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Nachhaltigkeitssiegel erweitert TCO zertifiziert künftig auch Storage-Produkte

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Das TCO-Nachhaltigkeitssiegel für IT-Produkte wird künftig auch Storage-Produkte, Netzwerkgeräte und Server zieren, die in Rechenzentren zum Einsatz kommen. Das Ziel ist die Förderung der Entwicklung nachhaltiger Systeme.

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Das TCO-Siegel für Nachhaltigkeit wird zum Jahresende erweitert.
Das TCO-Siegel für Nachhaltigkeit wird zum Jahresende erweitert.
(Bild: TCO Development)

Die immer weiter zunehmenden Datenmengen auf der gesamten Welt erfordern auch den Bau entsprechender Rechenzentren. Schon jetzt entsprechen deren Kohlendioxidemissionen laut TCO Development bereits denen des gesamten weltweiten Flugverkehrs. Bis zum Jahr 2030 könnten Rechenzentren bis zu 13 Prozent des globalen Stromverbrauchs für sich beanspruchen – im Jahr 2010 lag dieser Wert noch bei einem Prozent.

Grund genug für TCO Development, sich weiterführend mit Storage- und Netzwerkprodukten sowie Servern in Rechenzentren zu befassen. Die betreffenden Geräte können wie alle IT-Geräte diverse Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen haben. Betroffen ist dabei die gesamte Lieferkette; als Beispiele nennt die schwedische Organisation etwa Gesundheits- und Sicherheitsrisiken oder gar Menschenrechtsverletzungen.

Start zum Ende des Jahres

TCO Development entwickelt deshalb derzeit neue Prüfkriterien für Datacenter-Hardware. Sie sollen nachhaltigere Praktiken fördern und werden voraussichtlich Ende des Jahres in die jüngste Generation der Nachhaltigkeitszertifizierung aufgenommen. Eine derartige Überarbeitung der Zertifizierung findet alle drei Jahre statt.

„Durch die Aufnahme von Produkten zu TCO Certified, die in Rechenzentren zum Einsatz kommen, tragen wir dazu bei, dass nachhaltigere Lösungen entwickelt werden. Zudem werden Einkäufer auf diese Weise in die Lage versetzt, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen“, erklärt Sören Enholm, CEO von TCO Development. „Ab Dezember können sich Marken im IT-Bereich um eine Zertifizierung nach den neuen Kriterien bewerben. Beschaffungsorganisationen erhalten dann Zugang zu Produkten für Rechenzentren, die nachweislich umweltfreundlicher und sozial nachhaltiger sind“, ergänzt er.

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