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Block-Storage für bis zu 351 Petabyte NetApp bringt stromsparendes All-Flash-SAN-Array

Von Michael Matzer 4 min Lesedauer

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Mit der ASA A-Serie hat NetApp ein All-Flash-SAN-Array vorgestellt, das für Block-Storage gedacht ist und den gehobenen Mittelstand adressiert. Neben neuen Versionen von ONTAP One und StorageGrid hat der Storage-Spezialist sein Support-Portfolio NetApp Advance um zwei Angebote erweitert: Ransomware-Recovery-Garantie und Hochverfügbarkeit mit sechs Neunen nach dem Komma.

Die NetApp ASA A-Serie von NetApp ist ein All-Flash-SAN-Array.(Bild:  NetApp)
Die NetApp ASA A-Serie von NetApp ist ein All-Flash-SAN-Array.
(Bild: NetApp)

Mit der neuen Block-Storage-Produktlinie ASA A-Series sollen Kunden Infrastruktursilos aufbrechen und ihre strukturierten und unstrukturierten Datenumgebungen sowohl On-Premises als auch in der Cloud vereinfachen können. Für die Hybrid-Cloud-Integration bietet NetApp sein Keystone-Programm an.

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Aber wie Johannes Wagmüller, Senior Director Solutions Engineering bei NetApp, erläuterte, streben Unternehmen zurück in die hauseigene Private Cloud und ins On-Premises-Rechenzentrum. „Dort besteht ein hoher Druck hinsichtlich Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit“, so Wagmüller, „der sonst auf den Schultern des Cloud-Dienstleisters läge.“ In dieser Hinsicht soll die ASA A-Serie den NetApp-Kunden helfen.

Die NetApp ASA A-Serie ist Wagmüller zufolge eine neue Reihe SAN-spezifischer Flash-Storage-Systeme, die höchste Performance, Skalierbarkeit, Datenverfügbarkeit, Effizienz und Hybrid-Cloud-Konnektivität für geschäftskritische Applikationen und Datenbanken biete.

Leistung, Stromsparen oder Kapazität

Das Einsteigermodell ASA A150 nimmt auf seinen maximal 432 SSDs in zwölf Nodes bis zu 13 Petabyte auf, das Top-Modell A-900 hingegen bietet eine Kapazität von 351 PB auf 2.880 SSDs in zwölf Nodes. Während das A150-Modell durchschnittlich 300 Watt verbraucht, bringt es das Spitzenmodell A900 auf bis zu 2.450 W (inklusive NS224-Modul). Der Interessent muss also schon vor dem Kauf abwägen, ob er auf Leistung, Stromsparen oder Kapazität baut. Zumindest die kleinen Modelle scheinen Nachhaltigkeit zu unterstützen. Eine Datasheet-Tabelle erlaubt den direkten Vergleich.

„NetApp ASA bietet hohe effektive Kapazität sowie hohe nutzbare Kapazität in Kombination mit der 4:1-Storage-Effizienzgarantie von NetApp“, erläuterte Wagmüller. „Zusammen mit bis zu 50 Prozent weniger Stromverbrauch und entsprechend geringeren CO2-Emissionen als Konkurrenzprodukte bietet die ASA-Serie zukunftsweisende Vorteile.“

Innerhalb des Block-Storage-Marktes steht die ASA-Serie nicht schlecht da. Auf der Basis von NVMe-Hochleistungs-Flash wie in einem AFA (wie es NetApp ebenfalls anbietet) „kann der Kunde mit den Protokollen NVMe/FC-, NVMe/TCP-, FC- und iSCSI arbeiten“, so Wagmüller. Hinzu komme ein Leistungsmerkmal, das „normalerweise nur in den teuersten High-End-Arrays zu finden ist, nämlicher kontinuierlicher Datenzugriff auf alle ASA-Arrays mit symmetrischer Aktiv-Aktiv-Architektur.“

Im Rahmen seines Storage-Lifecycle-Programms gewährt NetApp seinen Kunden alle drei, vier oder fünf Jahre ohne zusätzliche Kosten unterbrechungsfreie Upgrades auf die neueste Storage-Controller-Technologie. Wagmüller vergaß nicht zu erwähnen, dass die ASA-Serie über integrierte Datenschutz- und Hybrid-Cloud-Konnektivität verfüge: „Damit sind Daten sicher und können nahtlos in AWS, Azure und GCP genutzt werden, beispielsweise im Rahmen des Keystone-Programm.“ Auch dies ist in dem oben erwähnten Datenblatt detailliert nachzulesen.

Neue Versionen

ONTAP One, eine All-inclusive- und integrierte Storage-Software, ist nun für alle AFF-, ASA- und FAS-Systeme verfügbar. NetApp stellt die in ONTAP One integrierten Funktionen auch für bereits installierte und unterstützte Systeme zur Verfügung, und zwar kostenlos, wie Wagmüller hervorhob. Die ONTAP-Version vom Mai 2023 soll besser vor Ransomware schützen und die konsolidierten Workloads besser verwalten.

StorageGRID 11.7 und StorageGRID SGF6112 stellen jeweils eine neue Version der StorageGRID-Software dar. Sie kommen mit erweiterten Disaster-Recovery-Funktionen, Sicherheits- und Compliance-Updates und vereinfachter Benutzerfreundlichkeit.

Dazu gehört eine All-Flash-Objektspeicher-Appliance der AFF-Serie mit verbesserter Performance und Speicherdichte, um schnell wachsende leistungsintensive Objekt-Workloads mit großen Datenmengen zu unterstützen. KI, Analytik und Data Lakes gehören zu den üblichen Verdächtigen unter den Anwendungsfällen und Einsatzbereichen.

NetApp Advance erweitert

Die Ransomware Recovery Guarantee ist einer von zwei neuen Services innerhalb des Kundensupport-Portfolios „NetApp Advance“. NetApp gibt damit eine Ransomware-Schutzgarantie, der zufolge sich ein angegriffenes und verschlüsseltes System komplett wiederherstellen lässt.

Die NetApp-Ransomware-Recovery-Garantie kombiniert ONTAPs integrierte Sicherheits- und Ransomware-Schutzfunktionen. ONTAP könne bekannte bösartige Dateitypen, nicht autorisierte Administratoren und böswillige Benutzer mit Multi-Admin-Verifizierung automatisch blockieren. Darüber hinaus könne es manipulationssichere Snapshots bereitstellen, die auch vom Storage-Administrator nicht gelöscht werden könnten.

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Der autonome Ransomware-Schutz von ONTAP erkenne Angriffe und erstelle sofort zusätzliche Snapshots, erläuterte Wagmüller: „Dadurch kann die Wiederherstellung innerhalb weniger Minuten erfolgen.“ Angesichts dieser einmaligen Kombination von Technologien garantiere NetApp, dass die Snapshot-Daten im Falle eines Ransomware-Angriffs wiederhergestellt werden könnten. Sollte dies mit Hilfe von NetApp oder Partnern nicht möglich sein, biete NetApp eine Entschädigung (in Abhängigkeit von den allgemeinen Geschäftsbedingungen) an.

Die zweite Garantie, die NetApp im Rahmen von NetApp Advance nun zusichert, betrifft die Verfügbarkeit eines NetApp-ASA-SAN-Systems. Wie Wagmüller erklärte, erreiche die garantierte Verfügbarkeit ein hohes Maß, nämlich sechs Neunen nach dem Komma, mithin also 99,999999 Prozent. Die Downtime sei also pro Jahr minimal.

„Diese Ankündigung ist für NetApp strategisch bedeutsam und deckt sich mit unseren Erkenntnissen, die zeigen, dass Datencenter nicht verschwinden“, erläutert Scott Sinclair, Practice Director bei der Unternehmensberatung Enterprise Strategy Group. „Akteure wie NetApp haben erkannt, dass der Datenbedarf steigt und der Markt Innovationen verlangt.“

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