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SDS im Unternehmenseinsatz, Teil 2 Software-Defined Storage – anders als alle anderen

Von Michael Matzer 2 min Lesedauer

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Inwiefern unterscheidet sich Software-Defined Storage von anderen Storage-Lösungen? Vor dem in Teil 1 gezeichneten Hintergrund dieser Vor- und Nachteile werden im Folgenden die anderen Daten-Storage-Typen mit SDS verglichen.

Flexibel, skalierbar und Hardware-unabhängig vereint SDS die Vorteile traditioneller Systeme. Im Gegensatz zu NAS, SAN oder Cloud-Storage ermöglicht es eine zentrale Verwaltung verschiedener Speicherressourcen, ähnlich wie SDN die Netzwerksteuerung optimiert.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Flexibel, skalierbar und Hardware-unabhängig vereint SDS die Vorteile traditioneller Systeme. Im Gegensatz zu NAS, SAN oder Cloud-Storage ermöglicht es eine zentrale Verwaltung verschiedener Speicherressourcen, ähnlich wie SDN die Netzwerksteuerung optimiert.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Software-definierter Storage versus Cloud-Storage

SDS und Cloud-Storage sind einander insofern ähnlich, als bei beiden Lösungen Management- und Automatisierungs-Software zur Skalierung und Bereitstellung von Daten-Storage verwendet wird und ein vernetzter Zugriff erforderlich ist. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen den beiden Konzepten.

Beim Cloud-Storage handelt es sich um ein Storage-Modell, bei dem Benutzer Daten über das öffentliche Internet oder ein dediziertes privates Netzwerk speichern und darauf zugreifen können. Bei einer Cloud-Storage-Lösung werden virtuelle Storage-Ressourcen zu Pools zusammengefasst, auf die bei Bedarf zugegriffen werden kann, in der Regel über ein Self-Service-Portal mithilfe von Management- und Automatisierungs-Software.

SDS ist keine Cloud-Umgebung. SDS kann jedoch in der Cloud-Umgebung zur Bereitstellung von Storage verwendet werden. Mit einer SDS-Lösung lässt sich zentralisierter Storage – sowohl physischer Storage als auch Cloud-Storage – verwalten, bereitstellen und automatisieren.

Software-definierter Storage versus NAS und SAN

NAS (Network Attached Storage) ist ein Storage-System auf Dateiebene, das mehrere mit einem LAN (Local Area Network) verbundene Storage-Geräte umfasst. Bei einem SAN (Storage Area Network) wird mit einem dedizierten Netzwerk aus Storage-Geräten ein Pool aus gemeinsam genutztem Storage erstellt. Bei beiden Storage-Systemen können mehrere Benutzer und Geräte von einem zentralisierten Storage-Medium aus auf Daten zugreifen und diese gemeinsam nutzen.

SAN und NAS beruhen auf physischen Storage-Volumes, für die ein Upgrade durchgeführt werden muss, wenn sie veraltet sind. Zudem bieten beide Systeme nur eine begrenzte Skalierbarkeit. Beim SDS sind die physischen Storage-Volumes der Hardware vom Software-Steuerungssystem getrennt, sodass Benutzer die Software getrennt von der Hardware aktualisieren können.

Wie die Cloud kann auch der SDS auf Hunderttausende von Knoten skaliert werden. Im Gegensatz zu NAS und SAN können SDS-Lösungen aus unterschiedlichen Hardware-Komponenten bestehen, die ohne großen Aufwand entsprechend sich ändernden Kapazitätsanforderungen aufgerüstet werden können.

Software-definierter Storage versus Software-Defined Networking (SDN)

Beim Software-Defined Networking (SDN) wird die Netzwerksteuerungslogik von Geräten wie Routern und Switches virtualisiert, sodass Software und Hardware getrennt voneinander betrieben werden können. Dabei wird die Verwaltung der Netzwerkinfrastruktur mithilfe von Controllern vereinfacht, die zur Verwaltung, Steuerung und Überwachung des gesamten Netzwerks auf der Netzwerk-Hardware aufsetzen.

Während bei SDS die Storage-Hardware von der Software, die die Hardware steuert, abstrahiert wird, werden beim SDN die Daten- und die Steuerungsebene des Netzwerks voneinander getrennt. Auf der Datenebene finden alle Aktivitäten im Zusammenhang mit den vom Endbenutzer gesendeten Datenpaketen statt. Auf der Steuerungsebene werden die Funktionen verwaltet, die zum Durchführen der Aktivitäten auf der Datenebene erforderlich sind.

Sowohl bei SDS als auch bei SDN wird eine Software-Schicht verwendet, die es Unternehmen ermöglicht, Storage- und Netzwerkressourcen in Pools zusammenzufassen und zu verwalten, um mehr Flexibilität und Effizienz zu erreichen.

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