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Speichervirtualisierung: die nächste Stufe zur Cloud, Teil 3

SAN Melody und SAN Symphony von DataCore

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Bei einer iSCSI-Anbindung des externen Speichers an die SAN-Software geht DataCore den hierbei üblichen Weg über iSCSI Initiator und Target. Die Target-Komponenten kommen vom Hersteller des Speicherarray. DataCore liefert den passenden Initiator auf seiner Seite. Natürlich lässt sich ein solches Array auch direkt an den Server anschließen. Die DataCore Software macht aus mehreren iSCSI-Fragmenten aber einen gemeinsamen Speicherpool. Dies hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen just in der Pool-Bildung. Hierbei spielt es auch keine Rolle, wie die Speicherfragmente angebunden werden. Ein Pool kann sich folglich aus iSCSI-, DAS- und FC-Speicher subsumieren. Der Nachteil ist die zusätzliche Zwischenschicht.

Zum Funktionsumfang von SANmelody und SANsymphony gehören ferner die Funktionen zum Erzeugung und Verwaltung von Snapshot, CDP-Funktionen und Thin Provisioning. Beide Varianten der DataCore Software unterstützen auch die Anforderungen nach Hochverfügbarkeit. Durch die synchrone Spiegelung der Daten zwischen zwei Knoten erfolgt die Absicherung gegen einen Ausfall. Diese Spiegelung gilt allerdings nur für Speicher der über FC oder iSCSI angebunden ist.

Disaster Recovery ist eingeschlossen

Daneben stehen die Vorkehrungen für das Disaster Recovery. Hierbei greift die Software auf eine asynchrone Replikation von virtuellen Disks zwischen zwei Knoten zurück. Diese asynchrone Kopplung basiert auf Standard IP-Verbindungen und erlaubt auch größere Distanzen der beiden Knoten.

In die gleiche Kerbe schlägt die Advanced Side Recovery (ASR). ASR unterstützt beim Wiederhochfahren eine Site (eines Rechenzentrums). Dazu stellt es Automatismen zum Wiederanlauf der Server bereit. Um die Sicherung der Daten und deren Replikationen auf andere Standorte kümmern sich ja bereits die oben erwähnten Spiegeltechniken für die Daten.

ASR ist in etwa mit dem Site Recovery Manager (SRM) von VMware vSphere vergleichbar. Der VMware SRM operiert aber ausschließlich in Verbindung mit vSphere und dessen ESX-Server. DataCores ASR ist unabhängig davon und kann prinzipiell für alle Anwendungsszenarien eingesetzt werden. In beiden Fällen handelt es sich aber um ein kontrolliertes Wiederanfahren der Server und keine Failover-Szenarien wie es beispielsweise durch aktiv/passiv-Cluster erfolgt.

Virtual SAN Appliance Software

Seit wenigen Monaten bietet DataCore darüber hinaus auch eine Virtual SAN Appliance Software an. Die virtuelle Appliance klinkt sich in Citrix StorageLink ein und stellt den Virtualisierungssystemen XenServer (Citrix) und Hyper-V (Microsoft) SAN-Speicher zur Verfügung. Die Verwaltung passiert in der Zusammenarbeit mit Citrix Essentials für Xen Server und Microsoft Hyper-V.

Die Virtual SAN Appliance ermöglicht den Test von vorhandenem iSCSI-Storage in Verbindung mit virtuellen Servern. In diesem Test-SAN können verteilte Disk-Kapazitäten bis zu einem Terabyte in einem Pool zusammengeführt und mit Thin Provisioning, Performance-Beschleunigung und Snapshots für virtuelle Maschinen eingesetzt werden. Die Anbindung an die Virtualisierungssysteme des Hyper-V und XenServer passiert über den StorageLink von Citrix und Citrix Essentials. Die Anbindung zu den Speichereinheiten wiederum erfolgt über iSCSI. Aufgrund der Standardisierung dieser Zugriffstechnik kann es sich dabei auch um Speichersysteme von unterschiedlichen Herstellern und in unterschiedlicher Ausführung handeln.

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