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Bitkom-Umfrage Recht auf Home-Office ist umstritten

Autor: Heidemarie Schuster

Das Recht auf Home-Office kommt nicht bei allen Bundesbürgern gut an. Immerhin gut die Hälfte der vom Bitkom Befragten sehen einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Home-Office, wie er aktuell diskutiert wird, eher kritisch.

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Viele der vom Bitkom Befragten finden, dass ein Recht auf Home-Office ungerecht sei.
Viele der vom Bitkom Befragten finden, dass ein Recht auf Home-Office ungerecht sei.
(Bild: © Marina Zlochin - adobe.stock.com)

Das Bundesarbeitsministerium plant ein Recht auf Home-Office. Demnach sollen alle Erwerbstätigen, deren Tätigkeit von zu Hause aus ausgeübt werden kann, einen Anspruch darauf haben, ihren Arbeitsort an einer bestimmten Anzahl von Tagen im Jahr frei zu wählen. Zwar würden 56 Prozent der vom Bitkom befragten Bundesbürger einen solchen Rechtsanspruch nicht begrüßen, allerdings sind 40 Prozent dafür. Die Befürworter finden sich besonders in der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen (51 %). In den Altersgruppen ab 30 Jahren überwiegt aber die Anzahl derer, die den Rechtsanspruch ablehnen (58 %).

Ist ein Recht auf Home-Office ungerecht?

Hauptgrund für die Ablehnung eines solchen Gesetzes ist die Befürchtung, dass eine Zweiklassengesellschaft unter den Arbeitnehmern entsteht. Auch auf der Seite der Befürworter des Rechts gibt es Zweifel. Immerhin für 48 Prozent spricht gegen ein Recht auf Home-Office die Ungerechtigkeit gegenüber Kollegen, deren Tätigkeit nicht für Home-Office geeignet ist. Unter den Gegnern des Rechts auf Home-Office sagen dies sogar 63 Prozent.

40 Prozent der Befürworter befürchten weniger Austausch mit Kollegen, unter den Gegnern sind es 53 Prozent. Jeder Dritte (32 %) meint, Kollegen im Home-Office würden weniger arbeiten, bei den Gegnern des Rechtsanspruchs sagen das 45 Prozent. Und jeder Fünfte (20 %) sieht einen unzulässigen Eingriff in die unternehmerische Freiheit, bei den Gegnern ist es jeder Dritte (32 %). Jeder Sechste (17 %) sorgt sich um die Datensicherheit, unter den Gegnern jeder Fünfte (20 Prozent).

„Home-Office sollte nicht staatlich verordnet werden, sondern die Entscheidung darüber, wie gearbeitet wird, muss beim Arbeitgeber liegen. Moderne flexible Arbeitsformen sind kein Selbstzweck und müssen im Einklang mit der Unternehmenskultur stehen und zu den innerbetrieblichen Prozessen passen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Der Bitkom empfiehlt, dass der Staat Anreize für zeit- und ortsflexibles Arbeiten setzt, ohne diesen Bereich übermäßig zu regulieren. „Wer regelmäßig zu Hause arbeitet und dabei hilft, Staus zu vermeiden und die Umwelt zu schonen, sollte dafür belohnt werden und steuerlich mit Berufspendlern gleichgestellt werden. Arbeitnehmer, die jetzt in der Krise aus beruflichen Gründen in ihre Heim-IT investieren, sollten zudem einen einmaligen Steuerbonus erhalten.“ Langfristig sollten Ausgaben für die ITK-Ausstattung eines häuslichen Arbeitsplatzes – unabhängig davon, ob ein Arbeitszimmer vorhanden ist oder nicht – pauschal als Werbungskosten geltend gemacht werden können.

Über die Studie

Die Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Dabei wurden 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt.

(ID:46958148)

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