Globale Studie von Arcserve Schutz gespeicherter Daten wird massiv vernachlässigt

Von Matthias Breusch Lesedauer: 2 min

Anbieter zum Thema

Die Verlagerung von Kapazitäten in Cloud-Rechenzentren steigt unablässig. Damit verbunden ist ein möglicherweise fatales Missverständnis: 43 Prozent der IT-Entscheider glauben, nicht sie selbst seien für Sicherheit und Recovery ihrer Daten verantwortlich, sondern die Cloud-Betreiber. In Deutschland sind es sogar 59 Prozent.

Laut der diesjährigen von Arcserve in Auftrag gegebenen Studie sind 59 Prozent der befragten deutschen IT-Entscheidungsträger der Meinung, die Anbieter öffentlicher Cloud-Dienste seien für den Schutz und die Wiederherstellung der gespeicherten Daten verantwortlich.
Laut der diesjährigen von Arcserve in Auftrag gegebenen Studie sind 59 Prozent der befragten deutschen IT-Entscheidungsträger der Meinung, die Anbieter öffentlicher Cloud-Dienste seien für den Schutz und die Wiederherstellung der gespeicherten Daten verantwortlich.
(Bild: Nmedia - stock.adobe.com)

Im Rahmen der jährlichen, im Auftrag der Sicherheitsexperten Arcserve weltweit erhobenen Umfragedaten haben sich die Werte im Vergleich zum Vorjahr praktisch kaum verbessert. 2022 waren es 44 Prozent weltweit, die die Verantwortung für Cloud-Daten beim Anbieter liegen sahen.

Auch die weiteren Resultate der Studie belegen deutliche Fehleinschätzungen, ähnlich wie jüngst bereits in ähnlich gelagerten Arcserve-Erhebungen zu firmeneigenen Notfallplänen und den Sicherheitslücken in der Integration von Home-Office-Arbeitsplätzen:

  • 64 Prozent (weltweit) und 47 Prozent der in Deutschland befragten IT-Verantwortlichen glauben, dass Cloud-Backups sicherer seien als Backups vor Ort.
  • 30 Prozent (weltweit) und 40 Prozent (Deutschland) bestätigen schlecht dokumentierte Disaster-Recovery-Pläne.
  • 41 Prozent (weltweit) und 30 Prozent (Deutschland) geben an, dass Disaster-Recovery-Pläne zwar existierten, jedoch nicht aktualisiert worden seien.

Zeit zum Handeln

Arcserve-Manager Florian Malecki empfiehlt umgehende Nachbesserungen: „Unternehmen müssen verstehen, dass die Verantwortung für den Schutz und die Wiederherstellung von Daten bei ihnen selbst liegt und nicht beim Cloud-Anbieter. Die Zeit zum Handeln ist jetzt gekommen, vor allem angesichts der zunehmenden Einführung von Hybrid- und Multi-Cloud-Lösungen.“

Die Studie wurde von Dimensional Research in Australien, Neuseeland, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Korea, Großbritannien, den USA und Kanada durchgeführt. Rund 1.100 IT-Entscheider nahmen an der Umfrage teil. Alle Teilnehmer hatten eine Budget- oder technische Entscheidungsverantwortung für Datenmanagement, Datenschutz und Speicherlösungen in einem Unternehmen mit 100 bis 2.500 Mitarbeitern und mindestens 5 TB an Daten.

Aktuelles eBook

Disaster Recovery – Konzepte für den Daten-Notfall

eBook Disaster Recovery
eBook „Disaster Recovery“
(Bild: Storage-Insider)

Ransomware-Attacken bedrohen die gesamte IT und speziell die gespeicherten Daten in einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Um den Angriffen der Cyberkriminellen zu begegnen, benötigen Unternehmen eine funktionierende Disaster-Recovery-Strategie. Unser neues eBook erläutert DR-Strategien – inklusive unterschiedlicher DR-Pläne, unerlässlicher DR-Tests und DR-as-a-Service.

Die Themen im Überblick:

  • So funktioniert Disaster Recovery
  • Was ist ein DR-Plan?
  • Disaster-Recovery-Test
  • Disaster-Recovery-as-a-Service

(ID:49262800)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Data-Storage und -Management

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung