Workshop - Die Mini-SAS-Schnittstellentechnik, Teil 3

Mit einem Konnektivitätsmanagement will die SAS-Branche die Topologie-Vielfalt zähmen

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Das SAS-SAN kommt näher

Darüber hinaus unterstützt die Mini-SAS HD-Steckverbindung höhere Portdichten und ermöglicht mehr SAS-Ports in der Steckerleiste eines PCIe-basierten Hostadapters. Sie unterstützt wesentlich mehr Ports innerhalb oder zwischen Servern und Storage-Gehäusen.

Aufgrund der Fähigkeit, aktive Kupfer- und Optikverbindungen zu unterstützen, sind Kabellängen von 20 bzw. 100 m erreichbar. Dies verbessert die Fähigkeit von SAS, große Storage-Architekturen zu bedienen, erheblich, indem mehr Verbindungen zwischen Racks und mehr Flexibilität bei der Konfiguration großer Topologien ermöglicht werden.

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Da SAS in diesen Umgebungen immer noch kaskadiert werden kann, können große Architekturen theoretisch mehrere hundert Meter umfassen und viele tausend Laufwerke unterstützen.

Verkabelungsvarianten erforden zur Fehlersuche Kabelmanagement

Als erste Mini-SAS-Verbindungen implementiert wurden, zeigte sich schnell, dass strikte Kodierungsmechanismen erforderlich waren, um zu verhindern, dass Kabel in die falschen Verbindungen eingesteckt werden.

Es wurden mehrere Kodierungsschemata verwendet, um universelle Verbindungen, Upstream-Verbindungen, Downstream-Verbindungen usw. zu kennzeichnen. Diese Vielzahl von Kodierungsmechanismen hat den Nachteil, dass mehr Inventar erforderlich ist, wodurch die Komplexität bei der Wartung dieser Systeme zunimmt.

So schnell wie die Nachfrage nach stets größeren Storage-Mengen wächst, wächst auch die Anzahl der Verbindungen. Viele dieser großen Topologien bedienen die Anforderungen von Highend-Datenzentren und großen Unternehmen, wo es auf Robustheit und Wartungsfreundlichkeit des Systems ankommt.

Verkabelungsprobleme in diesen großen Implementierungen zu erkennen und zu beheben, kann ohne geeignete Managementfunktionen schwierig werden.

Mini-SAS HD-Verbindung in 1x- und 4x-Konfigurationen. 8x-Baugruppen werden zu einem späteren Zeitpunkt erwartet. (Archiv: Vogel Business Media)

Abb. 17: Mini-SAS HD-Verbindung in 1x- und 4x-Konfigurationen (8x-Baugruppen werden zu einem späteren Zeitpunkt erwartet).

Dynamische Kabelerkennung hilfreich

Steckverbindungen mit Mini-SAS High Density unterstützen passive Kupfer-, aktive Kupfer- und Optikverkabelungssysteme komplett mit vollständigen Kabelmanagementfunktionen.

Dieses Konnektivitätskonstrukt ist besonders praktisch für Umgebungen mit externer Verkabelung, ist aber auch für interne Verbindungen erhältlich. Bezeichnenderweise ist es so ausgelegt, dass es auf 12 GBit/s SAS erweitert werden kann.

Mini-SAS HD verbessert diese Situation erheblich durch die Bereitstellung von Managementfunktionen innerhalb des Verbindungsschemas, wodurch eine software-gesteuerte Unterstützung möglich wird.

Kabel können dynamisch erkannt, abgefragt und konfiguriert werden. Die Fähigkeit, ein angeschlossenes Kabel zu erkennen und zu bestimmen, ob ein Kabel ausgefallen ist oder entfernt wurde, verbessert die Wartbarkeit von großen Konfigurationen enorm.

Die genaue Identität des verwendeten Kabels kann in der Steckverbindung gespeichert werden, was Irrtümer bei Austausch und Wartung minimiert (siehe Abb. 18).

weiter mit: Auch Mini-SAS wird wie SCSI mit einer bunten Kabelvielfalt „glänzen“

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