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Speichervirtualisierung: die nächste Stufe zur Cloud, Teil 3 SAN Melody und SAN Symphony von DataCore

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Die Virtualisierung der Serversysteme ist etabliert und ihre Umsetzung allenfalls eine Frage der Zeit. Die nächste Stufe auf dem Weg zu vollständig virtualisierten Umgebungen stellen die Speichersysteme dar. Diese stehen im Mittelpunkt dieser Reihe. Diesmal steht die Software von DataCore im Mittelpunkt.

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Hardwareunabhängige Speichervirtualisierung mit SANsymphony.
Hardwareunabhängige Speichervirtualisierung mit SANsymphony.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Technik der Servervirtualisierung ist erprobt und befindet sich derzeit bei vielen Unternehmen in der Umsetzung. Daher ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Konzepte im breiten Stil etabliert haben. Mit Cloud Computing stehen bereits weitere Neuerungen ins Haus. Ob und wie sich dieses neue Paradigma der IT in der Praxis durchsetzen wird, kann heute noch nicht beantwortet werden.

Kein Zweifel allerdings besteht in Ausweitung der Virtualisierung auf weitere IT-Bereiche. Virtuelle Desktops und Speichervirtualisierung sind dabei die nächsten Kandidaten. Letztere stehen im Fokus dieser Berichtsreihe. In den ersten beiden Teilen betrachteten wir HP Lefthand und Open-E DSS. Der dritte im Bunde ist die Software von DataCore. Das Unternehmen realisiert die Speichervirtualisierung ausschließlich durch Software und baut dabei auf einer vorhandenen Hardware auf.

DataCore hat mehrere Varianten seiner Software im Angebot:

  • SANmelody adressiert den Markt der KMU (kleine und mittelständische Unternehmen). Es unterstützt bis 32 Terabyte maximaler Kapazität gespiegelt.
  • SANsymphony zielt auf den Einsatz im Enterprise. Es ist die umfangreichere der beiden Varianten und kann auch mit Speicherpools bis in den Petabyte-Bereich umgehen.
  • Virtual SAN Appliance Software: Die virtuelle Appliance klinkt sich in Citrix StorageLink ein und stellt den Virtualisierungssystemen Citrix XenServer und Microsoft Hyper-V via Citrix Essentials SAN-Speicher zur Verfügung.

Melodiöser Zweiklang

Funktional sind SANmelody und SANsymphony nahezu identisch. Der wichtigste Unterschied liegt in der maximalen Kapazität. SANmelody bzw. SANsymphony ist die eigentliche Verwaltungssoftware, die aus physisch vorhandenen Speicherfragmenten einen gemeinsamen Speicherpool macht und diesen den Serversystemen zur Verfügung stellt. Die SAN-Verwaltungssoftware benötigt selbst zum Lauf einen Standard-Rechner. Die Bitbreite spielt dabei keine Rolle. Es kann sich um ein 32 Bit Modell (x86) oder auch um eine 64-Bit-CPU handeln (x64).

Der durch die Software verwaltete Speicherpool kann sich aus unterschiedlichen Quellen zusammensetzen. Dies sind zum Einen die internen DAS-Platten mit ATA-, IDE-, SATA-, Firewire oder SAS-Anschluss, aber auch externer DAS-Speicher wie etwa die HP MSA. Daneben werden auch jegliche externe Disk Arrays eingebunden. Dabei werden die SAN Protokoll iSCSI, FC, InfiniBand und Fibre Channel over Ethernet (FCoE) unterstützt.

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