Wenn sich Technologien, Datenströme und Bedrohungen stetig weiterentwickeln, bedeutet dies auch, an Speicherstrategien zu feilen. Mit klassischer Datensicherung allein ist es nicht mehr getan. Die DSX 2025 zeigte wichtige Trends auf.
Die DSX 2025 öffnete am 12. März 2025 im Scandic Museumsufer Hotel in Frankfurt am Main ihre Pforten.
(Bild: Manuel Emme Fotografie/Vogel IT-Akademie)
Zeiten ändern sich, Cyberangriffe auch, die Technologie sowieso. So kommt auch die Storage-Branche nicht um Künstliche Intelligenz und Cybersecurity herum. Und auch angesichts des immer höher werdenden Datenaufkommens ist es wichtig, bei modernen Speicherstrategien am Ball zu bleiben. Um sich über diese wichtigen Trendthemen auszutauschen, bot die DSX Data Storage Conference (DSX) der Vogel IT-Akademie vom 12. bis zum 13. März 2025 eine ideale Plattform und lud bekannte Fachexperten zum jährlichen Storage-Treffpunkt ins Scandic Museumsufer Hotel nach Frankfurt am Main ein.
Gemäß dem Motto „Store smart, protect better“ ist man heute über die klassische „Backup-first-Denkweise“ hinweg. Veränderungen in der Cyberangriffslandschaft erfordern raffinierte Schutzmaßnahmen der IT-Infrastruktur. Vor allem kommt es mittlerweile auf Resilienz in der IT an – wie Stefan Roth (Fujitsu) und Ingo Kraft (Netapp) in der gemeinsamen Experten-Session erläuterten.
Größer denken, ein breiteres Feld abdecken und datenzentrisch aufbauen, lautet die Devise. „Phishing ist neben Ransomware die größte Gefahr“, erklärte Roth. Bei guter Resilienz komme es zunächst auf die Reaktionsfähigkeit an: Wie schnell handelt das Unternehmen im Ernstfall einer Cyberattacke, sind die Verantwortlichkeiten klar aufgeteilt, und wie rasch kommt der Betroffene wieder in den Betriebsmodus? Hier heißt es für die Entscheider, einen handfesten Maßnahmenplan mit Prioritäten und Zuständigkeiten zu erstellen sowie diesen immer wieder zu testen.
KI-Hype bei Storage
Unternehmen sind nicht nur mit Cyberbedrohungen konfrontiert. KI schlägt auch bei Storage seine Wellen und stand entsprechend mehrfach auf der DSX-Agenda. Die Speicherkoryphäe Dr. Axel Koester (IBM) lotete in seinem Vortrag den aktuellen Status quo aus, erörterte, wie die sich rapide entwickelnde Technologie neue Jobs erzeugen werde, und widmete sich eingehend der Beantwortung der handfesten Frage: „Welche Infrastruktur und wie viel Storage braucht eine KI-fähige IT?“
Prof. Dr.-Ing. André Brinkmann aus dem Zentrum für Datenverarbeitung der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität wies unter anderem darauf hin, dass in der Praxis die Kombination aus dem menschlichen Verständnis der Storage-Architektur und dem gezielten Einsatz entsprechender KI-Modelle am vielversprechendsten sei. „Am Ende profitiert insbesondere der Mensch, der die Arbeitsweise einer AI begreift und dadurch seinen Horizont und seine eigenen Fähigkeiten erweitern kann, am meisten“, veranschaulichte Brinkmann auf der Bühne.
Neue Speicherstrategien mit Rekordverdacht
Theorie ist gut, doch in der Praxis sollten Unternehmen und Nutzer gewappnet sein. Einen hohen praktischen Nutzen versprach bereits der Titel der Keynote „Hyper-Converged Storage auf Basis von Windows Server und Azure Local“. Der zertifizierte Microsoft-Experte Manfred Helber ging entsprechend detailliert auf die Einrichtung und den Betrieb einer hyperkonvergenten Speicherstruktur im Unternehmen unter Nutzung von „Azure Local“ ein.
Zu guter Letzt krönte auch Dr. Andreas Joachim Peters’ Keynote die Agenda. Die Keynote drehte sich um Speicherstrategien bei extrem hohem Datenaufkommen: Im CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, wird ein Teilchenbeschleuniger eingesetzt, der aktuell eine Datenmenge von 700 Gigabyte pro Sekunde erzeugt, von denen 10 bis 150 GB/s gespeichert werden. Dr. Peters erläuterte präzise die komplexe Speicherinfrastruktur der Einrichtung, in welcher HDD, SSD und Tape zum Einsatz kommen, und brachte mit immer neuen Rekordzahlen – wie etwa einem Bandspeicher im Exabyte-Bereich – das Fachpublikum zum Staunen.
termin verpasst?
Am 24. September 2025 findet die nächste DSX im digitalen Format statt. Interessierte können sich hier kostenfrei registrieren.
Beispielhaftes Networking
Vor Ort war deutlich, wie wichtig der Austausch unter Branchenexperten ist. Denn die Infos außerhalb der üblichen Büroräumlichkeiten bringen enorm viel Mehrwert. Die Networking-Area gab den Teilnehmern die Gelegenheit, bei Vortragsinhalten nachzuhaken, spezifische Themenpunkte zu vertiefen, sich kennenzulernen oder wiederzutreffen, um so auf dem neuesten Stand zu bleiben und ihr Wissensspektrum zu erweitern.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Sponsoren Fujitsu, Netapp, Pure Storage, FAST LTA, StorMagic, TD Synnex/IBM, Workspot, StarWind sowie wesystems/croit. Über den Veranstaltungstag hinaus ging es nach Abschluss der Agenda beim Networking-Dinner und vertiefenden Gesprächen an der Bar im Scandic Museumsufer Hotel weiter, was ideal den zweiten Veranstaltungstag einläutete, an dem alle mit guter Stimmung, mehr Wissen und einer Pause nach allem Input wieder durchstarten konnten.
Stand: 08.12.2025
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Nach der Conference ist vor der Conference
Wer am 12. oder 13. März 2025 zur DSX Data Storage Conference nicht dabei sein konnte, hat die Gelegenheit, am 24. September 2025 an der zweiten DSX, die digital durchgeführt wird, teilzunehmen. Eine kostenfreie Registrierung ist unter www.dsxconference.de/anmeldung möglich.