Das Schweizer Unternehmen Kägi plant, bis 2024 digital und vernetzt zu produzieren. Wichtige Systemvoraussetzungen dafür steuert der Digitalisierungsspezialist Axeed bei.
Der Schweizer Schokoriegelherstellers Kägi hat sich das Ziel gesetzt, bis 2024 vollständig digitalisiert zu produzieren. Ein wichtiger Schritt dabei ist die automatisierte Produktionsplanung. Unterstützt wird Kägi von der Axeed AG.
(Bild: Kägi)
Ob Haselnuss, Dark Orange, klassisch oder mini, einzeln oder im Multi-Pack – die Schokoladenwaffeln von Kägi gibt es in verschiedensten Geschmacksrichtungen, Formen und Größen. Insgesamt sind es 300 Produktvariationen.
Um die unterschiedlichen Sorten herzustellen, die regelmäßig bestellt und produziert werden, müssen diverse Maschinen immer wieder umgerüstet werden. Während es nur kurz dauert, die Beschriftung oder Verpackung zu ändern, dauert ein Wechsel der Schokolade oder der Füllung deutlich länger. Die betroffene Anlage steht dann entsprechend lange still. Das Problem wollten die Schweizer entschärfen.
Excel-Tabellen und Mitarbeitererfahrung reichen nicht mehr
Die ideale Produktionsplanung ist nicht nur für Kägi eine, die die Umrüstzeit so kurz wie möglich hält. Sie gehört deshalb zu einer der Herausforderungen bei der Problembeseitigung und ist Teil des von Kägi initiierten Großprojektes „Smart Factory 2024“. Bis 2024 will man damit eine vollständig digitalisierte Fabrik erreichen.
Mit Blick auf die Produktions- und Ressourcenplanung wurden bislang klassische Excel-Tabellen genutzt. Sie halfen dabei, die Bestellungen rechtzeitig zu produzieren und den Lagerbestand in einem definierten Rahmen zu halten.
Die optimale Auftragsreihenfolge konnte man so jedoch nicht automatisch ermitteln. Diese Aufgabe wurde aufgrund der Erfahrungswerte einzelner Mitarbeiter gelöst – kein leichtes Unterfangen, weil es sich bei 200 bis 300 Aufträgen pro Monat um einen Vollzeitjob handelt.
Mathematische Modelle erschrecken nicht vor Datenfluten
Die Antwort auf die Frage nach effizienteren Methoden, um eine perfektionierte und automatisierte Produktionsplanung zu erreichen, ist ein mathematisches Modell. Denn selbst Systeme, die das Maschinelle Lernen nutzen, sind von den Unmengen an Optionen überfordert.
So gibt es bei drei Aufträgen schon sechs Wege, wie man sie anordnen kann. Und das sind bei vier bereits 24 mögliche Reihenfolgen. Reden wir von 30, so übersteigt die Zahl bereits die Vorstellungskraft. „Der Schlüssel, um das Problem zu lösen, ist, es auf eine einfache mathematische Form herunterzubrechen und mithilfe eines Algorithmus zu kalkulieren“, erklärt Memo Dener, CEO der Axeed AG.
Die Lösung für eine umfassend automatisierte Produktionsplanung ist laut Axeed ein effizientes mathematisches Modell, weil auch das Maschinelle Lernen von den Unmengen an Optionen überfordert ist.
(Bild: Kägi)
Das in der Folge entwickelte mathematische Modell besteht aus drei Bausteinen:
Erstens: Variablen wie Start- und Endzeitpunkt des Auftrags,
zweitens: Bedingungen, zum Beispiel Abgabefristen oder die Lagerbestandsplanung, anhand der Absatzplanung,
drittens: eine Optimierungsfunktion, auf deren Grundlage die ideale Lösung ausgewählt wird, in diesem Fall die kürzeste Umrüstzeit.
Im zweiten Schritt wird das mathematische Modell mithilfe von KI-basierten digitalen Tools von Axeed optimiert. Dadurch kann die vormals komplizierte Planung nun innerhalb von zwei Minuten berechnet werden. Das ersetzt in Zukunft die mühsam von Hand erstellten Excel-Tabellen.
Das Resultat ist eine transparente Produktion im Schokowerk
Das Ergebnis ist ein Produktionsplan mit Start- und Endzeiten für alle Aufträge, in der idealen Reihenfolge, welche die Umrüstzeit minimiert und so die Wirtschaftlichkeit erhöht. In eine bestehende Applikation von Kägi integriert, lassen sich bei Bedarf auch Parameter wie die Anzahl der Schichten oder minimale Lagerbestände anpassen, um so unterschiedliche Planungen zu simulieren und zugleich zu garantieren, dass Bestellungen rechtzeitig hergestellt werden, damit sich der Lagerbestand im gewünschten Rahmen bewegt.
Ganz im Sinne einer „Smart Factory“ hat die Axeed auch eine Schnittstelle zu dem ERP-System von Navision, einem Planning-Tool für Bestellungen, das in puncto Pünktlichkeit und Lagerbestandskontrolle unterstützen kann, entwickelt. Diese kann die Auftrags-, Lager- und Produktstammdaten aus der Datenbank laden und den fertigen Produktionsplan zurückschreiben.
Nach eigener Aussage wird Axeed in Zukunft weitere digitale und automatisierende Systeme und Tools bei Kägi implementieren. Geplant seien etwa KI-basierte Analyse-Dashboards im Finanz- und HR-Bereich sowie auch bei der Absatz- und Einkaufsplanung.
Der Artikel wurde zunächst auf unserem Partnerportal Industry of Things veröffentlicht.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.