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Speichertipp: Automatisierte Verwaltung von Datei-, Block- und Objektspeicher im Clusterbetrieb Rook mit Ceph – Cloud-natives Storage-Orchestrierungsframework für Kubernetes

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Rook automatisiert die Verwaltung des Speichersystems Ceph in Kubernetes. Die Software integriert Datei-, Block- und Objektspeicher direkt in Clusterumgebungen und sorgt dafür, dass diese sich selbst einrichten, überwachen und reparieren. So entsteht eine stabile, offene Speicherplattform für Cloud-native Anwendungen.

Rook steuert in Kubernetes-Umgebungen Ceph als Operator.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Rook steuert in Kubernetes-Umgebungen Ceph als Operator.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Rook stellt als Open-Source-Projekt der Cloud Native Computing Foundation eine Plattform bereit, die verteilte Speichersysteme in Kubernetes integriert und automatisiert. Der Schwerpunkt liegt auf Ceph, einem bewährten, skalierbaren Speichercluster, der Datei-, Block- und Objektspeicher in Produktionsumgebungen bereitstellt. Rook übernimmt dabei sämtliche Verwaltungsaufgaben, die sonst manuell durch Administratoren erfolgen.

Funktionsweise und Architektur

Rook nutzt die native Ressourcenverwaltung von Kubernetes, um Ceph als Operator zu steuern. Der Operator übernimmt das Bereitstellen, Konfigurieren, Skalieren, Upgraden und Überwachen der Ceph-Komponenten. Dadurch entstehen selbstverwaltende, selbstheilende und dynamisch skalierende Speicherpools. Cluster lassen sich je nach Bedarf hyperkonvergiert betreiben oder in großskaligen Umgebungen verteilen. Daten werden effizient repliziert, um Verluste zu minimieren und die Verfügbarkeit zu sichern.

Ceph-Integration im Detail

Ceph bietet drei Arten von Speicher: Blockspeicher für persistente Volumes, Objektspeicher für Anwendungen mit S3- oder Swift-Kompatibilität und Shared-Filesysteme für containerisierte Workloads. Rook abstrahiert diese Komponenten und bindet sie als Kubernetes-Ressourcen ein. Über Custom-Resource-Definitions und den Rook-Ceph-Operator lassen sich komplette Ceph-Cluster mit wenigen Befehlen wie „kubectl create -f crds“ starten. Diese enge Integration ermöglicht eine nahtlose Nutzung innerhalb Cloud-nativer Workflows.

Betrieb und Automatisierung

Rook entlastet den Betrieb durch automatisierte Abläufe für Bereitstellung, Migration, Disaster Recovery und Upgrades. Selbst komplexe Cluster lassen sich über Helm-Charts oder deklarative YAML-Dateien definieren. Monitoring und Fehlerbehebung erfolgen direkt über Kubernetes-Mechanismen. Im Fall eines Knotenausfalls startet Rook selbstständig Wiederherstellungsprozesse, sodass die Speicherschichten stabil bleiben und keine manuelle Intervention nötig ist.

Community und CNCF-Projektstatus

Als graduierter Bestandteil der CNCF wird Rook aktiv von einer großen Community gepflegt. Die Software wird millionenfach eingesetzt und läuft produktiv in verschiedenen Branchen, vom Cloud-Hosting bis zu industriellen Datenplattformen. Durch die offene Apache-2.0-Lizenz bleibt der Code vollständig einsehbar und kann frei erweitert werden. Der Einstieg in Rook erfolgt über eine übersichtliche Dokumentation mit Quickstart-Anleitungen, Design-Referenzen und Praxisbeispielen.

Nutzer können Ceph in bestehende Kubernetes-Cluster integrieren, ohne externe Managementsysteme zu benötigen. Über Slack, GitHub und die Rook-Community stehen Support-Kanäle für Fragen und Feature-Vorschläge bereit.

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