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Workshop - Die Mini-SAS-Schnittstellentechnik, Teil 3 Mit einem Konnektivitätsmanagement will die SAS-Branche die Topologie-Vielfalt zähmen

Autor / Redakteur: Harry Mason / Rainer Graefen

SAS-Expander und -Switches erweitern die Reichweite von Serial Attached SCSI. Die Flexibilität beim Aufbau skalierfähiger SCSI-Speichersysteme bezahlt der Anwender allerdings einmal mehr mit einer Vielzahl von Kabeltypen. Ein „Kabel-Management“ soll helfen, den Überblick zu behalten.

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Optische QSFP-Kabel und Baugruppen unterstützen Kabelanlagenmanagement.
Optische QSFP-Kabel und Baugruppen unterstützen Kabelanlagenmanagement.
( Archiv: Vogel Business Media )

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Im Idealfall würden die SNIA-Roadmap-Anforderungen die Branche auf einem gut definierten Implementierungspfad im Gleichschritt vorwärts bringen. Jedoch verlangen Technologieverfügbarkeit und Fluidität des Marktes einige provisorische Maßnahmen auf dem Weg.

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Die erste Verbesserung an der Konnektivitätsroadmap erlaubt, dass die existierende Mini-SAS-Steckverbindung die Signalübertragung auf aktiver Kupferverkabelung bis zu 20 m Kabellänge unterstützt.

Mini-SAS – aktive Kupferverkabelung erlaubt im ersten Schritt Kabellängen bis 20 Meter

Indem über einen der vorhandenen Erdungskontakte Strom für ein aktives Kabel bereitgestellt wird, kann die Verdoppelung oder sogar Verdreifachung der bestehenden SAS-Kabellängen unterstützt werden.

Man erwartet, dass bestimmte große Storage-Implementierungen, die längere Rack-zu-Rack-Distanzen erfordern, dieses Verbindungsschema übernehmen, insbesondere homogene Storage-Implementierungen (d.h. Lösungen eines einzigen Herstellers).

Mit Optik zu größeren Distanzen

Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Verfahren auch für optische Verbindungen eingesetzt wird. Und da dieses System keinen Erdungskontakt erfordert, wird es auf 6 GBit/s SAS-Systeme beschränkt sein.

Darüber hinaus nutzt dieser Ansatz immer noch vorhandene mechanische Mini-SAS-Kodierungen für das Kabelmanagement, was durch diese größeren Kabellängen nur komplizierter wird.

Verwaltete optische Quad Small-factor Pluggable (QSFP)-Lösungen

Eine ähnliche Klasse von Kunden, die mehr Wert auf das Kabelanlagen-Management für große Topologien legt, beschließt möglicherweise, existierende optische QSFP-Lösungen zu implementieren.

Der Erwartung nach werden die meisten dieser frühen Anwendungen in homogenen Systemen stattfinden, die zur ersten Generation von Systemen werden, die auf dem SAS-Konnektivitätsmanagement-Ansatz beruhen (siehe Abb. 16).

Optische QSFP-Kabel und Baugruppen unterstützen Kabelanlagenmanagement. (Archiv: Vogel Business Media)

Abb. 16: Optische QSFP-Kabel und Baugruppen unterstützen Kabelanlagen-Management.

Mini-SAS High Density (HD): Verwaltete Verbindungslösungen für aktive wie für passive Verbindungen

Die Mini-SAS-Aktiv-Kupfer-Steckverbindung und der optische QSFP-Ansatz ergänzen die existierende SAS-Konnektivität, können aber die oben umrissenen Marktziele bei Weitem nicht erreichen.

Glücklicherweise kann die Mini-SAS HD-Steckverbindung diese erweiterten Konnektivitätsanforderungen über mehrere Generationen bereitstellen. Diese Verbindungslösung ist so implementiert, dass Übersprechen und Signal-Rausch-Verhältnis gegenüber der existierenden Mini-SAS-Steckverbindung stark verbessert wurden.

Selbst für heutige SAS-Systeme, die mit 6 GBit/s arbeiten, ist es schwierig, ihre Anforderungen an die Signalübertragung auf der Systemebene über Kabel, Backplanes und Steckverbindungen einzulösen.

Eine Mini-SAS HD-Steckverbindung, die mit 6 GBit/s betrieben wird, verspricht zusätzlich Systemmargen für diese anspruchsvollen Konnektivitätsumgebungen (siehe Abb. 17).

weiter mit: Das SAS-SAN kommt mit einigen Besonderheiten

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