Mit einem Highend-Speicherpool zum neuen Businessmodell

Infinidat macht das Storage-Geschäft der msg services zukunftssicher

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

(Bild: Infinidat)

Der IT-Service- und Consultinganbieter msg services mit Sitz in Ismaning bietet etwa 100 mittelständischen und Großkunden über zwei eigene Rechenzentren individuell gestaltbare Storage-Hosting-Services bis hin zum vollständigen Outsourcing an. Durch das 20 prozentige jährliche Wachstum war das Management und die installierte Speicherkapazität der Altsysteme dem stark wechselnden Kapazitätsbedarf der Anwender nicht mehr gewachsen. Ein neues System war fällig.

Der Weg von der alten Storage-Lösung hin zu Infinidat war für Christian Hensen, Abteilungsleiter Server & Storage Systems bei der msg services nicht einfach. Es galt viele Köpfe im Unternehmen von einer komplett neuen Lösung zu überzeugen. Da Infinidat dem Team im Vergleich zu anderen etablierten Storage-Anbietern relativ unbekannt war, fand ein erstes Treffen mit Infinidat auf der VMworld Europe 2016 statt.

Im zweiten Schritt durfte Infinidat seine Storage-Alternative bereits am msg services Hauptsitz in Ismaning persönlich vorstellen und Hensens Team sowie dem msg services Management erläutern, was der Anbieter im Vergleich zur zuvor benutzten Lösung alles besser kann.

Unflexibles Kapazitätsmanagement

Auch wenn es in der alten Umgebung keine Performance-Probleme gab, musste die msg services ihr Angebot weiterentwickeln, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Im Hosting-Bereich bedeutet das: Die eigenen Prozesse müssen laufend optimiert werden, um Kunden flexiblere Lösungen zu bieten.

Die vorherige Technologie war jedoch nicht mehr „State of the Art“: Hohe Wartungskosten trafen auf immer wieder anfallende Lizenzgebühren und unflexible Erweiterungen. Das größte Problem für Hensen und sein Team lag beim Kapazitäts- und Beschaffungsmanagement.

Wurde in der alten Umgebung mehr Kapazität benötigt, musste diese in Form neuer Storage-Einheiten beschafft werden. Sobald die Erweiterungen in Betrieb genommen wurden, war ihre Kapazität häufig schon wieder ausgelastet. „Jede Kapazitätserweiterung war häufig aufgrund von neuen Projektanforderungen und -änderungen sofort wieder ausgeschöpft, manchmal sogar überbucht“, erinnert sich Hensen. Freiwerdende Kapazitäten hingegen ließen sich nur zögerlich dem Verkauf wieder zuordnen.

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Die msg services konnte mit dieser Storage-Infrastruktur auf die unterschiedlichen Kundenanfrage nicht mehr schnell genug reagieren. Das Kapazitätsmanagement entwickelte sich zu einer sehr zeitintensiven Aufgabe, die sich im Administrations-Overhead und ungewollten Stillstandszeiten widerspiegelte.

Flotte Geschäftsprozesse ohne Systemsperrigkeiten

Neben der eingesetzten Lösung verglich msg services das Infinidat Portfolio natürlich auch mit anderen Angeboten im Markt. Ausschlaggebend für die letztlich gefallene Entscheidung, eine Testphase mit Infinidats Infinibox F4260 zu starten, waren aber nicht nur die hohe Performance oder die hohe Verfügbarkeit der Infinibox, sondern das gesamte Produktkonzept.

Infinidat bietet Unternehmen ein bereits vollständig bestücktes und konfiguriertes Storage-Rack, das nach dem Prinzip "Pay-as-you-grow" erworben wird. Bezahlen muss der Kunde nur das, was wirklich gebraucht wird. Im Rack installiert sind 1 Petabyte Kapazität, die sich in Schritten von 50 TByte freischalten lassen. Zusätzliche Lizenzkosten werden nicht erhoben. Dank der hochperformanten und ausfallsicheren Systemeigenschaften vereint die Infinibox die Eigenschaften der vorher auf mehrere Speichersilos verteilte Kapazitäten.

Das verschafft uns einen enormen Wettbewerbsvorteil. Die Rechnungsstellung durch Infinidat erfolgt erst, wenn wir die nächste Kapazitätsstufe erreicht haben – also ‚nachgelagert‘“, erklärt Hensen. Anhand der ersten Infinidat Angebote erfolgte dann die ROI-Berechnung sowie die Kalkulation der neuen niedrigeren Preis- und Leistungsstaffeln, die das Unternehmen künftig seinen Kunden anbieten kann.

Im nächsten Schritt startete die Proof-of-Concept-Phase. Dabei wurde die erste InfiniBox F4260 in einem der beiden Rechenzentren der msg services installiert, um alle möglichen Testszenarien durchzuspielen. „Besonders positiv war für mich, dass wir für die Testphase kein Demogerät erhalten haben, sondern eine neue Box– das gleiche Produkt, das im Endeffekt nun bei uns im Einsatz ist. Dadurch spart man sich in der Implementierung viel Arbeit und Zeit“, vermerkt Hensen für die vierwöchige Testphase. Seit April 2017 ist die erste Infinibox im Einsatz. Nach einem erfolgreichen Einsatz von wenigen Monaten war im Dezember klar, dass auch im zweiten msg services Rechenzentrum ein Infinibox Zwilling hin sollte.

Das neue Geschäftsmodell erfreut die msg-Kunden

Mit der Entscheidung für Infinidat eröffneten sich für msg services ganz neue Möglichkeiten für das eigene Wachstum: Mit dem letzten Release-Update für die InfiniBox führt das Unternehmen für seine Kunden nun „Performance-Klassen“ ein. Die Preisstruktur der Angebote von msg services gestaltet sich damit wesentlich flexibler und individueller – ein deutlicher Wettbewerbsvorteil des IT-Service- und Consultingdienstleisters.

Benötigt ein Kunde mehr Performance, so wird ihm diese für einen kleinen Aufpreis zur Verfügung gestellt. Vor Infinidat wäre dieses Modell nur durch ein komplexes Verfahren möglich gewesen, indem man unterschiedliche Storage-Systeme miteinander kombiniert hätte – also beispielsweise die Daten von einem langsamen Disk-System auf ein All-Flash-Array verschoben hätte. Mit der Infinibox kann msg services dieses Szenario mit einem einzigen Rack abbilden.

Seit dem Einsatz der neuen Infinidat Lösung konnte msg services die Storage-Kosten deutlich optimieren – und das bei höherer Verfügbarkeit und Performance. Hat der IT-Service- und Consultingdienstleister seinen Kunden früher nur auf Anforderung Spiegelung angeboten, spiegelt das Unternehmen heute mit der Infinibox alle Daten. So sind die Rechenzentren für alle Failover-Szenarien bestens gerüstet.

Auch intern wurde das Storage-Management stark simplifiziert: Eventuelle Ausfälle meldet das System selbst und „bestellt“ automatisch z. B. neue Festplatten. Support-Einsätze seitens Infinidat werden kaum benötigt: „Die Techniker von Infinidat waren seit der Implementierung bei uns nur im Haus, um Release-Upgrades durchzuführen. Bei unserem früheren Hersteller mussten wir das selbst machen. Für uns bedeutet das ein großes Stück mehr Sicherheit“, so Hensen.

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