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Archivierung für eine Dauer von bis zu sechs Monaten
Die Archivierungslösung schließlich muss in der Lage sein, die Daten der sieben Experimente täglich archivieren zu können – bis zu einer Dauer von sechs Monaten. Auch hier sollten Endanwender möglichst leicht über ein Interface auf die Daten zugreifen können.
Zahlreiche Bewerbungen gingen ein. Beim Speichersystem fiel die Wahl schnell auf zwei HNAS3200-NAS-Heads (ehemals BlueArc Titan 3200) von Hitachi Data Systems, die aggregiert jeweils über 1.200 Megabyte pro Sekunde verarbeiten können und 200.000 IOPS leisten. Zwei AMS2500-Systeme von Hitachi stellen netto 256, 8 Terabyte Disk-Kapazität zur Verfügung.
Doch der Primärspeicher-Cluster wurde immer voller. Eine Performance-Verschlechterung sowie der Kauf von zusätzlichen teuren Disks kamen nicht infrage. Daher benötigte ALBA eine kostengünstige Lösung, mit der sich Platz im Primärspeicher freibekommen und Experimentdaten weiterhin sicher aufbewahren lassen. Auf der Suche nach einer Lösung fiel die Wahl auf eine Tape Library von Overland Storage in Kombination mit den Anwendungen Atempo Digital Archive for Archiving und den Atempo Time Navigator.
ALBA gibt nun teuren Primärspeicher frei, indem jeweils 250 Terabyte Daten nach zwei Monaten auf Band archiviert werden. Bei der Bandspeicherbibliothek machte Overland Storage mit der NEO 8000e Tape Library das Rennen. Die Tape Library fasst 400-LTO-5-Tapes und stellt 1,5 Petabyte Kapazität zur Verfügung (3,0 Petabyte komprimiert).
Durch Speicherung dieser Daten in der Overland-Bandbibliothek vermeidet ALBA den Kauf von zwei zusätzlichen Plattenspeichergeräten. So spart ALBA Tausende, sowohl an Kosten für Festplatten als auch an Stromkosten, da die NEO 8000e wesentlich energieeffizienter ist als Festplattenlösungen ähnlicher Größe. Da die Kapazität der Overland-Bibliothek auf bis zu drei Petabyte skalierbar ist, wird ALBA für eine lange Zeit keine zusätzlichen Speicherinvestitionen tätigen müssen.
Beim Backup und bei der Archivierung ging der Zuschlag an Atempo. Das ALBA-Synchrotron wird zur Archivierung der Forschungsdaten Atempo Digital Archive for Archiving einsetzen. Bei der Datensicherung vertraut ALBA auf den Atempo Time Navigator – unter anderem, weil die Lösung die Möglichkeit eröffnet, komfortabel in den Sicherungssets zu navigieren.
Joachim Metge, Leiter der Systemabteilung, ALBA, fasst zusammen. „Die Möglichkeit, so viele Daten auf Band zu verschieben und zugleich verfügbar zu halten, hat ein riesiges Upgrade des Festplattenspeichers vermieden. Die Archivierung und schnelle Verfügbarkeit der Daten innerhalb ein und derselben Lösung ersparen uns viele Kopfschmerzen. Im Endeffekt erleichtert dies die Arbeit unserer Gastwissenschaftler und senkt ihre Risiken – und für so wichtige Arbeit wie die hier durchgeführten Untersuchungen ist die Vermeidung von Risiken absolut unerlässlich.“
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