Ende April will Pure Storage ein neues All-Flash-Array namens FlashBlade//E auf den Markt bringen. Mit seiner Energieeffizienz, dem Platzverbrauch und den Betriebskosten pro GB soll das AFA im Markt für unstrukturierte Daten (File- und Objektspeicher) den bislang dominierenden Festplatten Konkurrenz machen. Der Stromverbrauch soll ein Fünftel dessen betragen, was festplattenbasierte Speichersysteme verbrauchen.
FlashBlade//E umfasst ein Control Chassis, ein Expansion Chassis, die Blades, die Direct Flash Modules und natürlich die Software, um alles zu steuern. Die Einstiegskapazität liegt bei 4 Petabyte.
(Bild: Pure Storage)
Die neue All-Flash-Array-Plattform von Pure Storage, die aus zwei oder mehr Chassis mit Blades, Direct Flash Modules (DFM, keine SSDs) und der Purity//FB-Software besteht, „beginnt bei 4 PB und skaliert ausgehend von dieser Kapazität mit zuverlässiger Leistung“, sagt Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage. Aufgebaut ist sie nach dem Scale-Out-Prinzip. Die Grundlage auf der Software-Seite ist Pures UFFO-Technologie für unstrukturierte Daten.
Schon der Einstiegspunkt von 4 Petabyte verdeutlicht, für welche Einsatzbereiche und Anwendungsfälle dieses AFA gedacht ist: für größere Repositorys unstrukturierter Daten. Diese landen also vor allem in Data Lakes, um beispielsweise analysiert zu werden. Große Mengen an unstrukturierten Daten fallen beispielsweise in Branchen wie EDA und im Gesundheitswesen beispielsweise bei der Bildgebung an. Beispielanwendungen sind unter anderem Bild-Repositorys und -Kataloge, verdeutlicht Grau. „Es handelt sich um Online-Archive, in denen solche Dateien nach dem erstmaligen Gebrauch innerhalb eines Workflows landen.“
Dies bedeute allerdings keineswegs die Archivierung in einer langsamen und langfristigen Speicherklasse, wie sich beispielsweise Amazon S3 Glacier darstellt. „Generell ist ein Tiering nicht sinnvoll, denn dann wären die entsprechenden ‚Buckets‘ oftmals nur halbvoll, um genug Platz zum Verschieben vorzuhalten.“ Vielmehr könnte man die Daten als „warm“ bezeichnen, also als jederzeit mit geringer Latenzzeit abrufbar. Nur zehn Prozent aller Daten, so hätten Studien gezeigt, seien „heiß“, wiesen also eine hohe Zugriffsfrequenz auf. Die restlichen 90 Prozent wiesen „moderate“ Zugriffszahlen auf. Auf diesen Markt zielt FlashBlade//E, wohingegen die Modelle FlashBlade//S200 und //S500 mehr auf hohe Leistung ausgelegt seien.
Leistungsdaten
Ihre Wettbewerbsvorteile gegenüber Festplatten, die bisher den Markt für die Speicherung unstrukturierter Daten aufgrund ihres niedriges Kostenpunktes dominiert haben, soll die neue AFA FlashBlade//E erstens hinsichtlich der Kapazität von 4 PB (48 TB pro DFM) und der Schnelligkeit von NVMe-Flash-Memory ausspielen. „Wir verwenden im FlashBlade//E 48 TB große Direct Flash Modules“, erläutert Grau. „Pro Blade vier Stück. Die Einstiegskonfiguration von FlashBlade//E besteht aus 10 x EC Blades im Control Chassis mit je 4 x 48TB DFM und 10 x EX Blades im Expansion Chassis mit je 4 x 48TB DFM.“ Im Datenblatt ist die Rede von „XFM“: Das Akronym steht für „External Fabric Modules“, von denen je zwei Stück Bestandteil eines FlashBlade//E sind. Die XFM werden verwendet, um das Control Chassis mit dem beziehungsweise den Expansion Chassis zu verbinden.
Markus ist Principal Technologist bei Pure Storage.
(Bild: Pure Storage)
Um tatsächlich zu Festplatten konkurrenzfähig sein, ist der Kostenpunkt entscheidend. „Pure wird FlashBlade//E zu einem Preis von weniger als 0,20 US-Dollar pro GB inklusive drei Jahren Service anbieten“, kündigt Grau an. „FlashBlade//E konkurriert hinsichtlich der Anschaffungskosten mit Festplatten, wobei die Betriebskosten deutlich niedriger sind.“ Einen exakten Preis kann Grau nicht nennen, denn dieses Detail sei den Channel-Partnern vorbehalten. „Wir machen keinerlei Direktvertrieb und setzen zu hundert Prozent auf unsere Vertriebspartner.“
Ein weiterer Vorteil ist der Energieverbrauch. „Dieser liegt bei einem Fünftel dessen, was Lösungen mit Festplatten verbrauchen“, so Grau. Die Faustregel laute: ein Watt pro Terabyte. Das ergibt 1 kW pro Petabyte und bei 4 PB pro AFA einen Stromverbrauch von 4 kW. „Je größer das System, desto höher ist die Effizienz, die Unternehmen dabei hilft, ihre immer wichtigeren Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, erläutert Grau.
„Hinzukommt der geringere Platzverbrauch, der sich in geringerem Rackspace niederschlägt“, so der Pure-Manager weiter. Auch hier lautet die Faustregel: ein Fünftel des Platzbedarfs von HDD-Arrays. Die Bauweise basiert auf der Hardware-Architektur des seit vergangenem Jahr erhältlichen FlashBlade//S, weist aber neben Control Chassis auch ein Expansion Chassis auf. Letztere werden auch zur Erweiterung des Gesamtsystems verwendet.
Scale-Out
„FlashBlade//E ist so konzipiert, dass es flexibel ist und nach Bedarf wächst, mit zehn- bis 20-fach höherer Zuverlässigkeit als festplattenbasierte Systeme“, stellt Grau heraus. Eine Weiterentwicklung sei ohne Unterbrechungen oder Forklift-Upgrades möglich. Grau weiter: „Mit Cloud-ähnlicher Einfachheit, Flexibilität und vorhersehbarer Leistung bleibt FlashBlade//E in jeder Größenordnung einfach zu verwalten.“ Ein Ingenieur oder ein Admin, die bislang das FlashBlade-Betriebssystem Purity genutzt haben, dürften also keine Schwierigkeit beim Umstieg auf die E-Version haben.
Stand: 08.12.2025
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„Festplattenbasierte Systeme belasten die IT-Teams und Budgets vieler Unternehmen“, erläutert Grau. „Sie sind schwierig zu verwalten, benötigen viel Strom, nehmen viel Platz in Anspruch, und ihre Komponenten fallen zu häufig aus, was zu Störungen führt und wertvolle Daten gefährdet.“ Dies beeinträchtige letztlich die Fähigkeit, aus den Daten einen geschäftlichen Nutzen zu ziehen. Moderne Datei- und Objektspeicherlösungen seien zwar in der Lage, viele dieser Herausforderungen zu bewältigen, seien aber bisher keine brauchbare Option für große unstrukturierte Datenbestände, die kostensensibel sind, gewesen – zumindest bis jetzt.
Immergrün
Neben dem herkömmlichen Kauf haben Kunden laut Grau auch die Möglichkeit, FlashBlade//E als neue Katalogoption im Evergreen//One-Storage as-a-Service-Abonnement (STaaS) von Pure zu beziehen. „Diese bietet Pay-as-you-go-Wirtschaftlichkeit und ein skalierbares Cloud-Erlebnis mit der Kontrolle einer On-Premises-Bereitstellung.“
„Da sich das Wachstum unstrukturierter Daten bei unseren Kunden weiter beschleunigt, besteht eine Nachfrage nach nachhaltigeren und skalierbaren Speicherlösungen für alltägliche Workloads. Wir freuen uns, dass wir diesen Bedarf mit FlashBlade//E erfüllen können, denn es bietet die Einfachheit und Energieeinsparungen, für die Pure bekannt ist, und das zu geringeren Anschaffungskosten als festplattenbasierte Lösungen“, fasst Brian Bartell, Global Vice President of Primary Storage bei WWT zusammen.
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