SDS-Hersteller setzen auf Open-Source-Software

OpenStack und SDS ebnen Unternehmen den Weg in die Cloud

| Autor / Redakteur: Thomas Cornely, Nexenta / Rainer Graefen

Der letzte OpenStack Summit fand im November 2014 in Paris statt. Der nächste wird im Mai 2015 in Vancouver über die Bühne gehen.
Der letzte OpenStack Summit fand im November 2014 in Paris statt. Der nächste wird im Mai 2015 in Vancouver über die Bühne gehen. (Nexenta)

Gerade vier Jahre sind vergangen, seit das OpenStack-Projekt Premiere feierte. Doch seit dem Start macht die freie auf Open Source beruhenden Softwarearchitektur für das Cloud Computing von sich reden. Auch im SDS-Umfeld gewinnt das quelloffene Framework zunehmend an Bedeutung.

Begonnen hat alles im Jahr 2010 mit einem von Rackspace und der NASA gemeinsam initiierten Pilotprojekt. Die Grundidee bestand darin, die Verwaltung von Computing-Services in privaten und öffentlichen Cloud-Umgebungen auf traditioneller Hardware zu vereinfachen.

Seitdem hat OpenStack einen spürbaren Einfluss auf die gesamte Industrie. Der Erfolg der Technologie ist ein Beispiel dafür, dass sich die Entwicklergemeinden mittlerweile mehr auf die Verbindungen von Systemen konzentrieren, als auf isolierte Systeme selbst.

OpenStack bildet den Rahmen für das Software-definierte Rechenzentrum

OpenStack ermöglicht, die zu großen Pools zusammengefassten Berechnungs-, Speicher- und Netzwerk-Ressourcen eines Rechenzentrums zu kontrollieren und über eine einzelne Oberfläche zu verwalten.

Indem intelligente Software Netzwerk und Storage wie virtualisierte Ressourcen behandelt, nimmt OpenStack der Verwaltung die Komplexität und der Einsatz einer On-Demand-Infrastruktur erübrigt sich. Damit ist der Rahmen für das Software-definierte Rechenzentrum (Software-Defined Data Center, kurz SDDC) geschaffen.

Neben Compute, Block und Object Storage sowie Networking zählen Dashboard, Identity, Image Service, Orchestrierung und Bare Metal Provisioning zu den weiteren Komponenten, aus denen sich OpenStack zusammensetzt.

OpenStack-Gemeinde wächst rapide

Das starke Wachstum und die Eigendynamik von OpenStack spiegeln das Interesse und den Bedarf von Unternehmen an Open-Source-Software wider. Dies zeigt sich auch daran, dass einige der weltweit größten Unternehmen bereits OpenStack-Technologie nutzen. Mit 4.500 Teilnehmern war der OpenStack-Summit in Paris im letzten Herbst entsprechend gut besucht.

Auch die Liste der IT-Hersteller, die sich aktiv am OpenStack-Projekt beteiligen, wird immer länger. Unter den mehr als 200 Unternehmen befinden sich Schwergewichte wie Avaya, Cisco, EMC, HP, IBM oder VMware.

Vier gute Gründe für OpenStack - und SDS

Der Compute-Layer ist bereits weitestgehend virtualisiert oder „Software-definiert“. Die nächsten Stationen auf dem Weg zum SDDC sind Software-definierter Speicher (SDS) und Software-definierte Netzwerke (SDN).

OpenStack ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Cloud-Framework, das eine IT-Hardware-Umgebung komplett ohne Herstellerbindung schaffen kann. Geringere Anschaffungskosten und größere Flexibilität sowie Skalierbarkeit sind die messbaren Vorteile für die Anwender.

Das sehen die die Nutzer von OpenStack offenbar ähnlich. Eine Umfrage von OpenStack ergab, dass es vier Hauptmotive für den Einsatz von OpenStack gibt:

  • 1. Das Innovationspotenzial
  • 2. Die offene Technologie
  • 3. Die erzielbaren Kostenersparnisse
  • 4. Keine Herstellerbindung

Vier wichtige Gründe, die ebenfalls für Software-defined Storage gelten. Überdies zeigte die Umfrage, dass bereits bei fast 50 Prozent aller Projekte OpenStack Object Storage zum Einsatz kommt und mehr als 70 Prozent OpenStack zur Blockspeicherung nutzen.

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