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Tipp: Deduplizierung und Kompression Synology-NAS: nachträgliche Datenreduktion für Festplatten-Volumes

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Volle Festplatten-Pools im Synology-NAS lassen sich wieder verkleinern, ohne Daten auszulagern. Das Betriebssystem dedupliziert und komprimiert Freigaben im Nachgang zum Schreibvorgang und gibt belegten Platz frei. Der Betreiber legt Zeitfenster fest und hält die Last vom Tagesgeschäft fern. Voraussetzung ist eine Bestückung mit Synology-Datenträgern.

Die Funktion „Storage Efficiency“ im Synology-NAS-Betriebssystem DSM 7.4 funktioniert nur mit eigenen Festplatten des Herstellers.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Die Funktion „Storage Efficiency“ im Synology-NAS-Betriebssystem DSM 7.4 funktioniert nur mit eigenen Festplatten des Herstellers.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Mit DSM 7.4 stattet Synology sein NAS-Betriebssystem mit der Funktion „Storage Efficiency“ aus, die Deduplizierung und Kompression auf Volumes mit klassischen Festplatten bringt. Die Freigabe erfolgte am 16. Juni 2026, der automatische Roll-out zieht sich gestaffelt bis in den August. Bislang blieb eine solche Datenreduktion höherwertigen All-Flash-Systemen vorbehalten, nun erreicht sie auch kleinere Plus-Modelle.

Deduplizierung und Kompression nach dem Schreiben

Storage Efficiency arbeitet als Post-Processing-Verfahren. Das System schreibt eingehende Daten zunächst unverändert auf das Volume und untersucht sie erst später auf doppelte Blöcke und Kompressionspotenzial. Dieser Ansatz hält die Schreiblast im Betrieb niedrig, verschiebt die Analyse aber in einen späteren Vorgang. Der Administrator aktiviert beide Verfahren pro freigegebenem Ordner und kombiniert sie nach Bedarf.

Die Einsparung zeigt der Storage Manager als Prozentwert und in Diagrammen an. Über einen Zeitplan legt der Betreiber fest, wann die Analyse startet, und verlegt rechenintensive Phasen in Zeiten geringer Last. Die Deduplizierung kostet Zugriffsleistung, die Kompression fordert zusätzliche CPU-Zyklen. Auf Modellen mit knapper Ausstattung wirkt sich diese Last auf die Antwortzeiten aus.

Bindung an Datenträger des Herstellers

Die Funktion setzt Festplatten von Synology voraus. Ein Volume mit Laufwerken anderer Anbieter meldet, dass Storage Efficiency nicht unterstützt wird. Nach Berichten aus Praxistests lief die Datenreduktion auf einer DS925+ mit Synology-Laufwerken, ein Pool aus Fremdplatten blieb außen vor. Synology setzt damit seine Politik fort, bestimmte Funktionen an das eigene Festplatten-Sortiment zu koppeln.

Für Betreiber ergibt sich daraus eine Kostenfrage. Betreiber, die die Einsparung nutzen möchten, planen den Kauf zertifizierter Laufwerke ein und rechnen den Aufpreis gegen den gewonnenen Platz. In großen Pools senkt die Reduktion den Bedarf an zusätzlichen Einschüben und dämpft so die Anschaffungskosten.

Weitere Neuerungen in DSM 7.4

Über die Datenreduktion hinaus bringt DSM 7.4 einen eingebauten Assistenten. Der „DSM Agent“ gibt kontextabhängige Empfehlungen direkt in der Oberfläche und senkt die Hürde für aufwendige Konfigurationen. Ergänzend führt Synology eine rollenbasierte Zugriffssteuerung ein, die jedem Anwender über eine Rolle feste Rechte zuweist. Für Umgebungen mit vielen Konten strafft dieser Ansatz die Rechtevergabe.

Als offene Betaversionen erscheinen zusätzlich die Kommunikationsdienste ChatPlus und Meet, die vollständig auf dem eigenen System laufen und eine KI-gestützte Live-Übersetzung mitbringen. Der Schwerpunkt des Updates liegt damit auf Automatisierung, Zugriffskontrolle und Datenreduktion.

Fazit

Storage Efficiency verschafft Betreibern von Festplatten-NAS eine wirksame Datenreduktion, die bisher teureren Systemen vorbehalten war. Die Bindung an Synology-Laufwerke schränkt den Kreis der nutzbaren Hardware ein und verlagert einen Teil der Ersparnis in den Einkauf. Mit AI-Assistent und rollenbasierter Zugriffssteuerung rückt DSM 7.4 zugleich näher an den Funktionsumfang großer Speicherplattformen.

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