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Wie man physische und virtuelle Maschinen beschleunigt, Teil 2

Shared Storage wird mit SSDs besser und billiger, aber nicht richtig performant

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Diese Bereiche müssen in einer LUN konfiguriert werden, welche dann manuell einem Teil des SSD-Speichers zugewiesen wird. Umsichtige Vorausplanung von Kapazitäten, Workload-Analyse und Speicherzuteilung benötigen spezielle Ressourcen und wertvolle Zeit und resultieren oft in statischen Konfigurationen, die mit der Zeit möglicherweise nicht mehr im Optimalbereich arbeiten.

Leistungssteigerungen sind zwar möglich, können aber nur mit dem entsprechenden Know-how und unter Aufwendung von viel Zeit, einer Senkung der Flexibilität der IT und steigenden Verwaltungskosten zusätzlich zu den Investitionskosten der SSD erreicht werden.

Dynamisches Tiering mit Sub LUNs

Modernere Speicherpodukte ermöglichen durch „Sub LUN“-Tiering und dynamische Zuweisung eine größere Flexibilität. Die effektivsten Lösungen speichern dabei eine History der Zugriffsmuster als Metadaten in eben den kleinen Datenblöcken, aus denen das Volume (LUN) besteht.

Diese Metadaten werden dann genutzt, um die Bereiche des Workloads mit der höchsten Latenz oder dem häufigsten Zugriff zu bestimmen. Das System kann so automatisch die empfindlichsten Bereiche in den Speicher mit der höchsten Performanz verlegen (darunter die SSD-Schicht).

Die Analyse und Verschiebung der Daten erfolgt ohne störende Unterbrechung – bestehende Workloads können selbst während der Ausführung und ohne manuellen Eingriff optimiert werden. Diese Art des automatisierten Tierings erfordert eine hoch virtualisierte und flexible Speicher-Infrastruktur.

Performance Bottlenecks eliminieren

Einer der größten Vorteile dieser Architektur ist, dass der Grundsatz „Kleine Menge – große Wirkung“ greift. Eine vergleichsweise kleine SSD-Kapazität (bemessen am Gesamtprozentsatz eines SAN) reicht aus, um typische Performanz-Probleme zu beheben. Der Schlüssel zum automatisierten „Sub LUN“-Tiering liegt darin, dass nur die wenigen kritischen Blocks, die den Performanz-Flaschenhals bilden, in die höchste Schicht verlagert werden.

Im Blick auf Investitionsaufwendungen werden die €/GByte-Kosten für Speicherkapazität also optimiert. Komplexe Analysen der Speicher-Workloads werden eliminiert. Da der Prozess kontinuierlich verläuft, erübrigen sich Anpassungen an statischen Konfigurationen. Die mit manuellem Tiering einhergehenden Betriebsausgaben (OPEX) werden durch diese Lösung ebenfalls beträchtlich gesenkt.

5. Flash als Teil eines hybriden Speichersystems

Was genau versteht man unter dem Konzept eines „hybriden“ Speichers (Hybrid Storage), bei dem Flash zum Einsatz kommt? Gemeint ist hier eines der beiden oben erläuterten Szenarien: DAS oder Shared Storage, die eine Kombination von klassischen Festplatten und SSD nutzen.

6. Flash als Shared Storage in einem dedizierten Hochgeschwindigkeits-Array

Dezidiertes Flash Storage Array bezeichnet eine sowohl von etablierten Unternehmen als auch von Start-ups definierte, neue Shared-Storage-Kategorie. Dies bezeichnet ein in sich geschlossenes Shared-Storage-Produkt, das nur noch Flash-Speicher beinhaltet.

Solche Produkte werden als eine von zwei Optionen ausgeliefert – entweder mit internen SSD-Laufwerken oder indem Bus-basierte Interfacetechniken zwischen dem Shared-Storage-Controller und dem Flash-Speicher geschaltet werden.

Beide Optionen ermöglichen eine noch erstaunlichere Leistungsfähigkeit, da sie die Notwendigkeit der Datenübertragung durch die FC-/SAS-/SATA-Interfaces des Storage Arrays – und die damit einhergehende Bremsung – beseitigen.

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