Laserbasierte Speichertechnik

Seagate erreicht 16 Terabyte bei HAMR-Festplatten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

Seagates HAMR-Festplatten mit 16 Terabyte Kapazität haben Vorserienreife erreicht.
Seagates HAMR-Festplatten mit 16 Terabyte Kapazität haben Vorserienreife erreicht. (Bild: Seagate)

Seagate hat bei der Entwicklung von HDDs auf HAMR-Basis ("Heat-assisted Magnetic Recording") einen Meilenstein erreicht: Erstmals konnten voll funktionsfähige Festplatten mit 16 Terabyte Kapazität produziert werden.

Die 3,5-Zoll-Festplatten sind für den Einsatz im Enterprise-Umfeld konzipiert. Wie Seagate berichtet, durchlaufen die Vorserienmodelle mit 16 Terabyte Kapazität derzeit Tests, die Großkunden für gewöhnlich vor der Integration in Geschäftsanwendungen durchführen. Laut dem Hersteller sind die Ergebnisse vielversprechend: Die HAMR-HDDs lassen sich per Plug-and-Play in bestehende Systeme einbinden und verhalten sich wie jede andere Festplatte in Enterprise-Umgebungen.

Auch Benchmarks verliefen positiv, darunter etwa Energieeffizienz-Tests, sg3_utils-SCSI-Testläufe und Leistungsuntersuchungen. Für den Einsatz der HAMR-Laufwerke in existierenden Systemen sind keinerlei Anpassungen notwendig. Seagate sieht sich daher auf einem guten Weg, die in der Roadmap geplanten 20 Terabyte pro Laufwerke im Jahr 2020 zu erreichen.

Laser an Bord

Bei HAMR-Festplatten ist der Schreibkopf zusätzlich mit einer Laserdiode ausgestattet. Sie erhitzt die Magnetscheibe punktuell, was die zum Schreiben notwendige Feldstärke im Magnetfeld reduziert. Auf diese Weise lassen sich kleinere Schreibköpfe realisieren und der Platzbedarf für die Speicherung eines Bits minimieren. Dies ermöglicht höhere Speicherkapazitäten bei gleichbleibendem Formfaktor.

Seagate wird die künftigen HAMR-Festplatten voraussichtlich unter der Exos-Marke anbieten und damit das Angebot im Enterprise-Segment ausbauen. Der Hersteller betont, dass speziell die Langlebigkeit ein Vorteil sein könnte: Die in Labor-Tests ermittelte Ausdauer der Lese-/Schreibköpfe liege um den Faktor 20 über den aktuellen Industriestandards. Diese Werte wurden durch Versuche mit den jetzt verfügbaren Pre-Release-Modellen nochmals untermauert.

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