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Datenhaltung mit Schutzschirm
Storage ohne Resilienz ist Daten-Suizid auf Raten

Von Dr. Dietmar Müller 6 min Lesedauer

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Unternehmen dürfen ihre Daten heute nicht mehr nur stumpf abspeichern, sondern müssen diese vielmehr aktiv gegen hochmoderne Bedrohungen in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen verteidigen. Dr. Sebastian Hausmann, bei NetApp Deutschland eine Schlüsselfigur an der Schnittstelle zwischen Architektur und Business-Resilienz, erklärte im Gespräch mit Storage-Insider, warum Datenhaltung ohne Schutzschirm einem digitalen Himmelfahrtskommando gleicht.

„Die Vorbereitung auf die Post-Quanten-Ära darf nicht aufgeschoben werden, bis der erste Quantencomputer den ‚Q-Day‘ einleitet“, warnt Dr. Sebastian Hausmann von NetApp. (Bild:  Midjourney / KI-generiert)
„Die Vorbereitung auf die Post-Quanten-Ära darf nicht aufgeschoben werden, bis der erste Quantencomputer den ‚Q-Day‘ einleitet“, warnt Dr. Sebastian Hausmann von NetApp.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Mitte März: NetApp hält sein „Connect Technology Forum“ in der „Astor Film Lounge“ im ARRI-Kino in München ab. Zwischen Popcorn-Maschine und Leinwand trafen wir Dr. Sebastian Hausmann, Sr. Manager Solutions Engineering bei NetApp. Im Gespräch lag ihm entsprechend seiner Position nicht nur das Speichern, sondern auch und gerade das Absichern von Daten am Herzen. Jetzt und in Zukunft, denn auf die gelte es sich heute schon vorzubereiten.

„Harvest Now, Decrypt Later“

Hausmann warnte eindringlich vor der Strategie vieler krimineller Akteure, heute verschlüsselte Daten abzusaugen, um sie in einigen Jahren mit leistungsfähigen Quantencomputern zu entschlüsseln. Denn auch wenn die Hardware zum Knacken aktueller RSA- oder ECC-Verschlüsselungen noch nicht voll einsatzbereit sei, für Daten mit langer Geheimhaltungsfrist – zu denken wäre beispielsweise an Patientendaten, Staatsgeheimnisse oder geistiges Eigentum – bestehe doch bereits heute ein akutes Risiko.