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Kontinuierliche Datensicherung in der Praxis

Kann Continuous Data Protection ein traditionelles Backup ersetzen?

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Kann CDP das herkömmliche Backup ersetzen?

Mehr oder weniger. Ich sage das, da es einige Vorbehalte gibt. Allerdings gibt es viele Situationen, in denen man ein traditionelles Backup durch eine kontinuierliche Datensicherung ersetzen kann. Halten wir uns mal vor Augen, was man für ein Backup braucht: Man braucht eine Datenkopie vor Ort und eine ausgelagerte. Man muss zudem auf die ausgelagerte Kopie zugreifen können.

Unglücklicherweise gibt es einige Unternehmen, die glauben, eine Kopie auf Band unbedingt haben zu müssen. Wenn Sie zu diesen Unternehmen gehören, dann können Sie diese Bandkopie auch mit von einem CDP-System erstellen. Allerdings werden Sie hierfür ein traditionelles Backup-System brauchen und eine Langzeitarchivierung.

Real- und Near-CDP-Systeme können, mal abgesehen von Bandkopien, das Gleiche wie ein herkömmliches Backup-System. In der Vergangenheit haben echte CDP-Systeme keine Langzeitspeicherung unterstützt. Mittlerweile können das auch CDP-Systeme, da sie Snapshots einsetzen, mit denen nur gewisse Änderungen in bestimmten Zeiträumen vorgehalten werden.

Die Systeme speichern heute viel länger als noch vor ein paar Jahren. Von daher kann man heute alles wiederherstellen und so viele Daten speichern, wie man will, solange man nur genügend Festplatten hat. Noch ein Hinweis: Für die Datensicherung mit einem CDP-System muss man ebenso viel Disk-Kapazität einplanen wie für ein traditionelles Backup.

CDP-Systeme brauchen nicht sonderlich viel mehr Kapazität als ein herkömmliches Backup-System mit Deduplizierung. Mit CDP kann man ebenso Remote-Backups wie auch Backups vor Ort erstellen, da man Daten auf ein System vor Ort sichern und dieses Backup dann an einen räumlich entfernten Standort replizieren kann. CDP erfüllt von daher alle Anforderungen an eine Datensicherung.

Weiter mit: Klassische Backups sind doof

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