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Schreibtisch Speicher Kompakter Datentresor von Iomega

Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Bernd Schöne, Dipl. Phys. Bernd Schöne

Zip ist out, MO ist tot und RAID ist zu teuer? Freiberufler und KMU-Unternehmer werden von den großen der Speicherindustrie bekanntlich eher stiefmütterlich behandelt. Für den kleinen

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Zip ist out, MO ist tot und RAID ist zu teuer? Freiberufler und KMU-Unternehmer werden von den großen der Speicherindustrie bekanntlich eher stiefmütterlich behandelt. Für den kleinen und mittleren Datenbedarf bringt Iomega jetzt einen schicken Datentresor Namens „Storcenter Pro NAS 150d“ als Alternative zu den zerbrechlichen CD/DVD-Lösungen auf den Markt. Er bietet drei RAID-Level und kostet unter 800 Euro.

Kompakt fallen auch der Speicherplatz und das sonstige Innenleben der Appliance aus: Vier im Betrieb auswechselbare SATA-II-Festplatten bieten zusammen ein TByte Kapazität; der Prozessor arbeitet mit 400 MHz, der Arbeitsspeicher besteht aus einem 128-MByte-DDR-RAM-Modul. Das scheint nun wirklich äußerst knapp bemessen, wird aber dadurch wettgemacht, dass als Betriebssystem ein Embedded Linux dient, welches auch mit scheinbar schwachen Hardware-Ressourcen gute Ergebnisse liefert. Konfigurieren lässt sich Iomegas Datenwürfel für die RAID-Level 0, 0+1 und 5 sowie als JBOD, wobei nur die erste und die letzte Möglichkeit eine volle Ausschöpfung der Kapazität erlauben. Wer seine Daten sicher in Verwahrung nehmen will, dem stehen je nach RAID-Level 705 MByte (RAID 5) bzw. 470 MByte (RAID 1) zur Verfügung.

Als Schnittstelle zum LAN dient ein Gigabit-Ethernet-Port; außerdem verfügt die Pro NAS 150d über je zwei USB-2.0-Anschlüsse an der Vorder- und Rückseite.

Für Mac, Windows und Linux

Die Datenübertragung erfolgt per CIFS/SMB, NFS, AFP und FTP. Verwaltet wird der Mini-Speicher über ein mehrsprachiges Webinterface, das auch des Deutschen mächtig sein soll. Auf Wunsch steuert der Iomega Storcenter Pro NAS 150d-Server auch bis zu vier Drucker. Ethernet (10/100/1000) und USB 2.0 stellen die Verbindung nach außen sicher.

Nützlich ist auch die Vielzahl der unterstützten Client-Betriebssysteme, zu denen die meisten bekannten Linux-Distributionen (darunter Red Hat, Debian und Gentoo), das MacOS X ab Version 10.3.9 (Panther) sowie Windows 2000/XP/XP 64-Bit und sogar Vista zählen.

Zum Lieferumfang gehören zwei Lizenzen für EMCs Backup- und Disaster-Recovery-Software Retrospect Express. Das gesamte Paket kostet in den USA 799 Dollar; wann und zu welchem Preis es auf den deutschen Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

Kleiner Wermutstropfen: Die eingebauten Festplatten entstammen der Consumer-SATA-Schiene. Anwender sollten dem NAS-Server also nicht den vollen Geschäftsbetrieb von sieben Tagen pro Woche und 24 Stunden am Tag zumuten.

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