Das Nutanix File System eignet sich auch für Big Data, Teil 1

Im Knoten wachsen Speicher, CPU und verteiltes Dateisystem zusammen

| Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Rainer Graefen

Von Big Data bis zur Cloud. Nutanix verbindet Speicher- und Rechner-Ressourcen mit allen Arten von Workloads.
Von Big Data bis zur Cloud. Nutanix verbindet Speicher- und Rechner-Ressourcen mit allen Arten von Workloads. (Grafik: Nutanix)

Seit der CeBIT 2014 ist „Datability“ als Fähigkeit bekannt, mit großen Daten umzugehen. Spontan fällt den meisten Hadoop oder ZFS als zugehöriges Filesystem ein. Doch es gibt Alternativen.

Die US-Firma Nutanix mischt mit einer ungewöhnlichen Kombination aus Hard- und Software den Markt auf. Es werden hohe Erwartungen geweckt. Bestehende NAS oder SAN-Lösungen sollen ergänzt oder vollständig abgelöst werden, durch ein Speichersystem mit Enterprise-Qualitäten.

Die Virtualisierung der IT in modernen Rechenzentren stellt die Speicherarchitektur vor neue Herausforderungen. Die bewährten Schubladen NAS und SAN klemmen. Sie passen nicht zur schnellen Dynamik und zur ständigen Neuzuweisung von Ressourcen virtueller Umgebungen, wie sie im Cloud Computing an der Tagesordnung sind.

Speicher frisst IT-Budget

Zudem laufen die absoluten, aber auch die relativen Kosten davon, während Rechenleistung immer preiswerter wird. Der Speicher ist inzwischen ein schmerzhafter Kostenfaktor, verglichen mit all der eigentlichen Rechenleistung, die weit schneller preiswerter wird.

Das Gesamtvolumen der benötigten Speichereinheiten steigt dabei ständig weiter an. Mit klassischer Herangehensweise gelöst, wird das Speichern von "Big Data" richtig teuer. Die Kosten der Speicher-Arrays sind inzwischen der größte Kostenblock in virtualisierten Umgebungen.

Gleichzeitig setzen sich SSDs (Solid State Drives) immer mehr durch, mit denen vorhandene Arrays nicht immer problemlos zurechtkommen, weil sie bis zu Hundert Mal schneller als gewöhnliche Festplatten Daten liefern. Bei der technischen Konzeption klassischer Arrays standen SSDs noch nicht zur Verfügung.

Ein Knoten ist mehr als Compute Power

Google, Amazon und Yahoo begannen bereits vor Jahren, die Richtung vorzugeben und mit verteilten Dateisystemen zu arbeiten. Das Google File System wie auch der Nachfolger das Hadoop Distributed File System gehören zu den bekanntesten Vertretern der neuen Speicherphilosophie. Allen verteilten Dateisystemen ist gemein, dass sich Speicher und Verarbeitung nicht mehr klar trennen lassen.

Beide sind in den Knoten des Systems vereint. Man bündelt jeweils einen Server-Cluster und einen Speicher-Pool zu einer Einheit zusammen. Jeder Server des Clusters kann auf diesen Pool zugreifen. Wenn es schon eine etablierte Lösung gibt - ist dann noch Platz für einen zusätzlichen Anbieter? Nutanix meint „ja“. Denn ähnlich ist nicht gleich.

Ähnlicher Ansatz, ähnliche Aufgaben und ähnliche Lösung. Nutanix Produkte und Hadoop haben vieles gemeinsam, aber es gibt auch gravierende Unterschiede. Am Ähnlichsten ist man sich bei der Aufgabenstellung, mit riesigen Datenmengen umgehen zu können, ohne die horrenden Preise der Mainframekategorie bezahlen zu müssen.

Getrennt marschieren

Doch Hadoop ist ein Projekt, dass von vielen Firmen vorangetrieben wird, und auf noch mehr Hardwareplattformen läuft. Der Kunde muss sich „sein“ Optimum zusammenstricken, und hoffen, dass er und seine Berater den richtigen Riecher gehabt haben. Nutanix, Google und Vmware verfolgen ähnliche Ziele, gehen aber andere Wege.

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