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Projekt „eArchiving“ widmet sich elektronischer Langzeitarchivierung Patientendaten sicher und dauerhaft speichern

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

In Arztpraxen und Labors entsteht eine große Menge an Daten, die künftig sicher, intelligent und gesetzeskonform archiviert werden sollen. Wissenschaftler und Unternehmen arbeiten in einem Projekt gemeinsam an einer Lösung.

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In Konstanz diskutierten Wissenschaftler und IT-Experten zum Thema Langzeitarchivierung von medizinischen Daten.
In Konstanz diskutierten Wissenschaftler und IT-Experten zum Thema Langzeitarchivierung von medizinischen Daten.
(BioLAGO)

Früher wurden 500.000 Seiten lange Zulassungsanträge für neue Medikamente noch per Lastwagen übermittelt – heute geht das auf elektronischem Weg deutlich einfacher. IT-Lösungen spielen in der Pharma-Industrie, Diagnostik und Medizintechnik eine immer größere Rolle bei der Dokumentation von Testergebnissen, Patientenproben oder Geschäftsprozessen. Notwendige Nachweise erfolgen immer noch durch Laborbücher oder gar das Einlagern ganzer Geräte.

„Das ist sehr zeitaufwendig und ermöglicht keinen schnellen und verlässlichen Zugriff auf Daten“, betont Dr. Thomas Ragg, Geschäftsführer von Quantiom Bioinformatics und Leiter des Projekts „eArchiving“ zur elektronischen Langzeitarchivierung in den Lebenswissenschaften. Zusammen mit dem Biotechnologie-Verbund BioLAGO, dem IT-Netzwerk bwcon, Forschern des FZI Forschungszentrum Informatik und der Hochschule Karlsruhe sowie Unternehmen wie der GATC Biotech arbeitet man an einer intelligenten Lösung, speziell für die kleinen- und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg.

Datenspeicherung bis zu 30 Jahre lang nötig

Die Wissenschaftler trafen nun mit IT-Experten in Konstanz zusammen. Unter anderem wurde erläutert, welchen rechtlichen Vorgaben die Speicherung von Patienten- und Labordaten unterliegt. Hersteller von Medizinprodukten müssen ihre Daten bis zu 30 Jahre lang archivieren, was große Herausforderungen an die IT-Lösungen stellt.

Eine erste Testumgebung, die den Zugriff auf Daten steuert, hat das Projektteam bereits erarbeitet. „Von einem verbesserten Archivierungssystem profitiert auch der Patient. Es verbessert Geschäftsprozesse und damit beispielsweise Diagnosen oder die Entwicklung von Arzneimitteln“, erläutert Andreas Baur, Geschäftsführer von BioLAGO.

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