Kommentar von Kurt Gerecke, Certified Storage Consultant bei IBM

Richtig archivieren mit dem IBM Information Archive

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IBM Information Archive (IIA)

IBM kündigte im Februar dieses Jahres das neue Archivierungssystem „IBM Information Archive“, kurz IIA, als Nachfolger des bisherigen DR550-Systems an. Mit dem neuen System werden die veränderten beziehungsweise erweiterten Anforderungen an Archivsysteme adressiert. IIA ist eine universelle Lösung zur Archivierung von strukturierten und unstrukturierten Daten, die sowohl gesetzlichen Aufbewahrungsvorschriften erfüllt, als auch generell der vorschriftsfreien Datenhaltung im Langzeitbereich Rechnung trägt.

Das System zeichnet sich dadurch aus, dass es eine hohe Flexibilität in der Datenspeicherung bietet, weil zu archivierende Anwendungen durch unterschiedliche standardisierte Zugriffsmethoden möglich werden. Die hohe Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit sind besondere Merkmale des Systems.

Architektur

Das System besteht aus bis zu drei Rechnerknoten (in der IIA-Terminologie als „Collection“ bezeichnet), die intern mit den Plattenarrays durch ein Fibre-Channel-Netz miteinander verbunden sind und sich gegenseitig durch das integrierte GPFS (Generell Parallel File System) Backup geben und damit eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten.

Per Knoten können Anwendungen zum einen via NAS-Interface durch die NFS- oder Http-Schnittstellen oder über die klassische SSAM, System Storage Archive Manager (TSM-API) Schnittstelle angebunden werden. Zu einem späteren Zeitpunkt werden auch FTP und CIFS unterstützt werden. Dabei sind die Knoten hinsichtlich der zu adressierenden Schnittstellen zu den Anwendungen frei wählbar. Dabei bieten beide Schnittstellen die Möglichkeit, andere Infrastrukturen, beispielsweise Tape, anzuschließen.

Die Möglichkeit, mehrere Archivierungsinstanzen gleichzeitig innerhalb eines Systems zu betreiben, erhöht die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems beträchtlich. Im Unterschied zur DR550 basiert die Datenbank des SSAM-Servers durch die Integration von TSM 6.1 auf DB2. Damit wird die Anzahl der zu speichernden Datenobjekte um den Faktor drei pro Collection erhöht.

Der SSAM-Server sorgt für die Datenmigration auf angeschlossenen externen Speichern. Innerhalb einer Collection zur File-Anbindung (Knoten mit NAS-Interface) werden Daten, die auf externen Storage wie zum Beispiel Tape ausgelagert werden sollen, durch den internen TSM-Server mittels seiner HSM-Funktionalität migriert. Das Management und die Administration des Systems werden über eine einheitliche Bedieneroberfläche durchgeführt.

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