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Windows Server 2012 R2 und Windows 10 als Datenspeicher - wie geht´s?

Spaces im Rechenzentrum – virtueller Flug durch die Microsoft-Technik

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Optimal: neues Dateisystem ReFS für Storage Spaces

Das neue Dateisystem „ReFS“ (Resilent File System) in Windows Server 2012 R2 und Windows 10 Server ist ebenfalls für Storage Spaces optimiert und für den Einsatz in Rechenzentren geeignet. Es bietet vollständige Kompatibilität mit NTFS, ist aber wesentlich robuster. Das neue System arbeitet mit den Hochverfügbarkeitsfunktionen in den Storage Spaces zusammen, erkennt defekte Datenträger und kann Daten vor Verlust durch physische Schäden schützen.

Das neue Dateisystem kann sich selbst im laufenden Betrieb reparieren, es gibt also keine Notwendigkeit mehr, den Server neu zu starten. ReFS-Datenträger beherrschen eine Größe von 16 Exabyte. Zusammen mit Storage Spaces lassen sich also mit ReFS umfangreiche Datenmengen speichern, auch im Zusammenhang mit Big Data-Szenarien.

Ordner auf ReFS-Dateiträgern können nahezu eine unbegrenzte Anzahl Dateien speichern, und auch die Anzahl der Ordner kann mehrere Trillionen betragen. Dateinamen können eine Länge von 32.000 Zeichen erreichen. Die Leistung soll durch große Dateien aber nicht einbrechen, dafür sorgt die neue Technologie im Hintergrund, die Daten effizienter speichert, vor allem auf Storage Spaces.

Unbegrenzt und hochverfügbar

Physische Datenträger können Administratoren in diesem Bereich zu Storage Pools (Speicher-Pools) mit einer Größe von bis zu 4 Petabyte zusammenfassen. Die Anzahl an Speicher-Pools und dessen Storage Spaces ist dagegen nicht begrenzt. Es spielt keine Rolle, über welchen Standard die Festplatten am Computer angeschlossen sind.

Storage Spaces unterstützen auch Hochverfügbarkeitslösungen. Administratoren können einzelne Festplatten für die Ausfallsicherheit deklarieren. Fällt eine Festplatte aus, erkennt das der Server und kann über ReFS die Integrität im Space sicherstellen. Als Ausfallsicherheit lassen sich Paritäten erstellen, wie bei RAID 5-Systemen, oder Datenspiegel wie bei RAID 1 oder 10.

Allerdings sind die Ausfallfunktionen in Storage Spaces und Speicher-Pools wesentlich effizienter und flexibler. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Spaces auf physischen Datenträgern zur Verfügung zu stellen, die wiederum durch physische RAID-Systeme oder in einem SAN bereitgestellt werden. Windows Server 2012 R2 und Windows 10 Server arbeiten in diesem Bereich auch optimal mit Fibre-Channels zusammen um Storage Spaces besser bereitstellen zu können.

Thin Provisioning und Skalierbarkeit

Ein Vorteil von Storage Spaces ist auch die Möglichkeit diese über Thin Provisioning zur Verfügung zu stellen. Einfach ausgedrückt können Administratoren einem Storage Space mehr Speicher zur Verfügung stellen, als tatsächlich auf dem Server durch physische Festplatten zur Verfügung steht.

Spaces und Storage-Pools sind extrem skalierbar. Es lassen sich jederzeit weitere Festplatten hinzufügen, auch als Hot-Spare. (Bild:  Thomas Joos)
Spaces und Storage-Pools sind extrem skalierbar. Es lassen sich jederzeit weitere Festplatten hinzufügen, auch als Hot-Spare.
(Bild: Thomas Joos)

Neigt sich der tatsächliche Speicher dem Ende, müssen Administratoren nur neue Festplatten in den Server oder dem Speichergerät integrieren. Diese werden automatisch zum Speicher-Pool und Storage Space hinzugefügt. Auf diesem Weg lassen sich zum Beispiel auch kleinere Festplatten gegen größere ersetzen, wenn der Speicherplatz auf dem Server ausgehen sollte.

Dazu kommt noch die Möglichkeit, dass Administratoren über virtuelle Fibre-Channels einzelnen VMs direkt Speicher zuweisen können. Das kann auch Speicher auf Servern mit Windows Server 2012 R2 sein an denen wiederum ein SAN oder anderes Speichersystem angeschlossen ist. Die VM verwendet in diesem Zusammenhang nur den ihr zugewiesenen Speicher.

Verbesserungen in Windows 10 Server

Mit Windows 10 Server baut Microsoft die Möglichkeit im Bereich Storage von Windows-Server noch einmal aus. Mit „Storage Replica“ lassen sich ganze Datenträger replizieren und synchronisieren. Das gibt auch für Storage Spaces und den hier enthaltenen Daten.

Diese Replikationen lassen sich auch synchron ausführen. Außerdem lassen sich Storage Quality of Services-Policies jetzt auch auf virtuelle Festplatten ausdehnen. Da Storage Spaces auch als virtuelle Festplatten zur Verfügung stehen, lassen sich über diesen Weg umfassende Konfigurationen vornehmen.

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