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Steeleye sorgt mit Cluster-Software für Failover-Lösungen Teil 3

Hochverfügbarkeitskonfigurationen für virtualisierte Server

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Virtualisiert-zu-Physisch

Diese Konfiguration vertauscht die oben erwähnten Verhältnisse, sodass der Failover von einem virtualisierten Server auf ein separates physisches, nicht virtualisiertes System erfolgt. Ein Beispiel für den Einsatz dieses Konfigurationstyps ist ein 1:n-Cluster mit einem aktiven physischen Host-System auf dem mehrere virtualisierte Server ausgeführt werden und einer Reihe von Backup-Systemen, von denen jedes ein physisches, nicht virtualisiertes System ist, das als Backup für Anwendungen der virtualisierten Server auf dem einzelnen aktiven System fungiert.

Diesen Konfigurationstyp, der in Abbildung 3 dargestellt wird, könnte man einsetzen, wenn man ein einziges leistungsfähiges Host-System als primären Knoten für sämtliche virtualisierte Anwendungsinstanzen verwenden möchte, während billigere physische Server als Backup-Systeme für diese Instanzen verwendet werden. Man könnte diese Konfiguration nutzen, um die Verwaltung der Anwendungen auf eine einzige Plattform zu zentralisieren. Die vorhandene Hardware könnte weiterverwendet werden, um als Backup-Server für die Anwendungen zu dienen.

Virtualisiert-zu-Virtualisiert

In der Konfiguration, die in Abbildung 4 dargestellt wird, erfolgt der Failover der Anwendung zwischen virtualisierten Serverknoten. Diese Konfiguration ist die einfachste Art, einen Anwendungsschutz in virtualisierten Serverumgebungen bereitzustellen. In der einfachsten Form kann jede Anwendung auf einem virtualisierten mit einem entsprechenden virtualisierten Backup-Server geschützt werden. Es sind natürlich viele Varianten möglich, wie zum Beispiel Aktiv/Aktiv-Konfigurationen, bei denen einige Anwendungen primär in einem virtualisierten Server auf dem ersten Host-System aktiv sind, während andere primär in einem virtualisierten Server auf dem zweiten Host-System aktiv sind. Beide physischen Host-Systeme fungieren unter Verwendung der entsprechenden virtualisierten Backup-Server als Backup für die Anwendungen des jeweils anderen Systems.

Bei bestimmten Anwendungen, die nicht zulassen, dass mehrere Instanzen der Anwendung innerhalb derselben Betriebssystemumgebung ausgeführt werden, ist dieser Konfigurationstyp eventuell die einzige Möglichkeit, einen Aktiv/Aktiv-Cluster einzusetzen. Da Servervirtualisierung ermöglicht, dass mehrere Betriebssysteminstanzen unabhängig voneinander auf demselben System ausgeführt werden, wird es möglich, dass mehrere Instanzen einer solchen Anwendung auf demselben physischen Host-System ausgeführt werden, jede in ihrer eigenen isolierten Umgebung. So kann man zwei physische Systeme konfigurieren, um verschiedene Instanzen derselben Anwendung in virtualisierten Umgebungen auszuführen, wobei jedes zugleich als Backup für das andere dient. Ein Beispiel für diesen Konfigurationstyp wird in Abbildung 5 dargestellt.

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