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Hewlett-Packard erweitert Storage-Networking-Partnerschaft mit Qlogic Simple SAN Connection Manager und SN6000-Fabric bauen Speichernetze schneller

| Redakteur: Rainer Graefen

Hewlett-Packard reorganisiert aktuell viele Produktbezeichnungen. Für den Fibre-Channel-Markt übernimmt der Storage-Gigant unter dem Produktnamen SN6000 ein von Qlogic gefertigtes Storage-Networking-Produkt, in das viele Virtualisierungsvorgaben von HP eingeflossen sind.

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Qlogics SN6000 lässt sich per Interswitch Link auf 120 FC-Ports skalieren.
Qlogics SN6000 lässt sich per Interswitch Link auf 120 FC-Ports skalieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der SN6000 ist ein stackable Fabric-Switch, der für den Edge-Betrieb acht bis 120 Fibre ChannelPorts bereitstellt. Die Basiseinheit hat acht aktivierte FC-Ports, die mittels Lizenz-Schlüsseln um je vier Ports erweiterbar sind. Die volle Port-Kapazität bietet ein Stack mit sechs Stack-Einheiten zu je 20 Ports. Mittels Auto-Negotiation handelt jeder Port die Bandbreite von zwei, vier oder acht Gigabit pro Sekunde aus.

8-GBit-Fabric für das Edge

Die Architektur des SN6000 basiert auf dem 8/20q-Switch, der allerdings nicht stapelfähig ist. Der SN6000 ist um vier ISL-Ports (Inter-Switch Links) erweitert, so dass in der Basiskonfiguration ein Backplane mit 10 GBit pro Sekunde bereitsteht.

Ebenfalls per Lizenzschlüssel kann diese ISL-Verbindung auf die doppelte Geschwindigkeit frei geschaltet werden. Die ISL-Verbindung wird damit zusätzlich hochverfügbar.

HP will mit dem Midrange-Produkt einen Markt bedienen, der weder von Brocade noch von Cisco abgedeckt wird: Brocade hat für den Edge-Betrieb keinen stackable Switch, Cisco keine Produkte, die Bandbreiten von acht GBit unterstützen. In einer nur von HP unterstützten Konfiguration, die User-Ports als ISL verwenden, kann der Stack sogar bis auf 540 Ports ausgebaut werden.

Virtualisierte HP-Infrastrukturen werden eleganter konfigurierbar

Interessant am SN6000 ist, zumindest für HP-Anwender, dass der FC-Switch alle wichtigen Managementfunktionen wie NPIV (N-Port ID-Virtualization), den Virtual Connect bei MSA (P2000) und EVA, Transparent Routing und den Simple SAN Connection Manager (SSCM) unterstützt.

„Alle Management-Aufgaben lassen sich per SSCM weitgehend automatisieren“, erläutert Hendrik Hansen, EMEA Marketingdirektor bei Qlogic, „so dass sich eine Provisionierung von zehn Blades mit je sieben Virtual Maschines (VM) und je zwei LUNs pro VM in wenigen Stunden erledigen lässt, statt wie sonst üblich in zwei Tagen.“ Viele Werkzeuge und Managementeingriffe an den diversen Stellen einer virtuellen Infrastruktur werden damit überflüssig.

Da nun Server und Netzwerk unabhängig voneinander konfigurierbar sind, lassen sich beispielsweise Funktionen wie VMotion, die virtuelle Maschinen verschieben kann, wesentlich eleganter umsetzen. Das funktioniert mittels Transparent Routing auch, wenn Director-Switches von Cisco oder Brocade im Spiel sind. Das alte Interoperabilitätsproblem lässt sich so bequem umschiffen.

Da Qlogic den SN6000 exklusiv mit SSCM über Hewlett-Packard vertreibt, wurden keine Enduser-Preise bekannt gegeben. Die Kosten pro Stack-Unit dürften sich aber im niedrigen fünfstelligen Bereich zwischen 12.000 und 15.000 Euro bewegen.

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