anwendungen ist Cluster-Software besser geeignet, die auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten ist.

Konfigurationen mit nur einem System

Ein-System-Konfigurationen, die den Failover von einem virtualisierten Server auf einen anderen virtualisierten Server auf demselben physischen Server (Abbildung 6) ermöglichen, sind nur mit der Technik der Servervirtualisierung möglich.

Bei Ein-System-Konfigurationen können Anwendungen von einem virtualisierten Server auf einen anderen verschoben werden, der auf demselben physischen Host-System ausgeführt wird. Der Failover kann schneller als zwischen physischen Systemen sein, weil die Kommunikation auf einen einzigen physischen Server beschränkt ist. Ein-System-Konfigurationen können sehr nützlich für geplante Ereignisse sein – etwa für Wartungsarbeiten an Anwendungen, für Evaluierungen und Demonstrationen. Zu beachten ist, dass der physische Server selbst damit zu einem Single Point of Failure (SPOF) wird, sodass bei einem Hardware-Fehler weder die primäre noch die sekundäre Anwendung funktioniert. Daher handelt es sich hier nicht um eine robuste Konfigurationen für den Umgang mit ungeplanten Hardware-Ausfällen. Für Software-Entwicklungsumgebungen könnte diese Wahl jedoch preiswert sein und eine höhere Verfügbarkeit bei Programmierfehlern gewährleisten.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Data-Storage und -Management

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:2011784)